Auf dem Passauer Campus wird es in der kommenden Woche eng im Kalender: Vom 9. bis 14. November 2026 stehen Vorträge, Workshops, ein Seminar, eine Podiumsdiskussion und ein Fotomarathon an. Heute, am 4. November, bleibt also noch ein bisschen Zeit zum Planen – und zum Nachsehen, ob der eigene Termin nicht schon wieder mit zwei anderen kollidiert.

Den Auftakt macht am Montag, 9. November, von 18:00 bis 20:00 Uhr der Vortrag „Der Reisende. Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit“ im Audimax, Hörsaal 10, Innstraße 31. Andrea Wulf, M. A. (London), spricht über den Naturforscher, Schriftsteller und Revolutionär Georg Forster. Als Jugendlicher begleitete Forster James Cook auf dessen zweiter Weltumsegelung, entwickelte ein Verständnis für die Vielfalt menschlicher Kulturen und vertrat die Gleichheit aller Menschen.

Geschichte, Flüsse und internationale Verbindungen

Mit 22 Jahren veröffentlichte Forster einen Reisebericht und gilt als einer der Begründer der wissenschaftlichen Reiseliteratur. Später setzte er sich für Freiheit und Menschenrechte ein und wandte sich gegen Kolonialismus, Rassismus und Sklaverei. Als zentrale Figur der Mainzer Republik ging er infolge der Französischen Revolution ins Exil. Wulf stellt dabei Forsters Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen Menschen in den Mittelpunkt. Der Eintritt kostet 5 Euro regulär und 3 Euro ermäßigt; Mitglieder von GeoComPass haben freien Zugang. Veranstalter ist GeoComPass – Geographische Gesellschaft Passau e. V. Kontakt: info@geocompass.de.

Ebenfalls am 9. November gibt es von 18:00 bis 20:00 Uhr einen Eintrag im Veranstaltungskalender der Universität Passau zu derselben Veranstaltung; auch dort sind Audimax, Hörsaal 10 und Innstraße 31 angegeben. Als Gast wird die Sachbuchautorin Andrea Wulf genannt.

Am Dienstag, 10. November, folgt von 18:00 bis 19:45 Uhr der englischsprachige Gastvortrag „Danube Floods – in the Last 700 Years in a European Context“. Dr. Andrea Kiss von der Technischen Universität Wien ist im Rahmen des Oberseminars zu Gast. Veranstalter ist der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte von Prof. Dr. Jens Späth. Veranstaltungsort: Nikolakloster, Raum 412c, Innstraße 40. Fragen gehen an Katrin.Rietz@uni-passau.de.

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Wer erst einmal testen möchte, ob Jura die richtige Richtung ist, kann am 5. November von 09:45 bis 15:00 Uhr beim Schnuppertag Jura am Mensavorplatz, Innstraße 29, vorbeischauen. Parallel dazu steht am selben Tag von 18:00 bis 20:30 Uhr in der Library Lounge der Zentralbibliothek, ebenfalls Innstraße 29, der Vortrag „Between Power and Faith: Religious and Church Life of Eastern Galicia in the Second Half of the 20th Century“ auf dem Programm. Referentin ist Nadiia Volik, PhD. Im Zusammenhang mit dem andauernden russischen Krieg gegen die Ukraine geht es um Geschichte, Erinnerung und Identität. Ein weiterer Kalendereintrag nennt für denselben Vortrag am selben Ort die Zeit von 18:00 bis 20:00 Uhr.

Campusfragen, die weit über den Hörsaal hinausreichen

Am Mittwoch, 11. November, geht es von 10:00 bis 12:00 Uhr um „Interkulturelle Zusammenarbeit im europäischen Energiesektor am Beispiel ENTSO-E“. Der Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation von Prof. Dr. Christoph Barmeyer lädt dazu in Informatik und Mathematik, Hörsaal 13, Innstraße 33. Dr. Frank-Peter Hansen von TenneT Germany spricht über interkulturelle Herausforderungen bei der Zusammenarbeit der Betreiber des europäischen Stromverbundnetzes im Verband ENTSO-E. Blackouts und die Einbindung von Mitgliedern, für die EU-Gesetzgebung nicht gilt, gehören ebenfalls zum Programm.

