Am 3. Juni 2026 hat die Bucerius Law School eine beeindruckende Leistung gefeiert: Helena Sophia Spek hat erfolgreich ihr Promotionsverfahren abgeschlossen. Ihre Dissertation mit dem Titel „Die Beteiligung des Managements an Private-Equity-Unternehmen – Schuldrechtliche Ausgestaltung als Alternative zur klassischen Eigenkapitalbeteiligung?“ beschäftigt sich mit der spannenden Frage, wie Managementbeteiligungsprogramme, kurz MPPs, dazu beitragen können, die Interessen von Investoren und Führungskräften besser in Einklang zu bringen. Diese Programme sind im Private-Equity-Sektor von großer Bedeutung, da sie oft zur Incentivierung von Führungskräften eingesetzt werden, wie auch das PE Magazin betont.

In ihrer Arbeit untersucht Helena Sophia Spek die Möglichkeiten schuldrechtlicher Beteiligungsmodelle. Diese könnten, so das Ergebnis ihrer gründlichen Analyse, eine gleichwertige oder gar bessere Alternative zu traditionellen Eigenkapitalbeteiligungen darstellen, solange sie vertraglich klar geregelt sind. Dies ist besonders relevant, da in der Praxis derzeit meist echte Eigenkapitalbeteiligungen dominieren. Ihre Dissertation verbindet verschiedene Perspektiven – von steuerrechtlichen über gesellschaftsrechtliche bis hin zu rechtsökonomischen Aspekten – und beleuchtet etwa, dass die schuldrechtlichen Modelle eigene rechtliche Grenzen aufweisen. Diese Erkenntnisse könnten den Gesetzgeber dazu anregen, den Rechtsrahmen für MPPs an ökonomischen Anreizfunktionen zu orientieren und bestehende Hindernisse abzubauen.

Von der Forschung in die Praxis

Die Mündliche Prüfung fand am 12. Mai 2026 statt. Der Prüfungsausschuss, bestehend aus Prof. Dr. Thomas Rönnau, Prof. Dr. Birgit Weitemeyer und Prof. Dr. Thilo Kuntz, hat die Dissertation umfassend gewürdigt. Frau Spek hat sich während ihres Studiums an der Bucerius Law School nicht nur theoretisches Wissen angeeignet, sondern auch praktische Erfahrungen gesammelt. So belegte ihr Team beim BFH Moot Court den ersten Platz und sie sammelte internationale Praktika in London und New York City, sowie einen Auslandsaufenthalt an der University of Cape Town.

Derzeit ist sie im Referendariat in Berlin und bereitet sich auf das Zweite Staatsexamen vor. Diese Kombination aus Theorie und Praxis könnte für ihre künftige Karriere in der Rechtsberatung von großem Vorteil sein. Die Themen rund um MPPs sind dabei weiterhin hochaktuell. Beim kürzlich stattgefundenen 31. Münchner M&A Forum wurden etwa maßgeschneiderte Strukturen diskutiert, die sowohl Investoren- als auch Managementinteressen berücksichtigen. Hierbei sind die rechtlichen und ökonomischen Fragestellungen besonders spannend, da es kaum Standardlösungen für MPPs gibt.

Managementbeteiligungsprogramme im Fokus

Im Rahmen des M&A Forums wurde zudem verdeutlicht, dass die strukturrechtlichen Rahmenbedingungen eine essentielle Rolle spielen. Die Diskussion um gute Gestaltung von MPPs, zu denen auch Fair-Market-Value-Klauseln sowie Leaver-Regelungen zählen, ist nach wie vor sehr lebhaft. Es wird betont, dass bei der Finanzierung von Managementbeteiligungen oft Fremdfinanzierungen erforderlich sind, die über das klassische Sweet Equity hinausgehen. Der Bundesfinanzhof hat hierbei verbindliche Leitplanken zur steuerlichen Behandlung solcher Programme gesetzt.

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Mit der Abschlusspromotion von Helena Sophia Spek tritt eine junge Juristin an die Öffentlichkeit, die sich genau mit diesen komplexen Schnittstellen zwischen Recht und Ökonomie auseinandersetzt. Ihre Empfehlung an den Gesetzgeber könnte dabei weitreichende Folgen für die Gestaltung von MPPs haben und zeigt, dass innovative Ansätze im Private Equity-Sektor sehr gefragt sind.