Am 12. Mai 2026 fand in Berlin die feierliche Verleihung der Alexander von Humboldt-Professuren statt. Dabei wurden sieben herausragende internationale Forscher*innen ausgezeichnet, die zum Studium und zur Forschung an deutsche Hochschulen wechseln werden. Unter den Preisträger*innen ist Prof. Dr. Michael Moehler, anerkannter analytischer Philosoph von der Virginia Tech in den USA. Er wurde von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) für die Auszeichnung vorgeschlagen und wird seinen neuen Bildungsauftrag im Bereich Philosophy, Politics, and Economics (PPE) ausüben.

Die Humboldt-Professur ist nicht nur eine Ehrung für wissenschaftliche Exzellenz, sondern auch eine Investition in die Zukunft des deutschen Wissenschaftsstandorts. Stiftungspräsident Robert Schlögl betonte die nachhaltige, strukturbildende Wirkung dieser Professuren, durch die Hochschulen strategisch verstärkt und im internationalen Wettbewerb profiliert werden können. Deutschland hat sich bereits als ein Magnet für internationale Wissenschaftler*innen etabliert, mit über 80.000 internationalen Forscher*innen, die hier tätig sind. Mehr als 90% der Humboldt-Professor*innen bleiben auch nach Ablauf der Förderung in Deutschland aktiv.

Die Preisträger*innen im Überblick

  • Christopher Barner-Kowollik (Chemie) – Queensland University of Technology, Australien, an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Sebastian Deindl (Strukturbiologie) – Uppsala University, Schweden, an die Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Simon Elsässer (Zellbiologie) – Karolinska Institutet, Schweden, an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Sahika Inal (Bioengineering) – King Abdullah University of Science and Technology, Saudi-Arabien, an die Technische Universität Dresden
  • Reinhard Maurer (Theoretische Chemie) – University of Warwick, Vereinigtes Königreich, an die Georg-August-Universität Göttingen
  • Michael Moehler (Philosophy, Politics, and Economics) – Virginia Tech, USA, an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Michael Weber (Wirtschaftswissenschaften) – University of Chicago, USA, an die ESMT Berlin

Für viele dieser Wissenschaftler*innen ist die Alexander von Humboldt-Professur nicht nur eine prestigeträchtige Auszeichnung, sondern auch eine hervorragende Möglichkeit, umfassende Forschung in Deutschland zu fördern. Die Dotierung der Professur beträgt bis zu fünf Millionen Euro für experimentell arbeitende Wissenschaftler*innen und dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende. Diese finanzielle Unterstützung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Strategische Bedeutung für Nordrhein-Westfalen

Die Auswahl von Michael Moehler ist von besonderer Bedeutung für die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes hebt die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen hervor. Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der HHU, äußert ihre Freude über die Auswahl und betont, wie wichtig die Stärkung des Studiengangs in Philosophy, Politics, and Economics ist. Seit 2018 wird an der Hochschule ein Masterstudiengang in diesem Bereich angeboten, welcher durch die Ankunft von Moehler weiter profitieren wird.

Insgesamt verdeutlicht die Preisverleihung, dass Deutschland bestrebt ist, seiner Position als führender Wissenschaftsstandort weiterhin gerecht zu werden. Jedes Jahr ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen Aufenthalt in Deutschland, was zur internationalen Vernetzung und Förderung der Wissenschaft beiträgt. Die Humboldt-Professuren sind daher nicht nur ein Zeichen der Anerkennung, sondern auch ein entscheidender Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten und international vernetzten Forschung.

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Zu den Highlights der Preisverleihung gehörte die Betonung der Wissenschaftsfreiheit, die in Deutschland als ein unverzichtbares Gut betrachtet wird, jedoch nicht als selbstverständlich angesehen werden darf. Die Humboldt-Stiftung setzt sich mit dieser Auszeichnung für eine kontinuierliche Unterstützung und Förderung herausragender Wissenschaftler*innen und deren exzellenter Forschungsarbeit ein.

[humboldt-foundation.de] berichtet, dass seit der Einführung der Humboldt-Professur bisher 135 Wissenschaftler*innen ernannt wurden, was die hohe Nachfrage und das anhaltende Interesse an dieser prestigeträchtigen Auszeichnung widerspiegelt. Diese Entwicklungen sind entscheidend für die Schaffung von Zentren für exzellente, internationale und interdisziplinäre Forschung in Deutschland und stärken somit die wissenschaftliche Landschaft des Landes.