Hansen leitet bei TenneT die Systemführung und wurde 2025 in das ENTSO-E-Board gewählt. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, promovierte dort und besitzt einen Master in Public Administration der Harvard University. Kontakt: lehrstuhl.ikk@uni-passau.de.

Am selben Tag beginnt um 16:00 Uhr der Dies academicus 2026. Bis 22:00 Uhr feiert die Universität ihren Jahrestag im Audimax, Hörsaal 10, Innstraße 31. Veranstalter ist die Universitätsleitung. Der Präsident berichtet über Erreichtes und geplante Projekte; anschließend werden Personen und Einrichtungen für besondere Verdienste um die Universität ausgezeichnet.

Den Festvortrag hält Dr. Franziska Hagedorn vom Auswärtigen Amt: „Brücken bauen, wo andere Grenzen sehen: Wie ein Studium am Dreiflüsseeck auf internationale Karrieren vorbereitet“. Anmeldung und Programm stehen unter uni-passau.de/dies-academicus, Kontakt ist kommunikation@uni-passau.de.

Für Postdoktorandinnen der Universität Passau läuft am Dienstag, 10., und Mittwoch, 11. November, jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr außerdem der Online-Workshop „Spread your science“. Die Stabsstelle Diversity und Gleichstellung organisiert das deutschsprachige Angebot. Es geht um die Sichtbarkeit der eigenen Forschung im Internet, die Auswahl passender Social-Media-Kanäle, Profiloptimierung und das Verfassen von Social-Media-Beiträgen. Referentin ist Susanne Geu, Expertin für digitale Wissenschaftskommunikation und wissenschaftliches Selbstmarketing. Nach dem Workshop ist pro Teilnehmerin ein einstündiges 1:1-Mentoring mit Geu möglich. Anmeldung: uni-passau.de/frauenbeauftragte/frauenfoerderung/exzellenzfoerderung-fuer-postdoktorandinnen; Kontakt: Alexandra.Horsch@uni-passau.de.

Schon am Dienstagvormittag, von 11:00 bis 12:30 Uhr, geht es online um „Zum Glück Väter – Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben aus Vätersicht meistern!“. Veranstalter sind die Stabsstelle Diversity und Gleichstellung der Universität Passau und der Familienservice der Universität Regensburg. Referent Volker Baisich, CEO von conpadres, spricht über die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit und die Entwicklung einer entsprechenden Strategie. Der Zugang läuft über uni-regensburg.zoom-x.de/j/63164344955, Meeting-ID: 631 6434 4955. Kontakt: gleichstellung@uni-passau.de.

Nahostkonflikt, Antisemitismus und Perspektiven

Am Donnerstag, 12. November, von 15:30 bis 19:30 Uhr sowie am Freitag, 13. November, von 11:30 bis 15:30 Uhr findet das Seminar „Geschichte des Nahostkonflikts und Formen des Antisemitismus“ statt. Veranstalter ist das MFFB Mideast Freedom Forum Berlin, Mitveranstalter Prof. Dr. Lars Rensmann von der Universität Passau. Im Nikolakloster, Raum 401, Innstraße 40, geht es um eine multiperspektivische Einführung in Geschichte und Gegenwart des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Behandelt werden die Entwicklung der Region von der Antike bis zur Gegenwart, politische Machtansprüche, jüdische und arabische Nationalbewegungen sowie die Staatsgründung Israels 1948. Auf dem Programm stehen außerdem Friedensinitiativen – darunter der Friedensschluss mit Ägypten, die Oslo-Abkommen und die Abraham-Accords –, die Ursachen des ungelösten Konflikts sowie deutsche Debatten über israelbezogenen Antisemitismus und legitime Israelkritik.

Weitere Schwerpunkte sind die Abgrenzung zwischen historischer Analyse und politischer Propaganda, die Ursprünge des Zionismus, Flucht und Vertreibung, die israelische Demokratie und die Folgen des 7. Oktober 2023. Anmeldungen sind bis 11. November 202