Düsseldorfer Weihnachtsmärkte 2026: Neue Attraktionen, Preise und Wege durch die Innenstadt
Wer am Donnerstag, 19. November 2026, über den Campus der HHU Düsseldorf hinaus in die Innenstadt fährt, landet ziemlich schnell mitten im Weihnachtsmarkttrubel. Bis Mittwoch, 30. Dezember, verteilen sich die zentralen Marktbereiche über die Altstadt, das Rheinufer und die Einkaufsmeilen. Es riecht nach Glühwein, gebrannten Mandeln und kalter Novemberluft; an Adventswochenenden wird es in den Gassen allerdings eng.
Offiziell gibt es 2026 sechs zentrale Standorte. Die Zahl wirkt auf den ersten Blick etwas niedriger als im Vorjahr: 2025 wurden sieben Themenmärkte genannt. Der Handwerkermarkt am Marktplatz und der Bereich an der Flinger Straße, die damals getrennt gezählt wurden, bilden nun gemeinsam den „Altstadt-Markt“. Räumlich bleiben es trotzdem zwei Standorte. „The Winter Village“ auf der Königsallee findet weiterhin statt, wird separat organisiert und zählt nicht zu den sechs zentralen Standorten. Je nach Quelle kann die Standortzahl deshalb anders aussehen.
Neue Ideen zwischen Altstadt und Rheinufer
Die Altstadt Marketing GmbH betreibt 2026 sowohl den Marktplatz als auch den Bereich an der Flinger Straße und bündelt beide unter dem Namen „Altstadt-Markt“. Auf dem historischen Marktplatz warten Handwerksstände mit Schnitzereien, Kerzen und Geschenkideen, dazu ein festlich geschmückter Baum und ein Karussell für Kinder.
Roncalli baut seine Weihnachtspromenade am Rheinufer aus: Ein Grand Café kommt dazu, außerdem ein Fotoautomat in einem Oldtimer und eine neue Keramik-Glühweintasse. Geschmückte Foodtrucks und Pop-up-Restaurants gehören ebenfalls zur Promenade, mit Blick aufs Wasser. Auf der Schadowstraße sollen zusätzliche Hütten aufgestellt werden. Am Gustaf-Gründgens-Platz gibt es erstmals einen Weihnachtsbriefkasten für Kinder.
In diesen Briefkasten dürfen Briefe und Wunschzettel an den Weihnachtsmann. Wer eine Antwort möchte, muss Absenderadresse und ausreichende Frankierung angeben. Der Weihnachtsmann soll während der Weihnachtsmarktzeit sonntags vorbeikommen, für den 6. Dezember ist außerdem der Nikolaus angekündigt. Dazu kommen Kinder-Geocaching, Kasperletheater, von Düsseldorfer Grundschulen geschmückte Tannenbäume, Kerzentauchen, Mitsing-Angebote und Märchenvorlesungen.
Am Burgplatz steht das „Wheel of Vision“ vom 23. Oktober 2026 bis 3. Januar 2027. Das Riesenrad ist 55 Meter hoch und hat 42 geschlossene, beheizbare Gondeln. Bis zu acht Personen passen in eine Gondel. Eine reguläre Fahrt kostet 9 Euro, Kinder unter 1,40 Meter zahlen 6 Euro, Kinder bis einschließlich drei Jahre fahren kostenlos. Zwischen Altstadt und Rheinufer gelegen, ist das Riesenrad kaum zu übersehen.
Auf dem Corneliusplatz beginnt „Kö on Ice“ am 6. November und läuft bis 10. Januar 2027. Erwachsene zahlen fürs Eislaufen 9 Euro, Kinder unter elf Jahren 6 Euro; der Schlittschuhverleih kostet 6 Euro. Von dort führt der Weg weiter zur Königsallee und zum „The Winter Village“, über dessen Kö ein Lichterdom hängt. Ihn gibt es seit zehn Jahren.
Öffnungszeiten, Preise und ein Sonntag zum Shoppen
Sonntag bis Donnerstag öffnen die zentralen Märkte von 11 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 21 Uhr. Am Heiligabend, 24. Dezember, ist von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Am 26. Dezember laufen die innerstädtischen Märkte von 14 bis 21 Uhr, Roncallis Weihnachtspromenade schließt bereits um 20 Uhr. Geschlossen bleibt am Totensonntag, 22. November, sowie am 1. Weihnachtstag, 25. Dezember. Der Eintritt zu den Märkten ist kostenlos; Riesenrad und Eisbahn kosten extra.
Glühwein gibt es 2026 voraussichtlich ab etwa 5 Euro pro Tasse, Kakao kostet etwa 4,50 Euro. Laut WDR sollen die Preise für Glühwein und Kakao stabil bleiben. Einen einheitlichen Glühweinpreis gibt es aber nicht: Je nach Stand und Markt kann es teurer oder günstiger werden, auch die Pfandbeträge unterscheiden sich. Für Mandeln, Reibekuchen, Pommes und andere Speisen gelten ohnehin wechselnde Preise.
