Die Technische Universität Dortmund setzt verstärkt auf Klimaschutz und hat ein umfassendes Klimaschutzkonzept verabschiedet. Im Referenzjahr 2024 verursachte die Universität rund 46.000 Tonnen CO₂-Äquivalente, wobei die Emissionsverteilung folgendermaßen aussieht: 36 % stammen aus dem Pendelverkehr, 33 % aus der Stromversorgung, 20 % aus der Wärmeversorgung und 10 % aus Dienstreisen. Mit dem neuen Konzept verfolgt die TU Dortmund die ambitionierte Zielsetzung, den universitären Betrieb systematisch und langfristig im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes zu transformieren. Der Senat hat dabei das Szenario „Klimaschutz Plus“ beschlossen, das auf eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 75 % bis 2045, verglichen mit 2024, abzielt.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, sind mehrere Maßnahmen vorgesehen. Dazu zählt unter anderem der Ausbau erneuerbarer Energien auf dem Campus sowie die Umstellung der Wärmeversorgung. Aktuelle Projekte umfassen die Installation einer Holzpelletanlage zur Deckung des Wärmebedarfs und die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage auf Campus Nord. Auch die Errichtung von Solaranlagen auf verschiedenen Hochschulgebäuden gehört zu den laufenden Initiativen. Die neue Universitätsbibliothek wird gemäß dem Energieeffizienzstandard 40 betrieben und regenerativ versorgt. Darüber hinaus liegt eine Absichtserklärung mit DEW21 zur Errichtung einer Windkraftanlage am Campus Süd vor.

Kurzfristige und langfristige Maßnahmen

In den Planungen für die Zukunft sind der Anschluss an das Fernwärmenetz der DEW21 sowie die Installation einer Großwärmepumpe aufgeführt. Um die Nachhaltigkeit weiter zu fördern, wurde ein Projektbüro für Energie- und Umweltmanagement eingerichtet, welches die energetischen Aspekte koordiniert. Ein Maßnahmenkatalog enthält zudem Strategien zur effizienten Flächenbewirtschaftung, zur nachhaltigen Beschaffung sowie zur Elektrifizierung des Fuhrparks. Ziel ist es, Dienstreisen durch digitale Angebote zu reduzieren und die Nutzung von Fahrrädern sowie öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern.

Weitere geplante Maßnahmen beinhalten den Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos und E-Bikes. Die TU Dortmund setzt schließlich auch auf Bildung und Wissenschaft, was sich in der Fortführung des „studium oecologicum“ und der Ringvorlesung „Klima: Wandel, Werte, Wissenschaft“ widerspiegelt. Das übergeordnete Ziel des Klimaschutzmanagements besteht darin, die Treibhausgasemissionen auf ein Minimum zu reduzieren und nicht vermeidbare Emissionen zu kompensieren. Orientierungsgrößen sind dabei sowohl globale als auch nationale Ziele, beispielsweise das Pariser Klimaabkommen und die deutschen Klimaschutzgesetze.

Politische Rahmenbedingungen

Die TU Dortmund ist nicht allein in ihren Bemühungen um Klimaschutz. Auf politischer Ebene wurden im Rahmen des Bundes-Klimaschutzgesetzes (KSG) strenge Ziele für die Reduktion von Treibhausgasen festgelegt. So sieht das Gesetz eine Minderung der Treibhausgasemissionen um mindestens 65 % bis 2030 und 88 % bis 2040 vor, mit dem Ziel der Netto-Treibhausgasneutralität bis 2045. Diese Grundlagen bieten den Hochschulen in Deutschland, wie der TU Dortmund, eine klare Handlungsorientierung für ihre Erfolge im Klimaschutz.

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Die Technische Universität Dortmund beteiligt sich außerdem an der Initiative „Klimaneutrale Landesverwaltung“ in Nordrhein-Westfalen, was die Beharrlichkeit und das Engagement für eine klimaschonende Entwicklung unterstreicht. Jedes positive Ergebnis wird als wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft angesehen und trägt zur Etablierung von Umweltbewusstsein in der Gesellschaft bei.