In der Wissenschafts- und Start-up-Szene wird der innovative Ansatz des Unternehmens Cell2Green derzeit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Am 23. April 2026 gab die Universität Rostock bekannt, dass sie die Zusammenarbeit mit dem Start-up durch die Lizenzierung zusätzlicher Technologien weiter intensiviert. Ziel dieser Vereinbarung ist es, das Wachstum von Cell2Green zu fördern und gleichzeitig frische Impulse für die Materialforschung zu setzen. Sowohl die Universität als auch Cell2Green haben sich vorab im Bereich der innovativen Biofolien erfolgreich zusammengetan.
Mit dem neuen Vertrag zur Nutzung von Hochschulpatenten verspricht sich die Universität Rostock eine spürbare Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse in die Praxis. Lars Worm, Patentingenieur der Universität Rostock Service GmbH, hebt hervor, dass diese Kooperation ein Paradebeispiel für den gelungenen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Wirtschaft ist. Dr. Dirk Hollmann, der Gründer von Cell2Green, unterstreicht die Wichtigkeit der Partnerschaft für die Entwicklung der Technologieplattform und die damit verbundene Marktstrategie des Unternehmens.
Ein nachhaltiger Ansatz
Cell2Green, das im Mai 2023 von Dirk Hollmann und Stefan Peuß gegründet wurde, bietet biobasierte Folienmaterialien als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen an. Diese Produkte basieren hauptsächlich auf Zellulose und sind sowohl biologisch abbaubar als auch recyclingfähig. Durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe zielt Cell2Green darauf ab, fossile Kunststoffe durch nachhaltige Lösungen zu ersetzen. Die Folien können innerhalb von zehn Tagen im Boden oder innerhalb von zwei bis drei Monaten im Wasser abgebaut werden, was einen wichtigen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft darstellt.
Die innovative Technologie von Cell2Green ermöglicht es, hauchdünne Folien zu produzieren, die die gleichen Zugfestigkeitswerte wie Polyethylen- oder Cellophanfolien aufweisen. Obwohl die Kosten pro Kilogramm im Vergleich zu herkömmlichen PE-Folien höher sind, wiegt die Cell2Green-Folie nur ein Fünftel des Gewichts normaler PE-Folien. Dies könnte zu erheblichen Kosteneinsparungen in der Logistik und der Produktion führen.
Auf dem Weg zur Pilotanlage
Die nächsten großen Schritte für Cell2Green umfassen den Bau einer Pilotanlage in Kooperation mit Anlagenbaupartnern sowie den Abschluss der ersten Finanzierungsrunde im März 2024. Cell2Green verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, indem es nicht nur Folien, sondern auch maßgeschneiderte Verpackungslösungen und Maschinen anbieten möchte. Ein digitaler Zwilling, der in die Wertschöpfungskette integriert wird, sorgt für Transparenz und Optimierung.
Die kontinuierliche Unterstützung durch die Universität Rostock spielt eine entscheidende Rolle bei der Marktpositionierung von Cell2Green. Mit einer erweiterten technologischen Basis soll die Produktentwicklung weiter beschleunigt und neue Einsatzbereiche erschlossen werden. Dies stärkt somit nicht nur die Marktstellung von Cell2Green, sondern auch die Innovationskraft des gesamten Standorts Mecklenburg-Vorpommern.
Mit dieser Zusammenarbeit setzen die Universität Rostock und Cell2Green ein starkes Zeichen für die Zukunft der Materialwissenschaften und umweltfreundlicher Technologien – ein Konzept, das auch in der breiteren Öffentlichkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt und ein gutes Händchen für nachhaltige Wirtschaftlichkeit zeigt.
Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständigen Berichte von der Universität Rostock und von Science4Life lesen: Universität Rostock und Science4Life.