Am Sonntag, 29. November 2026, dürfen Geschäfte in Stadtmitte, Altstadt und Carlstadt von 13 bis 18 Uhr öffnen. Ob ein bestimmtes Geschäft tatsächlich aufmacht, entscheidet der jeweilige Händler. In der Nordstraße in Pempelfort ist am zweiten Advent ebenfalls ein verkaufsoffener Sonntag geplant.
Mit Bahn, Bus oder Park-and-Ride
Für mehrere Märkte empfiehlt sich die Anreise mit Bus und Bahn. Die Heinrich-Heine-Allee liegt zentral zwischen Altstadt, Königsallee und Rheinufer und eignet sich als Ausgangspunkt für einen Rundgang; Altstadt, Rheinufer, Königsallee und Kö-Bogen sind von dort zu Fuß erreichbar. Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof fahren mehrere Stadtbahnlinien direkt zur Heinrich-Heine-Allee, die Fahrt dauert wenige Minuten. Geeignet sind außerdem die Haltestellen Schadowstraße und Benrather Straße, mehrere Buslinien fahren in Richtung Innenstadt und Altstadt. Auch aus Köln, Essen und anderen Städten ist die Anreise ohne Auto möglich.
Wer mit dem Auto kommt, sollte an Adventswochenenden nicht zu knapp kalkulieren. In der Innenstadt sind freie Parkplätze dann rar. Das städtische Parkleitsystem zeigt verfügbare Plätze in den Parkhäusern an; die aktuelle Auslastung sollte man vor der Fahrt prüfen.
Am Flughafen gibt es für P13 ein Park-&-Ride-Kombiticket mit Weiterfahrt im öffentlichen Nahverkehr. Das Provinzial-Parkhaus am Hohensandweg 41 kann am 5., 12. und 19. Dezember jeweils von 10 bis 22 Uhr kostenlos genutzt werden. Von dort geht es per Bus oder Stadtbahn weiter in die Innenstadt. Weitere Park-and-Ride-Möglichkeiten gibt es unter anderem in Hamm, am Südfriedhof und am Südpark.
Auch außerhalb der zentralen Märkte ist einiges los
Am Schloss Benrath findet der Markt an den Adventswochenenden auf dem Vorplatz statt: freitags von 14 bis 21 Uhr, samstags von 11 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr. Am Totensonntag bleibt er geschlossen.
Die Nordstraße in Pempelfort ist vom 19. November bis 23. Dezember täglich von 11:30 bis 20 Uhr geöffnet. Dort gibt es Kunsthandwerk, handgefertigte Produkte und südamerikanische Spezialitäten. Der Markt ist seit 20 Jahren in Düsseldorf etabliert. Für Kinder sind Stelzenläuferinnen, Dosenwerfen, Hüpfburgen und Luftballonmodellage vorgesehen; an jedem Adventssonntag gibt es ein Sonderprogramm.
Vor den Düsseldorf Arcaden in Bilk bleibt der Markt kompakt: Stände, Kinderkarussell und Glühwein auf dem Vorplatz. Auf dem Münsterplatz in Derendorf leuchtet vom 19. November bis 23. Dezember der „Markt der Tausend Lichter“. Montag bis Freitag läuft er von 14 bis 22 Uhr, samstags und sonntags ab 12 Uhr. Der Platz wird mit tausenden Lichtern beleuchtet und gilt unter anderem als Treffpunkt für Feierabend-Glühwein.
In Düsseldorf-Rath lockt der Adventszauber vom 19. November bis 23. Dezember täglich von 12 bis 22 Uhr mit Gastronomie und Eisstockschießen. Gruppen können Ski-Gondeln für bis zu sechs Personen mieten. Glühwein-Lieferung in die Gondel kostet ab 199 Euro. Am Totensonntag ist auch dieser Markt geschlossen.
Die Innenstadt wird in der Weihnachtszeit besonders stark besucht. Im Vorjahr kamen rund drei Millionen Menschen zum Weihnachtsmarkt in der Innenstadt, zugleich registriert das Stadtmarketing zunehmende Hotelbuchungen. Geplante Werbe- und Plakatkampagnen in den USA, Großbritannien und Spanien sollen zusätzliche Besucher aus dem Ausland anziehen.
Öffentliche Toiletten und City-Toiletten gibt es in der Innenstadt. Informationen zur Barrierefreiheit stellen die Stadt und Düsseldorf Tourismus bereit; die zentralen Marktbereiche sind grundsätzlich barrierearm angelegt. Und wer sich vor dem Losgehen noch durch Öffnungszeiten und Lagepläne klickt: Weihnachtsmarkt-in-Duesseldorf.de ist ein unabhängiges Initiativprojekt von rimVERLAG und redaktion-i-media, nach eigenen Angaben in elf Sprachen verfügbar und mit jährlich über 1.000.000 Seitenaufrufen. Die Website informiert über Lage, Öffnungszeiten und Highlights der Düsseldorfer Weihnachtsmärkte, übernimmt für ihre Angaben
