Am 18. November 2026 wird in Berlin Bilanz gezogen: Bei der Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts „BiFlex-Industrie“ geht es um drei Jahre Arbeit an bidirektionaler Flexibilität durch Flottenkraftwerke in und um Unternehmen. Veranstalter ist der Lehrstuhl für ABWL & Internationales Automobilmanagement unter Leitung des ZLV-Mitglieds Prof. Dr. Heike Proff.

Im Mittelpunkt stehen die zentralen Projektergebnisse und Erfahrungen aus der Praxis. Vorgesehen ist außerdem ein fachlicher Austausch mit Expert:innen aus Wissenschaft, Industrie, Energiewirtschaft, Politik und Verwaltung – also mit genau jenen Bereichen, die beim Umbau des Energiesystems laufend zusammenspielen müssen.

Fahrzeugflotten als Teil des Energiesystems

Untersucht wurde, wie rückspeisefähige Fahrzeugflotten an Unternehmensstandorten genutzt werden können. Dabei nahm das Projekt technische, wirtschaftliche, regulatorische und normative Aspekte in den Blick. Der Lehrstuhl konzentrierte sich auf Nutzerakzeptanz, Geschäftsmodelle und das Ecosystem dahinter.

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es beim Fraunhofer ENIQ; Projektinformationen stehen auf der BiFlex-Industrie-Website bereit.

Was bidirektionales Laden möglich machen kann

Bidirektionales Laden kann Elektrofahrzeuge nicht nur als Stromverbraucher, sondern auch als flexible Speicher nutzbar machen. Vehicle-to-Grid, kurz V2G, kann das Stromnetz im Verteilnetz unterstützen. Gleichzeitig können Fahrzeuge aktiv am Energiemarkt teilnehmen und damit die Integration erneuerbarer Energien erleichtern.

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In Gebäuden kommen weitere Möglichkeiten hinzu: Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Building können die Energieautarkie erhöhen. Dafür reicht ein passendes Fahrzeug allein allerdings nicht. Verschiedene Komponenten müssen abgestimmt zusammenspielen – Ladeinfrastruktur, Energiemanagement, Kommunikationssysteme und die jeweiligen Anwendungen.

Zu den Forschungs- und Entwicklungsleistungen in diesem Feld gehören Untersuchungen zu Potenzialen und Wirtschaftlichkeit, die Integration von Flottenfahrzeugen in die Energiesysteme von Unternehmen sowie prognosebasiertes bidirektionales Lademanagement. Hinzu kommen Systemintegrationstests bidirektionaler Ladeinfrastruktur und die Rückspeisung im Zusammenhang mit Photovoltaik-Eigenversorgung und Vehicle-to-Home.

Auch die Verbindung zur digitalen Steuerung ist entscheidend: Ladeinfrastruktur kann an Energiemanagement- und Cloud-Systeme angebunden werden, unter anderem über EEBus und OCPP. Was auf dem Papier nach vielen Kürzeln klingt, entscheidet in der Praxis darüber, ob Fahrzeuge, Gebäude und Stromnetz tatsächlich miteinander kommunizieren.

Die Konferenz findet in Berlin statt. Veranstaltungsort der meldenden Institution ist die Uni Duisburg Essen.