Sonntag in Altenessen: In der Turnhalle der Großenbruchschule ist ordentlich Bewegung. Rund 50 Kinder kommen zum „Open Sunday“, einem kostenlosen Sportangebot, das ihnen Raum zum Toben, Spielen und Ausprobieren gibt. Während draußen vieles geschlossen ist, wird es hier laut, bunt und ziemlich lebendig.

An verschiedenen Stationen können die Kinder aktiv sein. Es gibt Bewegungsangebote, Spiele und auch eine Kreativstation. Der sechsjährige Ahmed balanciert dort einen roten Drehteller auf dem Finger. Ein kleiner Moment, der zeigt, worum es beim Open Sunday geht: ausprobieren, sich konzentrieren, lachen – und vielleicht etwas schaffen, das vorher noch nicht geklappt hat.

Eine Turnhalle, viele Möglichkeiten

Für die Kinder ist die Halle ein Ort, an dem sie sich bewegen können, ohne dass dafür Geld nötig ist. Für viele Familien in Essen gilt das Angebot als wichtig. Die Teilnahme ist kostenlos, die Sonntage bekommen dadurch einen festen Anlaufpunkt.

Und während die Kinder beschäftigt sind, haben Eltern Zeit für sich. Ein paar Minuten Ruhe können im Familienalltag schon viel bedeuten. Vielleicht für einen Kaffee, vielleicht für einen Einkauf oder einfach dafür, kurz durchzuatmen. Kein großes Programm, aber eine spürbare Entlastung.

Erfolgsmodell mit unsicherer Zukunft

In Essen gilt der Open Sunday als Erfolgsmodell. Dass rund 50 Kinder in einer einzigen Turnhalle zusammenkommen, macht den Bedarf sichtbar. Gleichzeitig ist die Fortführung des Projekts laut Artikel gefährdet. Ausgerechnet ein Angebot, das vielen Familien sonntags offensteht, könnte damit vor einer ungewissen Zukunft stehen.

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Auch an der Universität Duisburg-Essen dürfte man solche Entwicklungen aufmerksam verfolgen: Angebote für Kinder, Bewegung und niedrigschwellige Teilhabe gehören zu den Fragen, die weit über eine einzelne Turnhalle hinausreichen. Heute, am 6.10.2026, bleibt in Altenessen jedenfalls erst einmal das Bild von Ahmed mit dem roten Drehteller – und einer Halle, in der am Sonntag niemand stillsitzen musste.