Die spannende Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) macht auch an den Hochschulen nicht Halt. In einem wegweisenden Schritt hat das Rektorat der FernUniversität in Hagen im Juni 2026 eine umfassende KI-Strategie verabschiedet. Diese Strategie zielt darauf ab, den Umgang mit KI in sämtlichen Bereichen der Hochschule, seien es Lehre, Forschung oder Verwaltung, zu regeln und einen verbindlichen Handlungsrahmen zu schaffen.

Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer hob hervor, dass diese Strategie entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der FernUniversität sei. Prorektorin Prof. Dr. Claudia de Witt ergänzt, dass KI als disruptive Technologie verstanden wird, die innovative Ansätze erforderlich macht. Die Strategie wurde durch einen partizipativen Prozess entwickelt und berücksichtigt auch externe Perspektiven, wie die Empfehlungen der Task Force „Künstliche Intelligenz im Bildungswesen“ in Nordrhein-Westfalen.

Strategische Ziele und Handlungsfelder

Die Strategie hat eine Laufzeit bis 2028 und ist eng an den Hochschulentwicklungsplan gekoppelt. In drei Phasen soll sie umgesetzt werden:

  1. Schaffung von Grundlagen wie Kompetenzaufbau und Pilotprojekten.
  2. Verstetigung und Skalierung erfolgreicher Ansätze.
  3. Verankerung von KI als strategisches Querschnittsthema in Studium, Forschung und Verwaltung bis 2028.

Aktuell werden bereits konkrete Maßnahmen ergriffen: Dazu gehören verpflichtende KI-Schulungen für alle Beschäftigten und der Ausbau von Infrastrukturprojekten wie KI:connect.nrw.

Bundesweite Initiativen zur KI-Förderung

Im gesamtheitlichen Kontext stehen die bundesweiten Bemühungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervor. Seit Ende 2021 initiiert das BMBF Projekte zur Integration von KI in die Hochschulbildung, um den Einsatz dieser Schlüsseltechnologie breit zu implementieren. Programme wie der KI-Campus bieten digitale Lernplattformen, die von Online-Kursen zu KI-Anwendungen bis hin zu intelligenten Assistenzsystemen reichen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung von Studiengängen und Prüfungssystemen, die KI-basierte Lernmethoden nutzen. Der KI-Aktionsplan des BMBF, veröffentlicht im November 2023, betont die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen und effizienten Herangehensweise an KI in Bildungseinrichtungen.

Regionale Initiativen und Forschung

In Hessen spielen ebenfalls viele Projekte eine Rolle bei der KI-Förderung. Maßnahmen in Höhe von 6,6 Millionen Euro kommen verschiedenen Institutionen zugute, darunter die Goethe-Universität Frankfurt und die Hochschule für Gestaltung Offenbach. Dies ist Teil einer breiteren Initiative zur Verbesserung der Qualität und Leistungsfähigkeit der Hochschulbildung durch den Einsatz von KI, wie auch vom Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz betont wird.

Diese Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie eine durchgängige Integration von KI in die Hochschulbildung nicht nur die Bildungslandschaft verändern kann, sondern auch die Grundlagen für zukünftige Fachkräfte legt. Durch innovative Ansätze und eine enge Zusammenarbeit zwischen Institutionen wird die Künstliche Intelligenz zu einem unverzichtbaren Bestandteil der akademischen Ausbildung.