StadtLandMitmachbus bringt die Medizin der Zukunft nach Bad Honnef-Aegidienberg
Die Medizin der Zukunft kommt nach Bad Honnef-Aegidienberg: Am Samstag, 10. Oktober 2026, macht der „StadtLandMitmachbus“ der Universität Bonn von 10 bis 15 Uhr auf dem Supermarktplatz von EDEKA Klein, Himberger Straße 35, 53604 Bad Honnef, Halt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können dort mit Forschenden der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn ins Gespräch kommen.
Anlass ist das Wissenschaftsjahr 2026, das der Frage „Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?“ gewidmet ist. Die Universität Bonn tourt dafür durch ländliche Regionen im Rheinland und in der Eifel. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Mitmachen statt nur zuhören
An Mitmach-Stationen geht es unter anderem um Wearables und digitale Assistenzsysteme, Frauenmedizin, Robotik und Künstliche Intelligenz in der Chirurgie, Robotik in der Medizin, Immunologie, Alternativen zu Tierversuchen und medizinische Ethik. Bürgerinnen können eigene Fragen stellen und Ideen einbringen – nicht bloß schauen, nicken, weitergehen.
Der mobile Erlebnisort bietet außerdem einen „Gallery Walk“ mit Roll-ups und Videos, Gespräche mit Wissenschaftlerinnen, weitere Mitmach-Angebote, kostenlose Smoothies und Sitzgelegenheiten. An Kreativstationen werden Anregungen gesammelt. An fünf Halteorten sollen daraus mögliche Impulse für die Forschung entstehen; die Ideen werden in einem Workshop weiterentwickelt und bei einer Abschlussveranstaltung in Bonn präsentiert.
Am Projekt sind zehn Universitätseinrichtungen beteiligt. Inhaltlich geht es um eine Medizin, die präventiv, personalisiert, digital und partizipativ ausgerichtet ist: um bessere Präventionsstrategien, Technologien und KI in Diagnostik und Therapie, individuelle Bedürfnisse von Patient*innen, wirksamere Behandlungen und geschlechtersensible Forschung. Weitere Förderprojekte ermöglichen Beteiligung etwa durch eigene Gesundheitsbeiträge, die Freigabe von Gesundheitsdaten oder Mitarbeit an Gesundheitsforschung.
Fünf Stationen im Rheinland und in der Eifel
- Sonntag, 30. August 2026: Adenau, Heimatfest, Marktplatz/Hauptstraße, 12–17 Uhr
- Donnerstag, 17. September 2026: Königswinter-Oberpleis, Rathausplatz, 14–18 Uhr
- Freitag, 2. Oktober 2026: Linz am Rhein, „First Friday“, Marktplatz, 18–22 Uhr
- Samstag, 10. Oktober 2026: Aegidienberg, Supermarktplatz EDEKA Klein, 10–15 Uhr
- Donnerstag, 15. Oktober 2026: Bad Münstereifel, Marktplatz, 11–17 Uhr
In Adenau war der Bus am 30. August 2026 beim Heimatfest und verkaufsoffenen Sonntag zu sehen. In Linz am Rhein ist er für den 2. Oktober 2026 bei der „First Friday“-Veranstaltung auf dem Marktplatz angekündigt. Danach folgt Aegidienberg – mitten zwischen Einkaufstaschen, Parkplatzverkehr und vermutlich der einen oder anderen spontanen Frage.
Präzisionsmedizin zum Ausprobieren
Wie sich die großen Fragen anfühlen können, zeigt auch die Ausstellung „MS Wissenschaft“. Das Ausstellungsschiff ist vom 7. Mai bis 30. September 2026 in deutschen und österreichischen Städten unterwegs und präsentiert Forschungsexponate zum Wissenschaftsjahr „Medizin der Zukunft“. Angesprochen sind Kinder und Erwachsene ebenso wie Laien und Fachleute.
Ein Fraunhofer-Exponat erklärt, wie moderne Präzisionsmedizin durch das Zusammenspiel von vier Bereichen individueller, präziser und kostengünstiger werden soll: Drugs für Arzneimittel, Diagnostics für Diagnostik, Devices für Medizintechnik sowie Data für Datenerhebung und -verarbeitung. Quiz- und Spielelemente zeigen, wie Krankheiten früher erkannt, Therapien gezielter entwickelt und Behandlungen individueller gestaltet werden können – und wie Künstliche Intelligenz große Datenmengen auswertet.
Ein weiteres Exponat widmet sich der CAR-T-Zelltherapie gegen Krebs. Normalerweise erkennt und bekämpft das Immunsystem gefährliche oder geschädigte Zellen. Krebszellen können sich jedoch tarnen und so der Erkennung entgehen. Für die Therapie werden T-Zellen aus dem Blut der Patientinnen und Patienten entnommen, im Labor genetisch verändert und mit einem Rezeptor ausgestattet, der Krebszellen gezielt erkennen kann. Anschließend gelangen die veränderten T-Zellen zurück in den Körper, suchen dort Krebszellen auf und zerstören sie.
Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter ms-wissenschaft.de und im digitalen Rundgang unter ms-wissenschaft.de/de/ausstellung/rundgang. In Aegidienberg geht es derweil am 10. Oktober ganz direkt weiter: reden, ausprobieren, Ideen loswerden – und schauen, was daraus werden kann.
