Zum Semesterbeginn füllt sich Würzburg wieder mit Studierenden. Im Herbst und im Frühjahr wird es dadurch auf dem Wohnungsmarkt eng, die Nachfrage schießt nach oben – und mit ihr steigen die Mieten teilweise überdurchschnittlich. Wer kurzfristig zugelassen wurde, steht nicht selten erst einmal ohne Zimmer da. Studentenwohnheime können dann eine günstigere Möglichkeit sein, allerdings unterscheiden sich Preise, Ausstattung und Bewerbungsverfahren deutlich.

Wer sich beim Studierendenwerk Würzburg bewirbt, braucht zwei Dateien: einen Scan des Personalausweises oder Reisepasses sowie eine aktuelle Immatrikulations- oder Studienbescheinigung. Liegt die Immatrikulation noch nicht vor, wird alternativ der aktuelle Zulassungsbescheid akzeptiert. Jede Datei darf höchstens 850 kB groß sein und muss als PDF, JPG oder PNG vorliegen. Das Online-Formular soll von oben nach unten in der vorgegebenen Reihenfolge ausgefüllt werden; auch die Groß- und Kleinschreibung sollte stimmen.

Wohnheime mit vergleichsweise günstigen Zimmern

Bei der Studentenburse e.V. ist die Immatrikulation an der Universität oder an einer der beiden Hochschulen Voraussetzung. Die Bewerbung läuft online über die jeweilige Wohnheimseite oder schriftlich bei der Heimleitung. Im Edith-Stein-Haus in der Martin-Luther-Straße kostet ein Einzelzimmer 85 Euro zuzüglich 178 Euro Nebenkosten. In der Thomas-Morus-Burse in der Hofstallstraße liegen Einzelzimmer bei 117 bis 161 Euro plus 221 Euro Nebenkosten, in der Karlsburse in der Peter-Schneider-Straße bei 192 Euro plus 149 Euro Nebenkosten.

Das Ferdinandeum in der Schlörstraße bietet Einzelzimmer für 121 bis 288 Euro plus 205 Euro Nebenkosten sowie Appartements für 224 bis 273 Euro plus 205 Euro Nebenkosten. Im Georg-Häfner-Haus in der Mönchbergstraße kosten Zimmer 91 bis 231 Euro plus 228 Euro Nebenkosten; ein Apartment wird mit 331 Euro Nebenkosten angegeben.

Im Frauenland, am Rand des ehemaligen US-Hospital-Areals, liegt das Studentenwohnheim des BLLV e.V. Von der Dachterrasse reicht der Blick über Altstadt, Festung und Käppele. Die Einzelzimmer sind 16 bis 19 Quadratmeter groß. In der Marianhillstraße 6 werden 199,50 bis 319,50 Euro plus 100 bis 120 Euro Nebenkosten fällig.

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Auch der CVJM Würzburg hat eine überschaubare Option: 18 Zimmer auf zwei Stockwerken, dazu Gemeinschaftsbäder, Gemeinschaftsküchen und eine große Dachterrasse mit Grill. Das CVJM-Wohnheim am Wilhelm-Schwinn-Platz kostet 270 bis 370 Euro.

Das Adam-Stegerwald-Haus in der Gneisenaustraße wurde 1981 unter der Trägerschaft der FDS-Stiftung errichtet. Die Stiftung bietet geförderten Wohnraum für Studierende deutscher Hochschulen. Im Heimgarten wurde 2023 saniert. Zur Ausstattung gehören 194 Einzelzimmer, 70 Doppelapartments, 15 Zwei-Zimmer-Apartments und eine Vier-Personen-WG. Bewerbungen gelten für das laufende Semester, die Kaution beträgt 600 Euro. Ein Platz kostet 357,73 bis 550,53 Euro einschließlich Nebenkosten, Internet- und TV-Anschluss.

Studierendenwerk: viele Standorte, Online-Bewerbung

Das Studierendenwerk bietet Einzelappartements sowie 2er- bis 5er-WGs an. Zusätzlich fällt eine Kaution an, die Bewerbung ist ausschließlich online möglich. Für Zimmer im Sommersemester sind die Wartezeiten meist kürzer. Die monatlichen Preise reichen je nach Standort von 269 bis 499 Euro: Am Galgenberg werden 279 bis 298 Euro verlangt, am Hubland 307 Euro, im Internationalen Haus in der Friedenstraße 288 bis 350 Euro, am Josef-Martin-Weg 368 bis 421 Euro und in der Josef-Schneider-Straße 269 bis 369 Euro.

