Deutsch-polnische Konferenz: Europäisches Verfassungsrecht im Fokus!
In der kommenden Woche wird an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) eine Schlüsselveranstaltung stattfinden, die sich mit einem brandaktuellen Thema befasst: der Europäisierung des Verfassungsrechts. Die Konferenz mit dem Titel „Europäisierung des Verfassungsrechts – eine deutsch-polnische Perspektive“ findet am Dienstag, den 23. Juni 2026, im Logensaal der Universität statt. Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung um 10:00 Uhr von Dr. Mathias Honer, gefolgt von einer Keynote-Sprache der renommierten Wissenschaftlerin Prof. Dr. Gesine Schwan, die sich der Frage widmen wird: „Europäische Union der Bürgerinnen und Bürger oder der Mitgliedstaaten?“ Europa-Universität berichtet dazu.
Die Konferenz zielt darauf ab, die Einflüsse des europäischen Rechts auf das nationale Verfassungsrecht sowie die Grenzen der Souveränität in den EU-Staaten zu beleuchten. Dabei stehen die Bereiche Justiz, Verteidigung, Haushalt, Finanzen und Medienverfassung im Fokus. Das Programm verspricht eine spannende Reihe von Vorträgen und Diskussionen mit hochkarätigen Referenten, darunter Prof. Dr. Peter M. Huber, Prof. Dr. Christian Calliess und Prof. Dr. hab. Robert Grzeszczak.
Ein verbindendes Erlebnis
Ein Highlight der Veranstaltung ist eine Podiumsdiskussion, die die komplexen Themen rund um Verteidigung, Finanzen, Haushalt und Medien behandelt. Die Kommunikation wird sowohl auf Deutsch als auch auf Polnisch stattfinden, während eine Simultanübersetzung bereitgestellt wird. Der Tag beginnt bereits um 9:30 Uhr mit einer Anmeldung und einem Kaffee, um den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, sich vor dem Programm kennenzulernen.
Die Rückmeldungen zur Konferenz sind bereits jetzt vielversprechend. „Wir hoffen, dass die Teilnehmenden neue Einsichten zur Europäisierung des Verfassungsrechts gewinnen können. Insbesondere, wie sich EU-Recht, das sowohl Primär- als auch Sekundärrecht umfasst,steht in Wechselbeziehung mit nationalem Recht.“, erklärt Dr. Mathias Honer.
Aktuelle Relevanz des Themas
Die Bedeutung der Europäisierung des Verfassungsrechts kann nicht genug betont werden. EU-Recht hat sich in den letzten Jahren als ein Schlüsselfaktor für die Rechtsordnung der Mitgliedstaaten erwiesen. Dieses Recht hat nicht nur Einfluss auf nationale Gesetzgebungen, sondern ist auch in der Praxis mit der Doktrin des Vorrangs des EU-Rechts verbunden. Laut den Informationen des Europäischen Parlaments hat die EU Rechtspersönlichkeit und eine eigenständige Rechtsordnung, die sie von anderen völkerrechtlichen Regelungen unterscheidet.
Der Einfluss des EU-Rechts ist vielschichtig und umfasst verschiedene Ebenen von Regelungen, die von Verordnungen bis hin zu Richtlinien reichen. Verordnungen sind in allen Mitgliedstaaten verbindlich, während Richtlinien nationale Umsetzungsmaßnahmen erfordern. Bei all diesen Aspekten steht vor allem die Frage im Raum, wie es um die Souveränität einzelner Staaten in der EU bestellt ist, ein Thema, das auch auf der Konferenz behandelt wird.
Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenfrei und öffentlich, aber eine vorherige Anmeldung bis spätestens Montag, den 1. Juni 2026, ist notwendig. Interessierte können sich per E-Mail an evr@europa-uni.de anmelden.
