Am 12. Juni 2026 fand eine bedeutende Veranstaltung im Rahmen des interdisziplinären Kunstprojekts „Netzwerk:N – Quanten:LICHT!“ statt. Dieses Projekt, ins Leben gerufen vom Lichtkünstler Ingo Bracke, zielt darauf ab, die komplexen Themen der Quantenforschung für ein breites Publikum erlebbar zu machen. Durch eine Kombination aus Lichtinstallationen, Projektionen und Performances wird ein Zugang zu den faszinierenden Phänomenen der Quantenwelt geschaffen. rptu.de berichtet, dass das Projekt in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Professor Artur Widera an der RPTU Kaiserslautern-Landau und dem EU-Projekt UpQuantVal durchgeführt wird.

Im Rahmen der „Langen Nacht der Kultur“ am 13. Juni werden zwei zentrale Installationen präsentiert. Die erste, „Quanten:LICHT!“, wird an der Ostfassade des Kaiserslauterer Rathauses gezeigt und thematisiert aktuelle Forschungsarbeiten im Bereich der Quantenmechanik. Die zweite Installation, „Quanten:LICHT! – Schatten:TANZ!“, wird vor dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) in Zusammenarbeit mit dem Urban-Dance- und Martial-Arts-Künstler Mario Ngouen umgesetzt. Beide Installationen sollen auch beim „ARTWALK“ Ende Juni zu sehen sein.

Verbindung von Kunst und Wissenschaft

Die künstlerische Umsetzung des Projekts stützt sich auf Einblicke in den Forschungsalltag der RPTU. Dabei werden sowohl Laboraufnahmen als auch experimentelle Messdaten verwendet. Die Arbeiten thematisieren Quantenphänomene, einschließlich Superposition, Verschränkung und die Wechselwirkungen komplexer Quantensysteme. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft zu fördern und neue Zugänge zu zukunftsweisenden Technologien wie Supercomputern und abhörsicheren Verschlüsselungen zu schaffen.

Dieses interdisziplinäre Anliegen spiegelt sich auch in anderen Projekten wider, wie dem im April 2026 an der Universität Stuttgart durchgeführten Programm „Kunst und Quanten: Quantum2025 in Kunstmuseen“. Dieses Projekt wurde konzipiert, um das Internationale Quantenjahr 2025 erfolgreich umzusetzen, wobei der Schwerpunkt auf der Verbindung zwischen Kunst und Quantenphysik liegt. dpg-physik.de hebt hervor, dass es sich an kunstinteressiertes Publikum richtet, das oft wenig Kontakt zur Physik hat, sowie an Physiker, die ihr Fachgebiet aus einer neuen Perspektive betrachten wollen.

Öffentliche Vorträge und Workshops

Im Rahmen des Projekts fanden am 2. und 3. April an der Universität Stuttgart und im Schauwerk Sindelfingen mehrere Veranstaltungen statt. Höhepunkt war ein öffentlicher Vortrag von Klaus von Klitzing, Physik-Nobelpreisträger von 1985, der unter dem Titel „Licht, Quanten & Max Planck“ zahlreiche Aspekte der Quantenphysik behandelte. Diese Veranstaltung fand großen Anklang, da sie ausgebucht war und zusätzlich Live-Übertragungen für weitere 220 Gäste eingerichtet wurden.

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Ein weiterer Vortrag von Franz J. Gießibl thematisierte am 3. April den Austausch zwischen Kunst und Quantenforschung, in Bezug auf den berühmten Maler Gerhard Richter. Ergänzende Poster zu verschiedenen „Kunst und Quanten“-Themen wurden den Gästen ebenfalls angeboten. Diese Veranstaltungen, zusammen mit einem Fachsymposium, wo Kunstschaffende und Physikexperten aufeinandertrafen, belegen eindrucksvoll das wachsende Interesse an der Verschmelzung von Wissenschaft und Kunst.