Die Saison 2025/26 der Model United Nations (MUN) ist mit großem Erfolg zu Ende gegangen. Dieses globale Programm bringt junge Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen, um über gesellschaftspolitische Themen zu diskutieren. Hierbei simulieren die Konferenzen die Arbeitsweise der Vereinten Nationen (UN) und eröffnen den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, verschiedene Länder in Komitees zu vertreten und diplomatische Arbeitsweisen zu erlernen. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Kompromisse zwischen den Ländern zu erzielen und realpolitische Lösungsansätze in Form von Resolutionen zu präsentieren. Laut law-school.de begann die MUN-Saison an der Bucerius Law School mit wöchentlichen Vorbereitungssitzungen während des Herbsttrimesters.

Ein starkes Coachingteam, bestehend aus Anika Bechtold, Max van Emden, Leif Peters und Sophie Ammermann (Jahrgang 2024), bereitete über 40 Studierende des Jahrgangs 2025 auf die Teilnahme an verschiedenen Konferenzen vor, einschließlich Reisen nach Madrid und New York. Ein herausragendes Ereignis der Vorbereitung war die Selection Conference im Dezember, bei der sich 18 Teilnehmer:innen für die internationalen Reisen qualifizierten. Das große Finale der Saison fand in Madrid statt, wo die Teilnehmer:innen viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.

Ein Blick auf die Geschichte der MUN

Das Konzept der Model UN hat eine spannende Geschichte, die bis zur ersten eigenen UN-Simulation im Jahr 2000 zurückreicht. Diese fand im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York statt und wurde von der Freien Universität Berlin mit einer Delegation von acht Studierenden, die Frankreich repräsentierten, unterstützt. Insgesamt versammelten sich 300 Studierende aus 33 Staaten, um über Themen wie Peacekeeping und Konfliktlösungsstrategien für Afrika zu verhandeln. Die Eröffnungsrede hielt Madame Louise Fréchette, Deputy Secretary-General der UN, und es gab zahlreiche inspirierende Redner:innen, darunter die Botschafterin Nancy Soderberg aus den USA. Das Event stellte nicht nur eine wichtige Plattform für die politischen Diskussionen dar, sondern bot den Teilnehmer:innen auch einzigartige Einblicke in die Abläufe der UN, darunter eine Führung durch die Räume des UN-Sicherheitsrats, organisiert von Botschafter Agam Hasmy aus Malaysia. Informationen dazu finden sich auf der Seite der Freien Universität Berlin fu-berlin.de.

Aktuell engagieren sich jährlich Hunderttausende von Schüler:innen weltweit in MUN-Simulationen, die nicht nur zur politischen Bildung beitragen, sondern auch dazu, die Prinzipien und Funktionsweisen der UN zu verinnerlichen. Viele heutige Führungspersönlichkeiten haben ihre ersten Schritte in der politischen Arena als Teil solcher Programme gemacht. Die UN selbst unterstützt diese Initiativen, indem sie Wissen über ihre Funktionsweise teilt und Anleitung für die Organisatoren bietet, um authentische Simulationen zu schaffen. Zudem wird den Teilnehmenden nahegelegt, aktiv zur Verwirklichung der UN-Werte und der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beizutragen, wie es auf der offiziellen UN-Website nachzulesen ist: un.org.

Für den nächsten Jahrgang stehen bereits spannende Pläne an. Ab September 2025 werden vier ehemalige Teilnehmer des Jahrgangs 2025 das Zepter übernehmen, den Jahrgang 2026 auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten und weitere Reisen zu internationalen Konferenzen zu organisieren. Ein großer Dank gebührt den Förderern dieser Reisen, wie dem Bucerius Alumni e.V., KSB INTAX und Schomerus & Partner mbB, die diese wertvollen Erfahrungen ermöglichen.

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