In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt die Frage nach guter Lehre in der Hochschulbildung von zentraler Bedeutung. Der Podcast „LehrGut“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) widmet sich diesem Thema in seiner aktuellen Episode. Anja Voigt-Färber, Co-Leiterin des Zentrums für Lehre und Lernen, wird als Gast begrüßt, um darüber zu diskutieren, was gute Lehre tatsächlich ausmacht. Dabei geht es um wesentliches: von den Messkriterien für Qualität in der Lehre über die Bedeutung von Beziehungen bis hin zu Praxisbezug und kritischem Denken.

Was macht den Unterschied aus zwischen einer Unterrichtsstunde, die die Studierenden mitreißt, und einer anderen, die nur „abgesessen“ wird? Voigt-Färber hebt hervor, wie wichtig Beziehungsarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden ist. In Wechselwirkungen, die durch gegenseitige Wertschätzung gekennzeichnet sind, können Fähigkeiten besser vermittelt und Kompetenzen gefördert werden. So gibt es an der Viadrina bereits Peer-to-Peer-Programme, die Studierenden beim wissenschaftlichen Schreiben helfen und damit die Zusammenarbeit fördern.

Der Einfluss von Beziehungen und Praxisbezug

Im Rahmen des Podcasts äußern sowohl Studierende als auch Lehrende ihre Perspektiven. Jendrik Fabisch betont, dass Lehre an den Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtet sein sollte, um verständlich und realitätsnah zu bleiben. Ines Frikech-Laraki ergänzt, dass der Fokus auf die Förderung von eigenständigem und kritischem Denken gelegt werden muss. Hier zeigt sich, dass die Rolle der Lehrenden weit über die bloße Wissensvermittlung hinausreicht. Vielmehr sind sie Mentoren, die den Weg für die persönliche und fachliche Entwicklung der Studierenden ebnen.

Pero wie schaut es mit den Herausforderungen aus, die die Entwicklung von Lehre mit sich bringt? Voigt-Färber thematisiert die Notwendigkeit, die so genannten Future Skills und Reflexionskompetenzen der Studierenden zu fördern, insbesondere im Kontext von Künstlicher Intelligenz. Wie diese Technologien das Lernen und Lehren beeinflussen werden, wird in der nächsten Episode des Podcasts behandelt. Diese Diskussion ist besonders relevant in einer Zeit, in der digitale Kompetenzen immer gefragter werden.

Aktuelle Forschung über Lehr- und Lernprozesse

Studien, die sich mit den Dimensionen von guter Lehre beschäftigen, bringen eine Vielzahl wissenschaftlicher Erkenntnisse hervorgebracht. Beispielsweise belegen Meta-Analysen, dass lernzentrierte Lehrer-Schüler-Beziehungen eine entscheidende Rolle für den Lernerfolg einnehmen. Es ist also nicht nur wichtig, was gelehrt wird, sondern auch, wie es gelehrt wird, was direkt den Lernerfolg beeinflusst. Die Forschung zeigt zudem, dass die Motivation der Studierenden eng mit der Wahrnehmung der Lehrenden und deren Meinungen zu den Lehrmethoden verknüpft ist [Springer].

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Die Internetplattform „die hochschullehre“ bietet ergänzende Informationen und Diskussionsmöglichkeiten für Lehrende und Forschende zum Thema Hochschuldidaktik. Sie fördert den Austausch über verschiedene Lehransätze und Methoden, was entscheidend zur Weiterentwicklung der Lehre an Hochschulen beiträgt [die hochschullehre].

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Diskussion rund um gute Lehre nicht nur für Hochschulen, sondern auch für die Gesellschaft von Bedeutung ist. In einer Zeit, in der Wissen immer schneller veraltet, müssen sich Lehrende und Lernende gemeinsam auf den Weg des lebenslangen Lernens begeben. Der Podcast „LehrGut“ lädt alle Interessierten ein, sich aktiv an dieser wichtigen Diskussion zu beteiligen und neue Perspektiven zu entdecken [Europa-Universität].