RPTU Kaiserslautern-Landau: 100.000 Euro für Daten-Studien in der Chemie!
Mit frischem Wind in die Zukunft der Chemieausbildung! Am 28. Mai 2026 wurde bekannt gegeben, dass die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) erhält. Ziel dieser Unterstützung ist es, Data Science umfassend im Chemiestudium zu verankern und den Studierenden die notwendigen Fähigkeiten zu vermitteln, um wissenschaftliche Fragestellungen datenbasiert anzugehen.
Doch was genau beinhaltet diese Förderung? Ab dem ersten Semester werden die Studierenden mit vier wichtigen Bereichen vertraut gemacht: der Einführung in die Programmiersprache Python, modernem Forschungsdatenmanagement, der Arbeit mit großen Datensätzen und der Durchführung automatisierter Experimente. Diese Grundlagen sind entscheidend, um auch komplexe Berechnungen zu meistern und Forschungsgeräte effizient zu steuern.
Praktische Anwendungen des Wissens
Die RPTU plant, im Masterstudium zusätzlich den Umgang mit automatisierten Syntheseplattformen, also Syntheserobotern, zu integrieren. Diese hochmodernen Technologien ermöglichen die Durchführung von Experimenten, die mit Bayes’scher Optimierung verknüpft werden. Damit können künftige Chemiker:innen moderne Tools zur Versuchsplanung nutzen, was ihrer Ausbildung einen praxisnahen und zukunftsfähigen Charakter verleiht.
Ein wichtiger Aspekt der Förderung ist auch die Begleitforschung, die sich mit dem Kompetenzerwerb der Studierenden befasst und die neuen Lehrkonzepte evaluiert. Hierbei werden technische, reflexive und ethische Aspekte der Datenarbeit verbunden, sodass die Studierenden nicht nur ihre Datenkompetenz steigern, sondern auch die Zukunft der Ausbildung aktiv mitgestalten können.
NFDI4Chem: Ein starkes Fundament
Die RPTU orientiert sich eng am NFDI4Chem, einem DFG geförderten, nicht-kommerziellen Konsortium, das sich für die Verbesserung der Dateninfrastruktur im Forschungsbereich Chemie einsetzt. Dieses Konsortium unterstützt Chemiker:innen beim Sammeln, Speichern und Verarbeiten von Forschungsdaten und bietet zudem Workshops und Fragerunden zum Thema Forschungsdatenmanagement an. Aktuell findet das Consortium Meeting 7.0 in Jena statt, wo Themen wie datengesteuerte Arbeitsabläufe und die Einbindung von KI-Methoden im Fokus stehen. Hier wird deutlich, wie bedeutend eine enge Zusammenarbeit innerhalb der Fachcommunity ist, um innovative Dienstleistungen zu entwickeln und die Wissenschaft weiter voranzutreiben.
Die RPTU selbst steuert 20 Prozent der Fördersumme als Eigeninvestition bei, um die Qualität der Hochschullehre weiter zu verbessern und Lehrmaterialien sowie digitale Workflows offen zugänglich zu machen. Prof. Dr. Georg Manolikakes aus dem Fachbereich Chemie steht als Ansprechpartner für weitere Informationen zur Verfügung.
Diese Initiative zur Förderung der datenorientierten Chemieausbildung stellt nicht nur einen bedeutenden Schritt für die RPTU dar, sondern auch für die gesamte Chemiegemeinschaft in Deutschland. Es bleibt spannend zu beobachten, welche Innovationen aus dieser Zusammenarbeit erwachsen werden!
Mehr Informationen erhalten Sie auf den Seiten von rptu.de und nfdi4chem.de.
