Am 26. Mai 2026 wurde Prof. Dr. Sarah M. Neuwirth, Professorin für „High-Performance Computing and its Applications“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, in die inauguralen „SCW75“ aufgenommen. Diese Initiative von Scientific Computing World würdigt 75 herausragende Persönlichkeiten, die maßgeblich die Zukunft des wissenschaftlichen Rechnens sowie der Hochleistungsrechnungsinfrastrukturen (HPC) und KI-gestützten Forschung prägen.

Neuwirth ist bereits seit Oktober 2023 Professorin am Institut für Informatik der JGU und zugleich Direktorin des NHR South-West HPC Centers. Ihre Forschungsinteressen umfassen insbesondere parallele Speicher- und Dateisysteme, modulares Supercomputing, Performance Engineering sowie energieeffiziente HPC-Infrastrukturen.

Forschungsschwerpunkte und Ziele

Ein zentrales Element ihrer aktuellen Forschung ist die Entwicklung von selbst-erklärenden Speicher- und I/O-Systemen. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, den Kontext wissenschaftlicher und KI-basierter Workloads zu erfassen und potenzielle Leistungsengpässe rechtzeitig zu identifizieren. Das übergeordnete Ziel dieser Arbeiten besteht darin, die Datenverarbeitung nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger zu gestalten. Dies soll durch transparentere, benutzerfreundliche und ressourcenschonende Recheninfrastrukturen erreicht werden.

Die Aufnahme in die SCW75 unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Mainzer Informatik im Bereich des Hochleistungsrechnens. In Zeiten, in denen HPC- und KI-Infrastrukturen zunehmend als Grundlage für datenintensive Wissenschaften fungieren, gewinnen Aspekte wie Nutzbarkeit, Nachhaltigkeit und Systemtransparenz an großer Bedeutung.

Hessisches Kompetenzzentrum für Hochleistungsrechnen

Ein weiterer wichtiger Akteur im Bereich des Hochleistungsrechnens ist das Hessische Kompetenzzentrum für Hochleistungsrechnen, das vom Land Hessen gefördert wird. Dieses Zentrum ist ein Zusammenschluss mehrerer Universitäten, darunter Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Kassel und Marburg. Ziel ist es, ein Beratungs- und Unterstützungs-Netzwerk für wissenschaftliche Forscherinnen und Forscher zu etablieren, um ihnen die Nutzung von Hochleistungsrechnern zu erleichtern.

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Insbesondere die TU Darmstadt wurde im November 2020 in den Verbund für das Nationale Hochleistungsrechnen aufgenommen. Die Goethe-Universität Frankfurt am Main folgte im Oktober 2021 und trat als Partner des Verbunds Süd-West bei, der auch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die TU Kaiserslautern und die Universität des Saarlands umfasst.

Die Anerkennung von Prof. Dr. Sarah M. Neuwirth im SCW75 ist somit nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch eine Bestätigung für die wachsende Relevanz und die Exzellenz in der Informatik und Hochleistungsrechner-Technologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und darüber hinaus.