Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Diese tragischen Ereignisse werfen bis heute viele Fragen auf, insbesondere in Bezug auf behördliches Versagen und politische Verantwortung. In Gedenken an die Opfer und zur Aufklärung dieser Geschehnisse wird das Theaterstück "AND NOW HANAU!" vom Theaterhaus Stuttgart aufgeführt, welches die Ereignisse der Mordnacht rekonstruiert und den Angehörigen sowie Überlebenden eine Stimme verleiht. Regie führt Tuğsal Moğul, der das Stück in enger Zusammenarbeit mit der "Initiative 19. Februar Hanau" entwickelte, die Aufklärung, Erinnerung und Gerechtigkeit fordert.

Am 17. Juni 2026 um 19 Uhr findet die Aufführung im Kommunalen Kunst- und Kulturzentrum (K9) in Konstanz statt. Nach der Vorstellung wird es ein Podiumsgespräch geben. Hier beleuchtet Sebastian Koos, Professor für Soziologie, die sozialen Folgen von Gewalttaten. Ergänzt wird er von Wolfgang Seibel, emeritierter Professor für Politik- und Verwaltungswissenschaft, der die Vorwürfe des Versagens von Sicherheits- und Ermittlungsbehörden thematisiert.

Die Eintrittspreise für die Veranstaltung betragen regulär 10 Euro, für ermäßigte Tickets 6 Euro. Es wird empfohlen, dass der Besuch des Stücks ab 17 Jahren geeignet ist. Diese bedeutende Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Theaterhaus Stuttgart, der Universität Konstanz und dem Exzellenzcluster „The Politics of Inequality“, der die politischen Ursachen und Folgen von Ungleichheit erforscht.

Für weitere Informationen zur Aufführung und den beteiligten Institutionen können Interessierte die Webseite der Universität Konstanz besuchen oder sich auf der Deutschen Digitalen Bibliothek umsehen.