Am Freitag, 30. Oktober 2026, wird das SuperC der RWTH Aachen zum Treffpunkt für alle, die sich mit zirkulärer Wertschöpfung, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Systemen beschäftigen wollen. Beim CCE Science Day 2026 geht es um die Frage, wie Wirtschaft und Gesellschaft Stoffe länger im Umlauf halten können – nicht nur auf dem Papier, sondern mit technischen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen.

Die Präsenzveranstaltung stellt das Center for Circular Economy (CCE) der RWTH Aachen University und das DACE-Projekt vor. Sie ist Teil der European Circular Week 2026 und richtet sich an Experten, Forschende sowie weitere Interessierte. Gesprochen und diskutiert wird auf Deutsch.

Ein Tag, drei Blickwinkel

Von 9:00 bis 17:00 Uhr stehen Impulsvorträge und Podiumsdiskussionen zu systemischen wirtschaftlichen Veränderungen auf dem Programm. Der Einlass ist jederzeit möglich, ebenso die Teilnahme an der Veranstaltung – wer also erst später aus dem Seminar, Labor oder Büro loskommt, muss nicht gleich den ganzen Tag abschreiben.

In vertiefenden Sessions geht es zunächst um Systemänderungen und den Abbau von Barrieren für eine Kreislaufwirtschaft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf technischen Innovationen, die helfen sollen, Stoffkreisläufe zu schließen. Die dritte Perspektive widmet sich der Modellierung und Bewertung: Welche Auswirkungen haben zirkuläre Systeme, und wie lassen sie sich gestalten?

Ergänzt wird das Programm durch Poster-Pitch-Präsentationen. In Kaffeepausen und bei einem gemeinsamen Mittagessen bleibt Zeit fürs Networking – also für Gespräche, die nicht nach exakt sieben Minuten enden müssen.

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Ort, Zugang und weitere Informationen

Veranstaltungsort ist der Generali Saal im SuperC, Templergraben 57, Aachen. Der CCE Science Day ist kostenlos und für alle Interessierten offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen bietet die Website des Center for Circular Economy unter www.cce.rwth-aachen.de.

Dass solche Fragen dringend sind, zeigt schon der Blick auf die Grundlagen unserer Wirtschaft: Rohstoffgewinnung und -verarbeitung verursachen einen großen Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen, des Biodiversitätsverlusts und des Wasserstresses. Die Kreislaufwirtschaft soll deshalb den Materialverbrauch der Wirtschaft senken und Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln.

Wie sich Fortschritt messen lässt

Damit aus dem Anspruch mehr wird als ein gut klingendes Konzept, ist die Überwachung von Produktion und Verbrauch wichtig. Eurostat betrachtet dabei drei statistische Indikatoren: Materialverbrauch, umweltbewusste öffentliche Beschaffung und Abfallaufkommen.

Ein erheblicher Anteil der öffentlichen Ausgaben entfällt auf umweltbewusste öffentliche Beschaffung. Sie kann die Kreislaufwirtschaft fördern und zugleich zeigen, in welchem Umfang öffentliche Mittel zu diesem Wandel beitragen. Beim Abfallaufkommen geht es wiederum darum, die Abfallerzeugung zu minimieren. Der Indikator ist nach Abfallarten in mehrere Teilindikatoren gegliedert, darunter Siedlungsabfälle, Plastikverpackungen sowie Elektro- und Elektronikschrott.

Auch das Wegwerfen von Lebensmitteln gehört in diese Betrachtung: Es wirkt sich negativ auf Umwelt, Klima und Wirtschaft aus. Beim CCE Science Day treffen solche großen Zusammenhänge auf konkrete Technologien, Modelle und Gespräche vor Ort – am 30. Oktober im Generali Saal, mit Kaffee zwischendurch und ohne Anmeldeformular.