Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Reichenbach hat der symbolische Baubeginn für die Forschungsplattform für Kälte- und Energietechnik KETEC stattgefunden. Den Start markierte der erste Baggeraushub durch Ralf Uhlig. Erde, Maschinenlärm, ein ziemlich konkreter Moment: Nach mehr als zehn Jahren Planung wird aus dem Vorhaben langsam Baustelle.

Zur Vorstellung des Projekts kamen unter anderem Landrat Thomas Hennig, Landtagsabgeordneter Andreas Heinz, Oberbürgermeister Henry Ruß und Vertreter der Stadt. Betreiber des künftigen Forschungsstandorts wird die Technische Universität Chemnitz. Der Neubau soll einen Forschungsstandort im ländlichen Raum schaffen – und zwar für rund 32,8 Millionen Euro.

Forschungshalle als Herzstück

Die Erdarbeiten sollen bis Dezember 2026 abgeschlossen werden. Die Grundsteinlegung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Fördermittel kommen unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, INFRA/EFRE. Im Zentrum der Anlage steht eine Forschungshalle. Dazu kommen Seminarräume, Büros, Labore und eine Außenversuchsfläche.

Nach der Inbetriebnahme soll KETEC Forschung und Weiterentwicklung in der Kälte- und Energietechnik ermöglichen. Die Konzeption richtet sich dabei besonders an Klimaschutz und Energiewende, aber auch an neue Ansätze in Bildung und Digitalisierung. Das Verbundvorhaben umfasst 13 Teilprojekte: Untersucht werden Kältemittel und Kälteträger, ihre Einsatzmöglichkeiten sowie die Erzeugung, Speicherung und Verteilung pumpbarer Stoffsysteme mit Wassereis.

Weitere Themen sind die Rückkühlung von Kältemaschinen, thermische Speicher für Wärme und Kälte, Hochtemperatur-Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung – etwa aus Rechenzentren. Hinzu kommen die Optimierung des Systembetriebs zum Kühlen und Heizen, moderne mathematische Methoden sowie neue Lern- und Ausbildungsmethoden.

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Die Plattform soll ganz unterschiedliche Aufgabenstellungen abbilden können. Möglich sind Untersuchungen zur Funktion einzelner Komponenten, aber auch die Verschaltung mehrerer Komponenten. Dadurch werden systemtechnische und komplexe Untersuchungen sowie Optimierungen möglich. Reale und virtuelle Elemente können dabei miteinander kombiniert werden – also Laborwirklichkeit und digitale Modelle an einem Ort.

Von der Forschung in die Region

Professor Torsten Urbaneck von der TU Chemnitz nannte drei Ziele des Projekts: Die Kosten für die Erzeugung von Kälte und Wärme sollen sinken, Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland sollen gesichert werden, und KETEC soll Fachkräfte für den Standort gewinnen. Geplant ist die Zusammenarbeit mit ansässigen Unternehmen wie Thermofin und weiteren Maschinenbauunternehmen.

Gefördert wird das Verbundvorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Das Projektmanagement übernimmt der Projektträger Jülich, kurz PtJ. Als externe Internetseite ist ketec.online angegeben. Die Förderkennzeichen lauten 03SF0623A/B/C.

Das auf der TU-Chemnitz-Seite ausgewiesene Projekt lief vom 1. März 2021 bis zum 30. April 2025. Der nun beginnende Neubau in Reichenbach gehört zur langfristigen Entwicklung der Forschungsplattform. Ansprechpartner an der Professur Technische Thermodynamik sind Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Urbaneck, Projektkoordinator und Bereichsleiter Thermische Energiespeicher, sowie Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Richter, Leiter der Professur.

Ansprechpartner Telefon Fax
Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Urbaneck +49 371 531-32463 +49 371 531-832463
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Richter +49 371 531-38050 +49 371 531-838050

Zuständig ist die Professur Technische Thermodynamik an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz. Die Anschrift lautet Reichenhainer Straße 70, 09126 Chemnitz.

Wärmepumpen zwischen Labor und Wohnzimmer

Wie nah Forschung und Alltag beieinanderliegen, zeigt ein Advertorial, das am 26. August 2026 zuletzt aktualisiert wurde und eine Lesezeit von etwa drei Minuten angibt. Darin wird der fehlende Preisvergleich als häufiger Fehler beim Umstieg auf eine Wärmepumpe beschrieben. Die möglichen Folgen: unnötige Kosten, geringere Effizienz und längere Wartezeiten.

Die Preise auf dem Wärmepumpenmarkt sollen deutlich variieren. Wer Angebote nicht vergleicht, könnte laut dem Artikel mehrere Tausend Euro mehr bezahlen. Staatliche Förderungen und steuerliche Vorteile sollen den Einbau attraktiver machen; genannt werden Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, abhängig von den jeweiligen Voraussetzungen.

Der dort beworbene kostenlose und unverbindliche Wärmepumpen-Check soll nach wenigen Angaben zum eigenen Haus bis zu vier regionale Angebote liefern. Die Anbieter werden als vorab geprüft beschrieben. Außerdem soll der Check Hinweise geben, ob sich die Investition im jeweiligen Fall lohnt, welche Fördermöglichkeiten bestehen und welches Angebot das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die Durchführung soll etwa drei Minuten dauern; laut Advertorial haben bereits mehr als 100.000 Hausbesitzer den Service genutzt.

Finanziert wird der Service über Provisionen der beteiligten Fachfirmen und soll für Nutzer kostenlos und unverbindlich bleiben. Anbieter ist die betterbusiness GmbH. Zugleich weist der Text darauf hin, dass die Recherche zu Anbieterinformationen und Preisen mit größtmöglicher Sorgfalt erfolgt, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben aber nicht garantiert werden. Vor einem Vertragsabschluss sollen Interessierte Leistungen und Vertragsbedingungen direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.