Die Vorfreude auf die 75. Lindauer Nobelpreisträgertagung, die vom 28. Juni bis 3. Juli 2026 in Lindau am Bodensee stattfinden wird, ist spürbar. Dieses bedeutende Ereignis wird etwa 75 Nobelpreisträger und rund 600 Nachwuchswissenschaftler zusammenbringen. Ziel der Tagung ist ein lebendiger interdisziplinärer Austausch, der aktuelle Herausforderungen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Gesellschaft und Technologie thematisiert. Die Veranstaltung ist eine hervorragende Plattform für junge Forscher, um ihre Ideen und Arbeiten einem international renommierten Publikum vorzustellen.
Besonders erfreulich ist, dass Jannina Tepaß, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Physik der Technischen Universität Chemnitz, für die Teilnahme ausgewählt wurde. Diese Entscheidung honoriert nicht nur ihre hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen, sondern auch ihr Engagement im Fachschaftsrat und der Studienkommission Physik. Tepaß hat sowohl ihren Bachelor- als auch ihren Masterabschluss in Physik an der TU Chemnitz erworben und forscht im Bereich Optoelektronik. Ihre Promotion, die von Prof. Dr. Ulrich Schwarz betreut wird, konzentriert sich auf die Charakterisierung von AlInGaN-Laserdioden mit einem Fokus auf zeitaufgelöste Spektroskopie.
Eine besondere Auszeichnung
Die Auswahl von Jannina Tepaß ist das Ergebnis eines mehrstufigen Auswahlverfahrens. Hierbei werden wissenschaftliche Exzellenz, gesellschaftliches Engagement und interdisziplinäre Offenheit bewertet. Diese Auszeichnung wird als wertvolle Anerkennung für den individuellen Beitrag zur Forschung und die Qualität der Ausbildung am Institut für Physik der TU Chemnitz angesehen. Ihre Teilnahme wird sicherlich die Sichtbarkeit der Universität im Bereich der Spitzenforschung weiter steigern.
Die Lindauer Nobelpreisträgertagung hat sich über die Jahre als bedeutende Plattform für den Austausch zwischen den erfahrensten Köpfen der Wissenschaft und der nächsten Generation von Forschern etabliert. Im Rahmen der Veranstaltung werden Vorträge, Podiumsdiskussionen und kleinere Gesprächsrunden stattfinden, die den persönlichen Austausch und das Networking betonen. Diese Gelegenheit wird den Teilnehmern helfen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und ihre Perspektiven zu erweitern.
Wie die Forschungszentrum Jülich berichtet, ist die Tagung eine ideale Plattform für Nachwuchswissenschaftler, die sich an der Schnittstelle von mindestens zwei Nobelpreiskategorien bewegen oder interdisziplinär in den Natur- und Sozialwissenschaften tätig sind. Bewerber müssen mit einem Forschungszentrum verbunden sein und ihre Unterlagen bis zum 12. September 2025 einreichen, um für diese einmalige Gelegenheit berücksichtigt zu werden.
Die Teilnahme an der Tagung ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch ein wichtiger Schritt für die Karriere junger Wissenschaftler. Das persönliche Feedback von Nobelpreisträgern kann entscheidende Impulse für zukünftige Forschungsarbeiten geben und den Weg für innovative Ansätze in der Wissenschaft ebnen.