Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) bereitet sich auf eine bemerkenswerte Ausstellung im Botanischen Garten vor. Unter dem Titel „Hunger Kraut Hoffnung – Überleben in Zeiten der Not“ wird ab dem 29. Mai 2026 gezeigt, wie Pflanzen und botanisches Wissen in Krisen- und Kriegszeiten des 19. Jahrhunderts eine zentrale Rolle im Überleben der Bevölkerung spielten. Diese Ausstellung wurde von Forschenden der Hermann-Hoffmann-Akademie der JLU konzipiert und realisiert. Die Eröffnung findet am selben Tag um 13 Uhr statt und bietet Einblicke in historische Ereignisse und Überlebensstrategien, die durch die damalige Umstände geprägt waren.
Die Organisatorinnen der Ausstellung, Mara Laumbacher und Magali Bossau, haben ein Konzept entwickelt, das nicht nur die botanischen Aspekte beleuchtet, sondern auch die sozialen und kulturellen Herausforderungen der beschriebenen Zeit reflektiert. Die Förderungen solcher Ausstellungen sind entscheidend für das Verständnis und die Vermittlung historischer Zusammenhänge. Die Ausstellung ist vom 29. Mai bis 30. August 2026 während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 8 bis 18 Uhr zugänglich. Weitere Informationen sind über die Hermann-Hoffmann-Akademie zu erhalten.
Wichtige Details zur Ausstellung
- Eröffnung: 29. Mai 2026, 13 Uhr
- Ausstellungszeitraum: 29. Mai bis 30. August 2026
- Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 18 Uhr
- Kontakt: E-Mail: hermann-hoffmann-akademie
Die Ausstellung in Gießen findet in einem Kontext statt, der immer wichtiger wird: der Erhalt und die Pflege historischer Gärten und Kulturdenkmäler. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen (AGDS) fördert aktiv den Austausch über wichtige Themen der Bewahrung, Pflege und Vermittlung in der Gartendenkmalpflege. In jüngerer Zeit wurden zahlreiche Publikationen veröffentlicht, darunter Stellungnahmen zur Klimaanpassung für historische Gärten und den Personalbedarf für deren Pflege.
Diese Initiativen sind nicht nur ein Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes, sondern auch eine Antwort auf die Herausforderungen, die der Klimawandel an historische Gärten stellt. Weitere Materialien der AGDS können auf ihrer Webseite eingesehen werden, darunter auch Führer zu historischen Schlössern und Gärten in Deutschland, die einen breiten Überblick über das kulturelle Angebot geben.
Insgesamt zeigt die bevorstehende Ausstellung in Gießen, wie wichtig historisches Wissen über Pflanzen für das Überleben in schwierigen Zeiten war und welche Relevanz diese Themen auch heute noch besitzen. Die Verbindung von Wissenschaft und Geschichte stellt sicher, dass die Lehren aus der Vergangenheit auch zukünftige Generationen inspirieren können.