Start-ups der TUM und ETH: 25.000 Jobs in 10 Jahren geschaffen!
In der DACH-Region hat sich in den letzten Jahren eine dynamische Start-up-Landschaft entwickelt, die nicht nur innovative Ideen hervorbringt, sondern auch gezielt Arbeitsplätze schafft. Eine Studie der Technischen Universität München (TUM) gibt nun detaillierte Einblicke in die Gründungskultur dieser drei Länder. Zwischen 2014 und 2024 haben mehr als 51.000 Start-ups das Licht der Welt erblickt, und die Ergebnisse zeigen, dass diese Unternehmungen in erster Linie aus den Reihen der Hochschulen hervorgehen.
Die Studie, die beim TUM Entrepreneurship Day vorgestellt wurde, konstatiert, dass erfolgreiche Gründungsteams vor allem an wenigen, ausgesuchten Hochschulen zu finden sind. Insbesondere die TUM, die WHU – Otto Beisheim School of Management und die Universität St. Gallen stechen in dieser Hinsicht hervor. Dabei haben diese Institutionen nicht nur die meisten Gründer hervorgebracht, sondern auch einen maßgeblichen Anteil an der Schaffung von rund 25.000 Arbeitsplätzen in einem Jahrzehnt.
Ein Blick auf die Zahlen
Die TUM hat im besagten Zeitraum 1.116 Start-ups hervorgebracht. Auch die ETH Zürich und die Universität St. Gallen folgen mit 1.022 bzw. 845 gegründeten Firmen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig Hochschulen als Inkubatoren für neue Unternehmungen sind. Darüber hinaus zeigt die Analyse, dass deutsche Hochschulen in der Menge der Start-ups vorne liegen, während Schweizer Universitäten in der Förderquote besser abschneiden.
- Technische Universität München (TUM): 1.116 Start-ups
- ETH Zürich: 1.022 Start-ups
- Universität St. Gallen: 845 Start-ups
- Fraunhofer-Gesellschaft: 390 Start-ups (außeruniversitäre Forschungseinrichtungen)
Die Studie unterstreicht zudem, dass Branchen wie Gesundheit, Unternehmenssoftware und Finanztechnologie die meisten Gründungen in der DACH-Region verzeichnen. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil an Start-ups im Gesundheitssektor in der Schweiz, wo über 25% der Gründungen aus diesem Bereich stammen.
Ein weiterer interessanter Aspekt der Daten ist die Diversität innerhalb der Gründungsteams. Während in der Schweiz 54% und in Österreich 52% der Gründungsteams divers besetzt sind, liegt der Anteil in Deutschland bei 42%. Die Studie identifiziert auch Hochschulen, welche über 50% an Gründungen haben, an denen mindestens eine Frau beteiligt ist.
Langfristige Entwicklungen und Gründungsförderung
Die Ergebnisse der Studie liefern nicht nur wertvolle Einblicke für die Hochschulpolitik, sondern sind auch wichtig zur Gestaltung der Gründungsförderung. Der Gründungsradar des Stifterverbands, unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, verfolgt das Ziel der Plattformverstetigung und will temporäre Förderstrukturen in nachhaltige Umsetzungen überführen. Im Jahr 2023 wurden an deutschen Hochschulen bereits 2.927 Gründungen registriert, was einen erheblichen Anstieg im Vergleich zu 2021 darstellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die DACH-Region auf dem Weg ist, ihre Innovationskraft weiter auszubauen. Die bedeutenden Erfolge führender Hochschulen und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind ein eindeutiger Beleg für diese Entwicklung. Die Erkenntnisse bekräftigen zudem die Notwendigkeit, die Gründungsförderung langfristig zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln, um auch in Zukunft erfolgreich neue Unternehmensideen zu fördern und bereits bestehende Strukturen zu unterstützen.
Die umfassenden Ergebnisse der Studie können auf den Webseiten der Technischen Universität München, der Initiative Wissenschaftsverbund sowie im Gründungsradar nachgelesen werden: TUM, idw, Gründungsradar.
