Vom 2. bis 5. Juli 2026 verwandelt sich Bielefeld in einen Ort des Austausch und des Nachdenkens: Das Festival „Denken.Fühlen.Handeln – Ein Festival für planetarische Gerechtigkeit“ steht vor der Tür. In diesem Jahr widmet sich das Event dem Thema „Zukünfte“ und will dabei die fundamentalen Fragen unserer Zeit aufgreifen: Wie sieht eine gerechtere planetare Zukunft aus? Und wessen Interessen werden dabei berücksichtigt? Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgruppe 10 Migrationspädagogik und Rassismuskritik der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld sowie dem Welthaus Bielefeld e.V. statt, die mit einer umfangreichen Programmgestaltung aufwarten.

Zur Eröffnung am 2. Juli um 17:00 Uhr in der Wissenswerkstadt Bielefeld erwartet die Besucher eine spannende Podiumsdiskussion, in der unter anderem Prof. Paul Mecheril, Dr. Lara Esther Bartels und Juliane Sellenriek ihre Perspektiven präsentieren. Anschließend wird es um 20:00 Uhr die multimediale Veranstaltung „PLURIVERSUM – Global South Impulse“ geben, die durch interessante Beiträge von Patricia Gualinga, Grupo Sal und Johannes Keitel ergänzt wird.

Vielfältiges Programm

Das Festival bietet über 90 kostenfreie Veranstaltungen, die in vielfältigen Formaten stattfinden. Dazu zählen Workshops, Lesungen, Film- und Theatervorstellungen sowie Konzerte. Ein besonderes Highlight des zweiten Festivaltages, dem 3. Juli, ist ein Workshop zum Thema „PLURIVERSUM – Global South Impulse. Vielfalt als Zukunftsprinzip“ mit Alberto Acosta und Sandra Weiss. Hier können die Teilnehmer ihre Vorstellungen und Ideen aktiv einbringen.

Zusätzlich wird es auf diesem Tag eine Podiumsdiskussion zur Frage „Wo ist die Universität?“ geben, moderiert von Prof. Dr. Ullrich Bauer, sowie eine Diskussion über gesellschaftliche Strömungen mit dem Titel „Gegen Rechts (denken und handeln)“. Für alle Interessierten bieten diese Veranstaltungen die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Zukunftsfragen und planetare Grenzen

Im Kontext dieser Veranstaltungen ist es wichtig, die Erkenntnisse einer neuen Studie zu berücksichtigen, die von über 40 internationalen Wissenschaftlern unter der Leitung von Johann Rockström erstellt wurde. Diese Studie beleuchtet die Verbindung zwischen den planetaren Grenzen der Erde und Maßstäben der Gerechtigkeit. Die Forscher betonen, dass die Stabilität des Erdsystems und das Wohlbefinden der Menschen in einer engeren Beziehung stehen, als oft angenommen wird. Sie zeigen auf, dass viele greifbaren Grenzen, die für ein gerechtes Miteinander notwendig sind, bereits überschritten wurden, was verdeutlicht, wie wichtig der Schutz globaler Gemeingüter ist, um das Wohlergehen aller Menschen zu gewährleisten. Dies bringt uns zurück zu den Kernfragen des Festivals, die nach Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit suchen.

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Die vollständigen Programmdetails sind auf der Webseite verfügbar: www.planetarischegerechtigkeit/dfh-festival.