Im Klara-Oppenheimer-Weg liegen die Preise bei 401 bis 499 Euro, in der Landsteinerstraße bei 393 bis 477 Euro. Die Zimmer in der Leo-Weismantel-Straße kosten 279 bis 330 Euro, jene in der Peter-Schneider-Straße 318 bis 359 Euro. Für den Straubmühlweg 11 werden 305 bis 313 Euro genannt, für die Zürnstraße 326 bis 345 Euro.

Nach dem Absenden der Bewerbung kommt eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst wenn dieser fristgerecht angeklickt wird, kann die Bewerbung bearbeitet werden; ohne rechtzeitige Bestätigung ist sie ungültig. Die Nachricht kann im Spam-Ordner landen. Deshalb sollte die Domäne des Studierendenwerks Würzburg, „@swerk-wue.de“, schon vor dem Absenden als vertrauenswürdiger beziehungsweise sicherer Absender hinterlegt werden.

Auf dem ehemaligen US-Kasernenareal Leighton Barracks nahe dem Campus Hubland liegt das „Green Living Inn“. Dort gibt es 189 geförderte Wohnplätze für BAföG-Empfänger. Die Wohnungen sind möbliert und ausgestattet, angeboten werden Einzelappartements sowie 2er-, 3er- und 5er-WGs. In der Rottendorfer Straße/Zweierweg kostet der Platz 273,78 Euro plus 170 Euro Nebenkosten. Darin enthalten sind Möblierung, Fahrradstellplatz und Internetzugang. Die Kaution beträgt drei Kaltmieten plus 50 Euro für einen Transponder.

Private Häuser und weitere Adressen

Private Träger bieten neu gebaute und moderne Wohnplätze an; nach Angaben des Artikels gibt es dort meist keine langen Wartezeiten. Das Studentenhaus Würzburg liegt zwischen Universität und FH. Ein-Zimmer-Apartments kosten 200 bis 340 Euro plus Nebenkosten, Plätze in 2er- bis 6er-WGs 115 bis 600 Euro plus Nebenkosten.

Am Casteller Platz 3–4 und in der Bertha-von-Suttner-Straße 1–3 befinden sich 522 Apartments in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die Preise liegen bei 465 bis 535 Euro plus 140 Euro Nebenkosten. „Die Semmel“ in der Semmelstraße 16 verlangt 295 bis 480 Euro plus 110 Euro Nebenkosten.

Weitere Adressen sind das St.-Michael-Wohnheim des Missionsärztlichen Instituts in der Salvatorstraße 7, das Haus St. Lioba von IN VIA Würzburg e.V. am Berliner Platz 3 und 4 sowie das Haus Antonia Werr am Haugerring 9. Haus St. Lioba und Haus Antonia Werr richten sich ausschließlich an Studentinnen.

In Würzburg bieten außerdem zahlreiche Studentenverbindungen Wohnmöglichkeiten an. Laut Artikel richten sich diese Wohnheime überwiegend an männliche katholische Studenten. Finanzielle Unterstützung ehemaliger Mitglieder ermöglicht unter anderem die günstigeren Preise. Bei KSTV Normannia und Alemannia Makaria werden 200 bis 300 Euro genannt, bei Teutonia 200 Euro inklusive Nebenkosten. Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Gothia liegt bei 154 bis 231 Euro. Das Studentenwohnheim des Markomannensozialwerkes e.V. kostet etwa 180 bis 230 Euro inklusive Nebenkosten und Internet.

Die Wohnraumsuche bleibt trotzdem ein kleines Geduldsspiel. Wer Geld überweist, sollte besonders vorsichtig sein: Die Universität Würzburg warnt vor Trickbetrügern im Internet und rät, keine hohen Kautionssummen im Voraus zu überweisen. Auf ihrer Webseite stellt die Universität Informationen, Webseiten und Wohnungsangebote Dritter bereit, vermittelt aber selbst keine Wohnungen. Für die Inhalte der jeweiligen Angebote ist sie nicht verantwortlich, sie übernimmt keine Gewähr für den Erfolg einer Wohnungsvermittlung und haftet weder für die Angaben potenzieller Vermieter noch für Schäden, die aus deren Nutzung entstehen.