Was passiert am 13. Juni in Kaiserslautern? Bei der „Langen Nacht der Kultur“ wird das interdisziplinäre Kunstprojekt „Netzwerk:N – Quanten:LICHT!“ von Lichtkünstler Ingo Bracke die Stadt in ein faszinierendes Licht tauchen. Dieses innovative Projekt zielt darauf ab, die Quantenforschung für Laien erlebbar zu machen und verbindet Kunst mit Wissenschaft. Dabei werden eindrucksvolle Lichtinstallationen, Projektionen und Performances präsentiert, die mit der Arbeitsgruppe von Professor Artur Widera an der RPTU Kaiserslautern-Landau sowie dem EU-Projekt UpQuantVal kooperieren.

Die Installation „Quanten:LICHT!“ wird an der Ostfassade des Kaiserslauterer Rathauses umgesetzt und thematisiert aktuelle Entwicklungen in der Quantenforschung. Sie zeigt eindrucksvoll, wie das unsichtbare Geschehen in den Laboren der RPTU, einschließlich Laboraufnahmen und experimentellen Messdaten, künstlerisch interpretiert werden kann. Ergänzend dazu wird die Installation „Quanten:LICHT! – Schatten:TANZ!“ vor dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) in Zusammenarbeit mit Urban-Dance- und Martial-Arts-Künstler Mario Ngouen aufgeführt.

Einblicke in die Quantenwelt

Doch was bedeutet Quantenforschung eigentlich? Bis vor wenigen Jahren war die Quantentechnik überwiegend eine theoretische Disziplin und fand sich vor allem in der Science-Fiction wieder. In den letzten Jahren hat sich das jedoch geändert: Erste Quanten-Supercomputer werden voraussichtlich noch vor Ende des Jahrzehnts das Licht der Welt erblicken. Quantencomputer nutzen die Prinzipien der Quantenmechanik, um mit Qubits zu arbeiten, die gleichzeitig die Werte 0 und 1 annehmen können – ein Konzept, das als Superposition bekannt ist. Wenn Qubits interagieren, sind sie in einem Zustand der Verschränkung, was die Leistungsfähigkeit dieser Computer enorm steigert.

Die Vorteile von Quantencomputern liegen in ihrer Fähigkeit, in einem Schritt auf alle möglichen Ergebnisse einer Berechnung zuzugreifen. Im Vergleich zu herkömmlichen Computern, die Informationen einzeln verarbeiten, bieten sie somit wesentliche Leistungsgewinne. Quantentechnologien haben das Potenzial, zahlreiche Bereiche wie Kommunikation, Medizin, Biowissenschaften, Metrologie und Cybersicherheit zu revolutionieren.

Unterstützung durch die EU

Besonders die EU erkennt die strategische Bedeutung dieser neuen Technologien und hat dem Thema Quantenforschung hohe Priorität eingeräumt. Im Rahmen des Programms Horizont 2020 fließen beträchtliche Mittel in die europäische Quantenforschung. Seit 2018 wurde sogar eine zehnjährige Forschungs- und Innovationsinitiative zur Quantentechnik ins Leben gerufen, die mit bis zu 1 Milliarde Euro finanziert wird. Diese Initiative unterstützt zahlreiche Projekte zur kommerziellen Anwendung von Quantentechnologien, die sich künftig als Schlüsseltechnologien für Politik und Wirtschaft erweisen könnten.

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Mit dem Projekt „Netzwerk:N – Quanten:LICHT!“ wird also nicht nur die Kunst gefeiert, sondern auch ein Beitrag zur Wissenschaftskommunikation geleistet. Es werden neue Wege beschritten, um das Wissen über Quantenforschung der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft zu fördern.

Die Kunst bewegt sich in der Welt der Wissenschaft und lädt ein, die Zukunftstechnologien von morgen, wie Supercomputer und hochentwickelte Sensoren, zu erkunden, die uns in der kommenden Zeit begegnen werden. Seien Sie am 13. Juni dabei und erleben Sie, wie Quantenforschung erlebbar gemacht wird!

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