In der nächsten Woche wird die Universitätsgesellschaft Bielefeld (UGBi) am Dienstag, den 21. Juli, herausragende akademische Leistungen würdigen. In einer feierlichen Veranstaltung werden Preise für die besten Promotionen vergeben, die im Jahr 2025 abgeschlossen wurden. Insgesamt haben es 15 Arbeiten in die engere Auswahl geschafft und wurden mit der Bestnote „summa cum laude“ ausgezeichnet, was für die Qualität der Dissertationen spricht.

Die Preisträger*innen und ihre bemerkenswerten Dissertationen sind ein spannendes Spiegelbild der Vielfalt an Themen, die in den verschiedenen Fakultäten der Universität Bielefeld erforscht wurden.

Ausgezeichnete Arbeiten

Unter den Preisträger*innen finden wir Dr. Laura Schulte von der Fakultät für Biologie, deren Dissertation sich mit den Unterschieden von Feuersalamanderlarven in Tümpeln und Bächen beschäftigt. Ihr Ansatz schließt innovative Feldforschungsmethoden und den Einsatz von KI-Softwarelösungen ein. Diese interdisziplinäre Herangehensweise zeigt, wie moderne Technologien in der biologischen Forschung implementiert werden können.

Dr. René Haverkamp von der Fakultät für Chemie beschäftigt sich mit dem Phasenverhalten bikontinuierlicher Mikroemulsionen in porösen Festkörpern und könnte damit wertvolle Erkenntnisse für die Materialforschung liefern.

Im Bereich der Erziehungswissenschaft hat Dr. Rebekka Hahn das Thema Werte und Zugehörigkeit im Kontext von Familie, Migration und Glaube erforscht. Ihre Arbeit untersucht, wie junge Frauen aus freikirchlichen, russlanddeutschen Familien mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen umgehen.

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Mit Dr. Hanna Metzen, die die Vertrauensbasis von Laien in wissenschaftliche Expert*innen analysiert, wird auch die Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft thematisiert.

Darüber hinaus hat Dr. Stephanie Batram-Zantvoort in ihrer Dissertation den Einfluss von Geburtserfahrungen auf die Geburtsintegrität untersucht, während Dr. Annika Klanke die Rolle von Geschlecht und Geschlechtererfahrung in der feministischen Essayistik beleuchtet. Die Themen der Preisträger*innen sind so vielfältig wie die Forschung selbst.

Die Suche nach einem passenden Promotionsthema

Für viele Studierende ist die Wahl des Promotions-Themas ein wahrer Balanceakt. Wie findet man ein relevantes Thema, das sowohl persönlichen als auch akademischen Anforderungen genügt? Die Hochschule Bielefeld (HSBI) bietet dazu umfassende Unterstützung. Sie empfiehlt, sich zunächst auf eigene Interessen und Erfahrungen zu konzentrieren. Themen, die möglicherweise aus dem Studium oder der Masterarbeit stammen, sind oft ein guter Ausgangspunkt. Auch wenn fachfremde Promotionen möglich sind, erfordern sie überzeugende Argumente bei Partnerhochschulen.

Die HSBI hebt hervor, wie wichtig eine Recherche des Forschungsstands ist, um eine Forschungslücke zu identifizieren. Dies minimiert parallele Forschung und steigert die Erfolgschancen. Tools wie die Deutsche Nationalbibliothek oder der Karlsruher Virtuelle Katalog können hier wertvolle Dienste leisten.

Wer sich kreativ mit seiner Themenfindung auseinandersetzen möchte, kann sogar eine Cluster- oder Mindmap erstellen. So lassen sich verwandte Themen und Perspektiven besser erkunden. Ebenso kann die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden der Masterarbeit zur Promotionsarbeit neues Leben einhauchen. Der Austausch mit Kommiliton*innen und das Besuchen von Fachtagungen sind ebenfalls nützliche Strategien zur Identifikation eines geeigneten Forschungsthemas.

Insgesamt zeigt die bevorstehende Verleihung der Promotionspreise, wie wichtig die Themenwahl und die Inspirationsquellen während des Promotionsprozesses sind. Die motivierten Doktoranden und Doktorandinnen stehen beispielhaft für die Innovation und Kreativität, die unser Bildungssystem prägen.