Die Universität Oldenburg steht vor einem aufregenden Kapitel in ihrer Forschungsgeschichte. Mit dem geplanten Neubau eines Forschungsgebäudes namens „NaviGate“ wird ein bedeutendes Projekt ins Leben gerufen, das das Navigationsverhalten von Tieren unter naturgetreuen Bedingungen beleuchten soll. Dies gibt nicht nur der Universität weiteren Auftrieb, sondern der gesamten Region hat mit der Unterstützung des Wissenschaftsrats einen Schub in der Wissenschaftsforschung erfahren. Das Projekt wurde in der neuesten Empfehlung des Wissenschaftsrats als „herausragend“ eingestuft und von Professor Dr. Henrik Mouritsen, der als anerkannter Experte für Tiernavigation gilt, initiiert. Mouritsen ist zudem Sprecher des Exzellenzclusters „NaviSense“ und des Sonderforschungsbereichs „Magnetrezeption und Navigation in Vertebraten“ und hätte damit kein besseres Geleit für das Vorhaben.

Das NaviGate wird eine Nutzfläche von rund 2.800 Quadratmetern bieten, darunter eine einzigartige Kuppel mit einem Durchmesser von 18 Metern. Diese Kuppel wird der Forschung zu Insekten, Vögeln, Fischen und Mikroorganismen dienen. Ein innovativer „Nichtmagnetischer Multisensorische Virtual Reality-Dome“ (NMVR-Dome) sorgt dafür, dass verschiedene Magnetfelder erzeugt und Störungen wie Elektrosmog sowie Lichtverschmutzung simuliert werden können. Hierbei kommen laserbasierte Projektoren zum Einsatz, ähnlich denen, die in Planetarien genutzt werden. Das moderne Gebäudekonzept ermöglicht zudem eine gemeinsame Nutzung der Labore durch verschiedene Forschungsgruppen und das Ziel ist klar: Ein interdisziplinäres Verständnis der Sinne und Mechanismen der Tiernavigation soll erarbeitet werden, welches auch dem Naturschutz, der Gesellschaft, Ökologie und Biodiversität zugute kommt. Wie der Wissenschaftsrat hervorhebt, sind solche interdisziplinären Ansätze der Schlüssel zum Erfolg in der modernen Forschung.

Erfolg mit Exzellenzclustern

Die Entwicklungen der Universität Oldenburg sind jedoch nicht nur auf den Neubau beschränkt. Bereits im Mai 2025 wurden drei Exzellenzcluster für die Universität bewilligt, die im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert werden. Diese Förderungen haben eine Dauer von sieben Jahren und belaufen sich insgesamt auf eine beachtliche Summe. Im Detail wurden folgende Cluster genehmigt:

  • Hearing4all: Fördersumme von 53,5 Millionen Euro, zielt auf die Verbesserung der Prognose, Diagnostik und Behandlung von Hörverlust.
  • NaviSense: Fördersumme von 54,7 Millionen Euro, widmet sich der Erforschung der Tiernavigation über große Entfernungen.
  • Ocean Floor: Fördersumme von 54,2 Millionen Euro, untersucht in einem gemeinsamen Antrag mit der Universität Bremen den Ozeanboden und dessen Rolle in den globalen Stoffkreisläufen.

Mit insgesamt rund 590 Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen in diesen Clustern zeigt die Universität Oldenburg, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Der Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder bringt es auf den Punkt: Die Erfolge und die Qualität der Forschung sind Grund zur Freude und bieten die Möglichkeit, ab 2027 zur Exzellenzuniversität ernannt zu werden. Dies verdeutlicht die Initiativen der Universität, ihre Forschungs- und Transferaktivitäten durch die gegründete „Northwest Alliance“ zu bündeln und sich so stark im Wissenschaftsbereich zu positionieren.

Insgesamt zeigt sich: Oldenburg ist auf einem guten Weg, nicht nur in der Tiernavigation, sondern in der gesamten Forschungslandschaft weiter zu wachsen und Einfluss zu nehmen. Die bevorstehenden Entwicklungen am NaviGate und die Erfolge in der Exzellenzstrategie sind dabei nur einige der vielen Excursionen in ein neues Zeitalter für die Wissenschaft in der Region. Weitere Informationen zu diesen Projekten erhalten Sie bei Northwest Alliance und idw online.

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