Die Technische Universität Dresden (TUD) hat sich von Prof. Andreas Pinkwart verabschiedet, der in den letzten Jahren maßgeblich zur Stärkung von Innovation und Unternehmertum beigetragen hat. Nach seiner Ernennung zum Professor für Innovations- und Technologiemanagement und seiner Rolle als Direktor des Excellence Center for Innovation, Transfer and Entrepreneurship (TUD|excite) tritt er aus familiären Gründen früher als geplant von seinem Posten zurück. Prof. Pinkwart wird zum 1. Juli 2026 in den Vorstand der Bertelsmann-Stiftung wechseln und ab dem 1. Oktober 2026 eine Seniorprofessur für Strategic Entrepreneurship an der Universität Bonn übernehmen.

Unter seiner Führung wurde TUD|excite ins Leben gerufen, eine zentrale Anlaufstelle, die Patente, Innovationsförderung und Unternehmenskooperationen strategisch zusammenführt. Ein Highlight seiner Arbeit war die Gründung des ExciteLab sowie die Einwerbung von Fördermitteln für die Startup Factory boOst. Zudem stehen zwei der drei geplanten TUD|InnoX-Campi in der Gläsernen Manufaktur Dresden kurz vor der Eröffnung. Die starke Ausrichtung der TUD auf Wissenschaft und praktische Umsetzung wird durch ihre Position als patentstärkste Hochschule Deutschlands untermauert, mit jährlich rund 100 neuen Patentanmeldungen.

Innovationsschub durch TUD|excite

TUD|excite verfolgt eine klare Vision: die TUD zur führenden Institution für wissenschaftsgetriebene Innovation und unternehmerisches Denken in Europa auszubauen. Wichtig hierbei ist die Unterstützung von Forschenden bei der praktischen Umsetzung ihrer Resultate, von Schutzrechten bis hin zur Gründung von Start-ups. Das Center hat sich in sechs Units organisiert, welche die Bereiche von Patentmanagement über Innovationsprojekte bis hin zu Ausgründungsförderung abdecken. Diese Struktur ermöglicht eine umfassende Unterstützung für Mitglieder der TU sowie Unternehmenspartner, um den Bedarf an technologischem Wissenstransfer effizient zu bedienen.

Die TUD hat in den letzten Jahren enorm zur Gründungskultur beigetragen. So haben zwischen 2000 und 2022 insgesamt 1.683 Patente ihren Ursprung an der TUD, und 301 Unternehmen wurden ins Leben gerufen. Bemerkenswert ist, dass beeindruckende 92 Prozent dieser Firmen ihren Sitz in Dresden haben. Die Vorreiterrolle der Universität in Bezug auf den Wissens- und Technologietransfer ist nicht zu übersehen.

Der Weg zum effizienten IP-Transfer

Der Technologietransfer generell steht jedoch vor Herausforderungen. Barbara Diehl von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) hebt hervor, dass die IP-Transferprozesse oft kompliziert und langwierig sind. Um dem entgegenzuwirken, wird seit 2022 das Projekt IP-Transfer 3.0 umgesetzt, das neue Wege für den Wissens- und Technologietransfer testet. Dies schließt auch Kooperationen mit anderen Hochschulen ein, um den Prozess vom Erstkontakt bis zum Vertragsabschlus sehr zu optimieren.

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In einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts gaben die Beteiligten an, dass die durchschnittliche Zeitspanne für einen solchen Prozess 18,4 Monate beträgt. Im Idealfall sollte dieser Zeitraum jedoch nicht länger als drei bis vier Monate dauern. Die notwendigen Schritte für einen reibungsloseren und transparenteren IP-Transfer werden von den Projektpartnern derzeit entwickelt, was einen positiven Nutzen für zukünftige Unternehmen und Forschungseinrichtungen verspricht.

Die TU Dresden bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Akteur im Bereich der Innovation und sorgt mit Initiativen wie TUD|excite und dem IP-Transfer 3.0 dafür, dass das Übergangsmanagement zwischen Forschung und Wirtschaft weiterhin zügig und effektiv gestaltet wird.