Die HafenCity Universität (HCU) Hamburg feierte am 10. Juni 2026 ihr 20-jähriges Bestehen und gleichzeitig die Erfolge sowie Herausforderungen, die sie in dieser Zeit gemeistert hat. In einer Rede von Jörg Müller-Lietzkow wurde die Bedeutung der Wissenschafts- und Forschungsfreiheit hervorgehoben. Diese Einrichtungen müssen sich in der heutigen Zeit gegen politische Einflussnahme wappnen, insbesondere angesichts aktueller Entwicklungen in den USA, wo politische Entscheidungen die Finanzierung von Wissenschaft stark beeinflussen können. Müller-Lietzkow appellierte an die Wichtigkeit der Hochschulautonomie sowie der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland, die durch den Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes geschützt ist, wie auch fu-berlin.de berichtet.
Die HCU sieht sich, laut ihrer Gründungsdrucksache von 2005, vier zentralen Aufgaben gegenüber:
- Ausbildung: Das Angebot umfasst mittlerweile 6 Bachelor- und 6 Masterstudiengänge, wobei die Studierendenzahl auf 680 angestiegen ist.
- Forschung und Entwicklung: Die HCU hat sich in der nationalen Wissenschaftslandschaft etabliert und über 60 Millionen Euro Drittmittel seit 2019 eingeworben.
- Transfer: Eine enge Zusammenarbeit mit Stadt, Bürgern, Wirtschaft und Kultur wird gepflegt.
- Exzellenz: Die HCU beteiligt sich aktiv an Exzellenzinitiativen und kooperiert mit internationalen Spitzeninstitutionen.
Herausforderungen und Erfolge
In den Jahren 2017, 2018 und 2024 stand die HCU vor großen Herausforderungen, hat jedoch gestärkt aus diesen Krisen hervorgehen können. Müller-Lietzkow betonte, dass es entscheidend sei, Hochschulaufgaben selbstbestimmt ohne externe finanzielle Eingriffe zu erfüllen. Trotz der Schwierigkeiten ist das Selbstbewusstsein der Hochschule ungebrochen, was auch der Schutz der Wissenschaftsfreiheit und der Hochschulautonomie verdeutlicht, wie es die hu-berlin.de betont. Dieser rechtliche Rahmen erlaubt Hochschulen nicht nur die eigenständige Entscheidung über Forschung und Lehre, sondern fordert auch von ihnen, dass sie von Wissenschaftler:innen für Wissenschaftler:innen organisiert werden.
Ein wichtiges Thema war auch die Drittmittelquote der HCU, die bei 56% liegt, während 44% aus Haushaltsmitteln stammen. Mit dieser soliden Basis kann die HCU auf eine steigende Publikationsdichte und erfolgreiche Teilnahmen an architektonischen Wettbewerben zurückblicken. In den abschließenden Worten seiner Rede rief Müller-Lietzkow zur gemeinsamen Verantwortung auf, um die Hochschule zukunftssicher zu gestalten und optimale Rahmenbedingungen für Studierende zu schaffen.
Die HCU blickt nun optimistisch in die Zukunft und freut sich darauf, ihren Weg der gemeinschaftlichen Weiterentwicklung fortzusetzen, wobei sie die Werte Freiheit und Gerechtigkeit in der Wissenschaft hochhält. Die Gratulation zum 20. Geburtstag wurde von allen Anwesenden herzlich mit Applaus bedacht.