Am 19. Juni 2026 fand an der FernUniversität in Hagen ein spannender Politischer Salon statt, der sich mit den vielfältigen Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt beschäftigte. Unter der Moderation von Dr. Annabell Bils und Tobias Prinz kamen Vertreter aus Wissenschaft, Stadtverwaltung und Wirtschaft zusammen, um über die Herausforderungen und Chancen der KI zu diskutieren. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Theater Hagen sowie dem Emil Schumacher Museum und dem Osthaus Museum stattfand, verkörperte den technischen Wandel durch den sprechenden Roboter Temi, der das Publikum begrüßte.

In der Eröffnungsrede betonte Prof. Dr. Claudia de Witt, Prorektorin für Lehre, Studium und KI, dass die Hochschule innerhalb von drei Jahren durch die Integration von KI eine ganz neue Wahrnehmung erfahren wird. De Witt warnte, dass eine Transformation der Arbeitswelt bevorstehe, die jedoch nicht in einem massenhaften Arbeitsplatzabbau resultieren werde. Vielmehr geht es um eine Anpassung an die neuen Technologien. Im Rahmen der Veranstaltung kündigte die FernUniversität an, verpflichtende KI-Schulungen für alle Beschäftigten einzuführen, um sie auf den bevorstehenden Wandel vorzubereiten.

Die Veränderung der Arbeitswelt durch KI

Wie sich aus verschiedenen Berichten herauslesen lässt, sind die Fortschritte im Bereich der KI bedeutende Treiber des Wandels in der Arbeitswelt. Die Digitalisierung führt zu Veränderungen in Berufsbildern und Arbeitsformen, wobei insbesondere Automatisierung und Vernetzung eine zentrale Rolle spielen. Prognosen deuten darauf hin, dass KI tiefgreifende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird, wobei befürchtete Arbeitsplatzverluste gegen neue Tätigkeitsfelder stehen. Dabei wird KI als ein Konzept betrachtet, das Maschinen Intelligenz und Lernfähigkeit verleiht, was allerdings nicht leicht zu definieren ist, wie einige Experten warnen berichtet.

Während des Salons äußerte Matthias Böhm von der Stadtverwaltung Hagen, dass KI nicht dazu bestimmt sei, menschliche Entscheidungen zu ersetzen, sondern vielmehr Dienstleistungen zu verbessern. Ein Beispiel ist der geplante Einsatz eines Chatbots zur Beantwortung von Standardfragen in der Verwaltung. Prof. Dr. Matthias Thimm thematisierte die Entwicklung der KI und warnte vor übertriebenen Erwartungen an die Technologien.

Auch Marcel Colley, Senior Cloud Architect, stellte Fragen zur digitalen Souveränität der EU und zur Abhängigkeit von großen Technologiekonzernen aus den USA. Er betonte die Dringlichkeit, sich aktiv mit den Auswirkungen von KI auseinanderzusetzen und kontinuierlich dazuzulernen. Maren Cordes, eine Studentin der FernUniversität, wies darauf hin, dass KI nicht die menschliche Interaktion in der frühen Bildung ersetzen könne, forderte jedoch einen reflektierten Umgang mit den neuen Technologien.

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Chancen und Risiken durch KI

Die Auswirkungen von KI in verschiedenen Branchen sind bereits spürbar. Zahlreiche Unternehmen sehen Potenzial in der Technologie, zögern jedoch oft bei der Implementierung, da der Einschätzungsrahmen hinsichtlich lohnenswerter Anwendungen unklar bleibt. Auf dem Arbeitsmarkt ist der Einfluss von KI aktuell noch gering, viele Unternehmen haben erst in den letzten Jahren damit begonnen, KI in ihren Prozessen zu nutzen. So zeigen Studien, dass bis 2019 lediglich sechs Prozent der Unternehmen in Deutschland KI implementiert hatten berichtet.

Gastredner Andreas Rittinghaus, Geschäftsführer der HAIT GmbH, beleuchtete die Notwendigkeit, junge Menschen auf die kommenden Veränderungen und den Arbeitsmarkt der Zukunft vorzubereiten. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen befinden sich bereits mitten in einer industriellen KI-Revolution, wovon auch Berufe in der Finanzindustrie, im Marketing und in der Medizin betroffen sind. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability hob hervor, dass der Einsatz von KI vor allem Routineaufgaben und die Verarbeitung großer Datenmengen betreffen wird.

Letzten Endes bleibt abzuwarten, wie stark sich der Arbeitsmarkt durch KI verändern wird. Während einige Studien sogar prognostizieren, dass bis zu zwei Drittel der Arbeitsplätze potenziell betroffen sein könnten, betonen Experten, dass insbesondere Tätigkeiten mit zwischenmenschlicher Interaktion nicht auf den Kopf gestellt werden. Es ist klar, dass der Einsatz von KI sowohl Chancen als auch Risiken birgt und eine gute Regulierung nötig ist, um diese Balance zu halten.