Vom 18. bis 20. Mai 2026 fand der UNIC Cross-Care Hackathon in Rotterdam statt, ein Event, das sich auf die Entwicklung innovativer Ideen im Gesundheitsbereich konzentrierte. Rund 40 Studierende aus Deutschland, Belgien und der Türkei, darunter etwa 30 Teilnehmer von der Ruhr-Universität Bochum, nahmen an diesem einzigartigen Austausch teil. Organisiert wurde der Hackathon von der europäischen Hochschulallianz UNIC in enger Zusammenarbeit mit der Erasmus University Rotterdam sowie dem Erasmus Centre for Entrepreneurship (ECE).
Der Kick-off des Hackathons begann im Erasmus Medical Center, wo die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in das niederländische Gesundheits- und Innovationsökosystem erhielten. In einer kreativen Atmosphäre arbeiteten die Studierenden in Teams, um ihre Ideen zu entwickeln und anschließend bei einem Pitch zu präsentieren. Diese innovative Herangehensweise wurde unterstützt durch Methoden wie Lego Serious Play, Customer Journey Mapping und Stakeholder-Interviews im World-Café-Format.
Internationaler Austausch und Lernen
Die Professoren Prof. Dr. Stefanie Bröring, Dr. Vivian Peuker-Steinhäuser, Dr. Simon Ohlert, Lev Kalishchuk und Dr. Michael Rennings begleiteten die Studierenden und betonten die Bedeutung der Teamarbeit während des Hackathons. Dr. Vivian Peuker-Steinhäuser hob hervor, dass durch die internationale Dimension des Formats nicht nur akademische, sondern auch interkulturelle Kompetenzen gefördert wurden. Sie wies darauf hin, dass anfängliche Unsicherheiten bezüglich der englischen Präsentationen und internationalen Interaktionen erfolgreich überwunden wurden.
Die Abschlusspräsentationen fanden bei der Rotterdamer Marketingagentur 100procent statt, vor einer Jury aus Wissenschaft und Praxis. Hierbei wurde der Fokus auf gemeinsames Lernen und konstruktives Feedback gelegt, während der Wettbewerbsgedanke in den Hintergrund trat. Diese Herangehensweise zeigte den Studierenden die Chancen der internationalen Zusammenarbeit und den Wert eines praxisorientierten Lernens.
Wissenschaftliche Diskussionen und globale Herausforderungen
Der Hackathon spiegelt eine breitere Diskussion wider, die aktuell in der Wissenschaft und im Gesundheitswesen geführt wird. Dies wird durch die Debatten auf Plattformen wie X deutlich, in denen Themen wie wissenschaftliche Bildung, Innovation, politische Verantwortung und internationale Kooperationen im Vordergrund stehen. Der Austausch bei solchen Veranstaltungen zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen zu inspirieren und Innovationen zu fördern – eine Erkenntnis, die auch Narottam Sahoo betont hat.
Eine bestehende Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Anwendung in der politischen Arena wird zunehmend sichtbar. Beispielsweise sind Investitionen in Gesundheit entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere in Regionen wie Afrika, wo Gesundheitssysteme oft unterfinanziert sind. Der Hackathon in Rotterdam könnte als Modell dienen, um die dringend benötigte international koordinierte Anstrengung zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung weiter voranzutreiben, wie auch die Entwicklungen in Ghana zeigen, wo neue Krankenhäuser angekündigt wurden.
Insgesamt zeigt der UNIC Cross-Care Hackathon nicht nur die Innovationskraft junger Talente, sondern verdeutlicht auch die Notwendigkeit eines nachhaltigen Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.