Die amerikanische Biologin Mia Kantarovich bringt frischen Wind in die Forschung an der Technischen Universität Braunschweig. Als Fulbright-Stipendiatin untersucht sie die Rolle eines bestimmten Proteins, das das Immunsystem gegen Virusinfektionen, insbesondere COVID-19 und Herpes, stärken könnte. Ihre Arbeit findet in der Forschungsgruppe von Professorin Melanie Brinkmann statt, die sich auf Virologie und angeborene Immunität spezialisiert hat. Kantarovich erhielt ihr Fulbright-Stipendium, um im September 2025 nach Deutschland zu kommen und ihre Forschungen in diesem Bereich voranzutreiben.
Kantarovich hat ihren Bachelor-Abschluss in Biologie an der Brown University in Rhode Island erworben. Ihre Begeisterung für die Virologie erwachte während eines Immunologiekurses im Grundstudium. Nachdem sie sich intensiv mit europäischen Virologie-Teams auseinandergesetzt hatte, nahm sie Kontakt zu Professorin Brinkmann auf, was schließlich zu ihrer Einladung in die Forschungsgruppe führte.
Forschungsumfeld und Arbeitsweise
Im Labor schätzt Kantarovich die offene Raumaufteilung und die kollaborative Atmosphäre. Sie hebt hervor, dass die Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern im Brinkmann-Labor sowohl die Forschungsgemeinschaft stärkt als auch die Möglichkeit bietet, neue Freundschaften zu schließen und die Stadt Braunschweig zu erkunden. Kantarovich setzt moderne Technologien wie CRISPR-Cas9 ein, um die komplexe Rolle des spezifischen zellulären Proteins in der Immunantwort zu erforschen. Darüber hinaus arbeitet sie eng mit Partnern am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) zusammen, was ihr zusätzliche Perspektiven und Ressourcen in ihrer Forschung bietet.
Der Aufenthalt in Deutschland hat nicht nur ihre experimentellen Kenntnisse erweitert, sondern auch ihre Wertschätzung für die wissenschaftliche Zusammenarbeit und die kulturellen Schönheiten des Landes gesteigert. Sie beschreibt Braunschweig als eine kleinere, einladende Stadt, die ihr sehr gefällt.
Zukunftspläne
Nach Abschluss ihres Forschungsaufenthalts plant Kantarovich, an der Washington University in St. Louis einen Doktor in Molekularer Mikrobiologie und Mikrobieller Pathogenese zu beginnen. Sie nimmt eine Fülle an wertvollen experimentellen Erkenntnissen mit in die USA und hat eine tiefere Wertschätzung für die internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft gewonnen. Dies zeigt einmal mehr, wie wertvoll der kulturelle und wissenschaftliche Austausch zwischen den USA und Deutschland ist.
Insgesamt verdeutlicht Kantarovichs Erfahrung an der TU Braunschweig das Potenzial von Stipendienprogrammen und internationaler Forschung, um nicht nur akademisches Wissen, sondern auch interkulturelle Beziehungen zu fördern. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einrichtungen, wie der TU Braunschweig und dem Helmholtz-Zentrum, stellt sicher, dass zukünftige Generationen von Wissenschaftlern in einem globalen Kontext lernen und arbeiten können.