Am 20. Mai 2026 fand im Forum am Domshof ein bedeutender Austausch zwischen dem Rektorat der Universität Bremen und dem Senat der Stadt Bremen statt. Hierbei stand die strategische Entwicklung der Universität und die gemeinsame Bewerbung um den Exzellenzstatus mit der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg im Mittelpunkt der Diskussion. Bürgermeister Andreas Bovenschulte bezeichnete die Universität als unverzichtbaren Bestandteil für die Zukunft des Landes und als zentralen Innovationsmotor für die Stadt.

Die Universität Bremen, die mit jährlichen Drittmitteln von 126 Millionen Euro aufwartet, hat sich als ein „Forschungs-Schwergewicht“ etabliert. Der Bürgermeister betonte, dass es im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern keine Einschnitte in den Forschungs- und Hochschulbudgets gibt. Diese kontinuierliche Unterstützung wird durch den Wissenschaftsplan 2030 abgesichert, der die langfristige finanzielle Stabilität der Institution garantiert.

Innovationen und Sichtbarkeit in der Wissenschaft

Rektorin Jutta Günther hob die zentrale Rolle der Universität Bremen bei der Fachkräfteausbildung und deren internationaler Sichtbarkeit hervor. Sie betonte, dass die Hochschule nicht nur zur Steigerung der Lebensqualität in Bremen beiträgt, sondern auch als Impulsgeberin für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit fungiert. Bovenschulte gratulierte zudem zur erfolgreichen Auswahl der Forschungscluster „Ozeanboden“ und „Marsperspektive“ im Rahmen der bundesweiten Exzellenzstrategie, die von Bund und Ländern zur Stärkung der Spitzenforschung ins Leben gerufen wurde.

Diese Exzellenzstrategie, die seit 2017 in Kraft ist, verfolgt das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Universitäten zu verbessern und eine langfristige Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland zu gewährleisten. Die Initiative fokussiert sich auf die Sichtbarkeit universitären Forschens sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Im Rahmen dieser Strategie wurde am 31. Januar 2025 die Northwest Alliance zwischen den Universitäten Bremen und Oldenburg gegründet. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, exzellente Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verknüpfen und innovative Lösungen für regionale sowie globale Herausforderungen zu entwickeln.

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Forschungsschwerpunkte und Zukunftsperspektiven

Der Spitzenforschungsgedanke wird an der Universität Bremen durch verschiedene Forschungsinitiativen untermauert. MARUM, das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, hat sich über zwei Jahrzehnte einen Namen in der Forschung rund um den Ozeanboden gemacht. Hierbei wird das Zusammenspiel von biogenen Partikeln und ihren Transportprozessen eingehend untersucht. Das zweite Cluster, MAPEX, widmet sich dem Thema „Marsperspektive“ und erforscht die Entwicklung nachhaltiger Material- und Produktionsprozesse unter extremen Bedingungen.

Die Universität Bremen hat fristgerecht einen Vollantrag für die Exzellenzstrategie eingereicht, wobei die Entscheidung über die Clusteranträge im Mai 2025 getroffen wurde. Ab 1. Januar 2026 startet die Förderung für sieben Jahre. Für 2027 sind darüber hinaus bis zu 15 Standorte als Exzellenzuniversitäten vorgesehen. Das Expertengremium, welches die Anträge evaluiert, besteht aus 39 Experten aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, die die Bewertung und Empfehlungen für die Exzellenzkommission vornehmen werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kooperation zwischen den Universitäten Bremen und Oldenburg durch die Northwest Alliance einen klaren Weg in Richtung des Exzellenzstatus ebnet und die Forschung in Bremen weiter vorantreibt. Die Universität Bremen zeigt sich entschlossen, ihre Stellung als führende Forschungseinrichtung zu festigen und die Innovationskraft der Region nachhaltig zu stärken.