Heute, am 7. Oktober 2026, blicken die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund gemeinsam auf den Ausgang der Exzellenzstrategie. Dafür treffen sich ihre Mitglieder digital zu einem Townhall-Meeting. Die Rektoren Martin Paul von der Ruhr-Universität Bochum und Manfred Bayer von der TU Dortmund ordnen das Ergebnis ein und geben einen Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit.

Fragen aus dem Kreis der Teilnehmenden sind ausdrücklich vorgesehen. Moderiert wird die Online-Veranstaltung von Christina Elmer, Professorin für Digitalen Journalismus. Die Veranstaltungssprache ist Deutsch. Mitglieder erhalten den Zugangslink vorab per E-Mail; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Entscheidung des Wissenschaftsrats

Der Wissenschaftsrat hat am 2. Oktober 2026 in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, welche Universitäten und Verbünde künftig gefördert werden. Die Pressekonferenz war ab 15:45 Uhr im Livestream verfügbar. Elf Kandidaten konkurrierten um bis zu fünf freie Plätze.

Zu den Bewerbern gehörte das „Ruhr Innovation Lab“, ein Verbund der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund. Das Antragkonzept trägt den Untertitel „An ecosystem for a future-proof society“. Vorgesehen ist ein Experimentierraum, der Freiräume für Forschung schaffen und Lösungen für drängende Zukunftsfragen entwickeln soll. Zugleich sollen Verbindungen zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gestärkt werden.

Welche konkreten Universitäten oder Universitätsverbünde am 2. Oktober 2026 neu als Exzellenzstandorte ausgewählt wurden, nennt der vorliegende Text des Wissenschaftsrats nicht. Unabhängig vom Wettbewerbsergebnis wollen beide Universitäten ihre gemeinsame Vision weiterverfolgen und die Zusammenarbeit vertiefen. Darüber lässt sich beim digitalen Treffen vermutlich auch ohne große Bühne reden.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Was hinter der Exzellenzstrategie steckt

Die Exzellenzstrategie, kurz ExStra, soll wissenschaftliche Spitzenleistungen fördern, Profilbildungen und Kooperationen unterstützen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken. Gleichzeitig geht es nicht nur um einzelne Forschungsfelder: Auch die Qualität des Hochschul- und Wissenschaftssystems in der Breite soll gefördert werden.

Das Förderprogramm von Bund und Ländern besteht aus zwei Linien. Exzellenzcluster unterstützen international wettbewerbsfähige Forschungsfelder an deutschen Universitäten und Universitätsverbünden. Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten setzt auf eine dauerhafte institutionelle Förderung von Universitäten und Universitätsverbünden – auf Grundlage erfolgreicher Exzellenzcluster.

Seit Januar 2026 werden 40 Exzellenzcluster an 43 deutschen Universitäten gefördert. Für diese Förderlinie ist die Deutsche Forschungsgemeinschaft zuständig. Seit 2019 erhalten außerdem zehn Universitäten und ein Universitätsverbund eine Förderung als Exzellenzstandorte.

Millionen, Gremien und ein kompliziertes Verfahren

Die Förderung beider Linien beträgt derzeit jährlich 533 Millionen Euro und soll ab 2026 auf 687 Millionen Euro pro Jahr steigen. Grundlage der Exzellenzstrategie ist eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern.

Gestaltet wird das Programm vom Committee of Experts, das die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz eingesetzt hat. Ihm gehören 39 wissenschaftlich ausgewiesene Personen an, mit Erfahrungen unter anderem im Ausland, im Hochschulmanagement, in der Lehre oder in der Wirtschaft.

Über die Förderanträge entscheidet die Exzellenzkommission. In ihr sitzen die Mitglieder des Committee of Experts sowie die für Wissenschaft zuständigen Bundes- und Landesministerinnen und -minister. Für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten ist der Wissenschaftsrat zuständig. Seine Aufgaben umfassen die Evaluation der bisher geförderten Exzellenzuniversitäten und des Exzellenzverbunds ebenso wie ein Neuausschreibungsverfahren für antragstellende Universitäten und Universitätsverbünde.

Beim Townhall-Meeting an der TU Dortmund geht es damit nicht bloß um eine Entscheidung auf dem Papier. Es geht um Forschungsräume, gemeinsame Strukturen und die Frage, wie sich eine Kooperation im Ruhrgebiet weiterentwickelt, wenn der Wettbewerb vorbei ist. Der Link kommt per Mail, der Bildschirm bleibt an, und Fragen dürfen direkt gestellt werden.