Am 18. Juni 2026, zwischen 16:40 und 18:10 Uhr, wird Prof. Dr. Larysa Baraban ihre Antrittsvorlesung an der Technischen Universität Dresden halten. Unter dem Titel „Tiny Technologies for Big Medical Challenges“ präsentiert sie innovative Ansätze, die die Medizin revolutionieren könnten. Prof. Baraban, die seit Mai 2024 als Professorin für Medical Nanotechnology an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus tätig ist, zeigt in ihrem Vortrag die Potenziale von Nanomaterialien für klinische Anwendungen auf. Diese Versammlung findet im Fritz-Foerster-Bau statt und wird in Englisch abgehalten, gefolgt von einem Get-Together zum Kennenlernen.
Bereits die Einrichtung ihrer Professur, ermöglicht durch das Else Kröner Fresenius Zentrum (EKFZ) für Digitale Gesundheit und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), zeugt von einem starken Interesse an modernen Technologien zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Prof. Barabans Forschung konzentriert sich auf kosteneffiziente Werkzeuge für Point-of-Care- und klinische Diagnostik. Ihre Arbeiten basieren auf der Anwendung von Biosensoren, die eine präzise Erfassung biologischer Prozesse sowie die gleichzeitige Analyse mehrerer Biomarker in Echtzeit ermöglichen.
Herausforderungen in der Biosensor-Technologie
Biosensoren sind ein zentrales Element in der nanotechnologischen Forschung, und hier kommen auch die Entwicklungen von IKTS ins Spiel. Wissenschaftler dort arbeiten an keramischen Biosensoren, die aufgrund ihrer Langzeitstabilität und Bioverträglichkeit zunehmend Beachtung finden. Hochleistungskeramik wird für medizinische mikroelektromechanische Systeme (MEMS) und andere Anwendungen genutzt, die hohe Ansprüche an Stabilität und Zuverlässigkeit stellen. Besonders wichtig ist dabei die Immobilisierung von Biomolekülen, was eine Herausforderung darstellt.
Durch den Einsatz von integrierten funktionskeramischen Mikroelementen kann die Empfindlichkeit und Multiselektivität von Biosensoren erheblich gesteigert werden. Dies wird durch präzise Materialauswahl und die Optimierung der Oberflächenbeschaffenheit von Goldkontakten erreicht. Dabei wird die Rauigkeit um bis zu 50 Prozent gesenkt, um eine bessere Haftung und Langzeitstabilität zu gewährleisten.
Das Potenzial für die Krebsdiagnostik
Ein entscheidender Fokus von Prof. Barabans Forschung liegt auf der Entwicklung von Nanoelektronik, die speziell für individualisierte Krebsimmuntherapien ausgelegt ist. Dabei werden tragbare mikrofluidische Biosensorsysteme angestrebt, die eine engmaschige Überwachung von Patient:innen nach Operationen ermöglichen. Diese Technologien könnten künftig neue Möglichkeiten für die Krebsdiagnostik und die kontinuierliche Therapieüberwachung eröffnen.
Die Vorlesung verspricht somit nicht nur spannende Einblicke in die Welt der Nanotechnologie in der Medizin, sondern könnte auch zur weiteren Diskussion anregen, wie solche Technologien in der praktischen Anwendung einen Mehrwert schaffen können. Interessierte sind eingeladen, sich über die Webseite der TU Dresden anzumelden und Teil dieser wegweisenden Veranstaltung zu werden.