Am 23. April 2026 hieß es wieder: Neuigkeiten für die nächsten Generationen! Die Universität Marburg nahm am bundesweiten Girls‘ Day und Boys‘ Day teil, um Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in verschiedene Studien- und Berufsfelder zu ermöglichen. Dieses Jahr lag der Fokus besonders auf innovativen Fachbereichen, wie Physik, Chemie und synthetischer Biologie, aber auch auf den immer wichtiger werdenden Bereichen wie Garten- und Landschaftsbau.

Die Veranstaltung umfasste ein breites Spektrum an Aktivitäten. So konnten die Teilnehmerinnen beim Girls’ Day im Labor arbeiten und erlernten, ein grün fluoreszierendes Protein (GFP) aus Bakterien aufzubereiten. Ein entscheidender Schritt dabei war die Bestimmung der Protein-Konzentration mithilfe eines Bradford-Assays. Zudem erlebten sie spannende Workshops wie „Von der Werkstatt ins Labor: Dein Tag in der Welt der Physik!“ oder „Programmieren in den Naturwissenschaften“. Dieses Angebot fördert das Entdecken von Interessen, ganz unabhängig von Geschlechterklischees, und ermöglicht den Jugendlichen, eigene Stärken zu erkunden.

Einblicke in verschiedene Berufe

In Marburg nahmen auch die Bürgermeisterin Nadine Bernshausen und weitere städtische Mitarbeiter am Event teil, wobei insgesamt 50 Mädchen und 60 Jungen an den jeweiligen Veranstaltungen teilnahmen. Während die Jungen im „Haus der Jugend“ Berufsbereiche wie Erziehung, Pflege und technische Assistenz kennenlernen durften, erhielten die Mädchen Einblicke in 16 verschiedene Fachdienste der Stadtverwaltung. Auch hier wurde der Fokus darauf gelegt, dass alle Berufe frei von Rollenerwartungen und Geschlechterklischees erlebbar sind.

Besonders interessant für die Jungen war die Möglichkeit, verschiedene Fachdienste wie Kinderbetreuung zu erkunden. Dazu gehörte beispielsweise ein praktischer Einblick in die Arbeit von Erzieher*innen und Fachkräften für Bürokommunikation. Diese Erfahrungen erweitern das Berufswahlspektrum, insbesondere in Bereichen, die traditionell von Männern unterrepräsentiert sind.

Kreative Lösungen für die Zukunft

Die übergreifende Zielsetzung der Aktionstage ist es, Geschlechterklischees bei der Berufswahl aufzulockern und den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Berufswege zu wählen, die ihren persönlichen Interessen und Talenten entsprechen. Immerhin gibt es in Deutschland einen hohen Fachkräftemangel in Berufen, die eher mit einem Geschlecht assoziiert werden. So sind Frauen in technischen und Ingenieursberufen stark unterrepräsentiert, während in sozialen Berufen oft männliche Fachkräfte fehlen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, dass solche Veranstaltungen wie der Girls‘ Day und Boys‘ Day nicht nur einmal im Jahr stattfinden, sondern als kontinuierliche Unterstützung für eine klischeefreie Berufswahl dienen.

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Insgesamt ist der Austausch von Praktiken und das Kennenlernen verschiedener Berufe ein Schritt in die richtige Richtung, um junge Menschen dazu zu ermutigen, ihren Berufswunsch unabhängig von tradierten Geschlechterrollen zu gestalten. Die Universität Marburg, begleitet von der Stadtverwaltung, hat mit diesem Tag einen wertvollen Beitrag geleistet.

Für weitere Informationen und Eindrücke der Veranstaltungen besuchen Sie die Artikel auf uni-marburg.de, marburg.de und zdfheute.de.