Biophysiker Detlev Riesner feiert 85 Jahre voller Innovationen!
Am 9. Juni 2026 feiert Detlev Riesner, ein herausragender Biophysiker und emeritierter Lehrstuhlinhaber, seinen 85. Geburtstag. Seine Karriere ist geprägt von bedeutenden wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolgen, die nicht nur die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) bereichert haben, sondern auch die Biotechnologiebranche insgesamt. Riesner, der lange als Hochschulrat und Ehrensenator der HHU tätig war, hat besonders zur Gründungskultur der Universität beigetragen und wird von der Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck für seinen unermüdlichen Einsatz gewürdigt.
Als Mitgründer von QIAGEN N.V. im Jahr 1984 hat Riesner einen Kopf für Biotechnologie bewiesen, der ihm großes Ansehen eingebracht hat. Das Unternehmen gilt heute als führend im Bereich der Molekulardiagnostik. Riesners Engagement für den Technologietransfer und die Etablierung von Unternehmensgründungen an der HHU hebt ihn von anderen Wissenschaftlern ab. Dies wird auch von der Prorektorin für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Andrea Icks, hervorgehoben, die seinen Einfluss auf das Unternehmertum an der Universität betont.
Wissenschaftliche Wurzeln und Karriere
Detlev Riesner wurde 1941 in Stettin geboren und absolvierte sein Abitur am Essener Burggymnasium im Jahr 1960. Sein Studium der Physik und Biophysik in Hannover schloss er mit der Promotion 1970 ab, gefolgt von einer Habilitation in Biophysikalischer Chemie und Molekularbiologie im Jahr 1974. Diese fundierte Ausbildung bereitete ihn optimal auf seine späteren Forschungsschwerpunkte vor: Viroiden und, ab den 1990er Jahren, Prionen und die damit verbundenen neurodegenerativen Erkrankungen.
Riesner hatte zunächst eine Professur an der Technischen Hochschule Darmstadt inne und wechselte 1980 an die HHU. Dort war er nicht nur als Professor und Direktor des Instituts für Physikalische Biologie tätig, sondern übernahm auch Funktionen als Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie als Prorektor für Forschung. Seine Mitgliedschaft im Hochschulrat der HHU dauerte bis 2017 an, und 2018 erhielt er zusammen mit seiner Frau die Ehrensenatorenwürde der HHU.
Einfluss auf den Technologietransfer
Neben seiner Lehrtätigkeit hat Riesner auch als Berater für biotechnologische Unternehmen gewirkt und Vorträge zur molekularen Medizin gehalten. Sein Wirken entspricht den aktuellen Forderungen, die auch im Positionspapier von BIO Deutschland e.V. zu finden sind. Dieses betont die Bedeutung des Technologietransfers in der Biotechnologie und schlägt Maßnahmen vor, um die Innovations- und Gründungskultur in deutschen Hochschulen zu stärken.
Im Bereich des Technologietransfers wird festgehalten, dass Hochschulen und Forschungseinrichtungen entscheidend für die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen sind. Maßnahmen wie die Förderung unternehmerischer Denkweisen und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ausgründungen sind nur einige der im Positionspapier genannten Ansätze, die die Notwendigkeit einer engen Verbindung zwischen Wissenschaft und Industrie unterstreichen.
Detlev Riesner hat im Laufe seiner Laufbahn zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Max-Planck-Forschungspreis und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Mit seiner Expertise trägt er weiterhin zur Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft bei. So hat er 2017 die Priavoid GmbH gegründet, die sich auf Therapien für neurodegenerative Erkrankungen fokussiert.
In einer Welt, die sich ständig wandelt, bleibt detlev Riesner ein bemerkenswerter Pionier im Bereich der Biophysik. Er ist nicht nur ein Wissenschaftler, sondern auch ein führender Kopf für Innovationen, der die Gründung von Unternehmen in seiner Heimatregion und darüber hinaus fördert. Die Heinrich-Heine-Universität und die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft profitieren nachhaltig von seinem Engagement.
HHU berichtete, dass …
Wikipedia führt aus, dass …
BIO Deutschland hebt hervor, dass …
