Am 4. November 2026 wird der Apothekertrakt von Schloss Schönbrunn zum Treffpunkt der europäischen Investment- und Gründerszene. Bei der invest.austria conference 2026 werden mehr als 500 Investor:innen aus Österreich, der DACH-Region, Mittel- und Osteuropa sowie weiteren Ländern erwartet. Auf der Gästeliste stehen Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen, Family Offices sowie politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger:innen.

Die Konferenz gilt als führende Veranstaltung für Österreichs Investment-Ökosystem. Ihr Motto lautet „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ beziehungsweise „Postcard or Powerhouse – The European Imperative“. Dahinter steckt die Frage, ob Österreich und die CEE-Region ihr Potenzial nur auf einer hübschen Postkarte zeigen – oder tatsächlich zu starken Investitions- und Innovationsstandorten werden. Angesichts wirtschaftlicher und technologischer Umbrüche, so die Veranstalter, braucht es dafür grenzüberschreitenden Austausch zwischen Investor:innen, Unternehmen und Politik.

Drei Blöcke, ein ziemlich voller Fahrplan

Die Agenda ist in drei strategische Themenblöcke gegliedert. „Stop hiding our strengths“ nimmt Europas industrielle Basis, regionale Vorteile und bestehende Marktmacht in den Blick. Es geht um die Widerstandsfähigkeit der österreichischen Industrie, regionale Hidden Champions, Strategien für Unternehmensnachfolgen und das Skalierungspotenzial in Mittel- und Osteuropa. Auch industrielle Anwendungen von künstlicher Intelligenz und Robotik stehen auf dem Programm.

„Take a clear stand“ richtet den Blick auf makroökonomische und geopolitische Veränderungen, Europas Rolle in der Weltwirtschaft und seine geopolitische Position. Diskutiert werden technologische und digitale Souveränität, der Fahrplan für Europas digitale Zukunft, ein souveränes Europa sowie Investitionsmöglichkeiten in zukunftsorientierte Technologien – darunter Sovereignty- und Defence-Tech.

Im dritten Block, „Execute with speed“, wird es praktisch: Kapital soll schneller mobilisiert, der Weg zur Markteinführung verkürzt und grenzüberschreitende Investitionsstrategien sollen umgesetzt werden. Dazu kommen Private-Equity-Transaktionen, erfolgreiche Unternehmensverkäufe und Exits sowie der geplante österreichische „Startup & Scale-Up Fund“ als Dachfonds.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Vom Spin-off zum Deep-Tech-Konzern

Die Keynote hält Georg Kopetz, Mitgründer und CEO von TTTech. Er erzählt von der Entwicklung des Unternehmens – vom universitären Spin-off zum internationalen Deep-Tech-Unternehmen. Geduldiges Wachstumskapital und strategische Partnerschaften spielen dabei ebenso eine Rolle wie physische KI, autonome Systeme und SpaceTech.

Ein Panel zum „Fund of Funds Effect“ widmet sich der Finanzierungslücke zwischen europäischen Technologieunternehmen und institutionellem Kapital. Dachfonds können dabei als Vermittler zwischen Start-ups und institutionellen Investor:innen wirken. Mitdiskutieren werden unter anderem Marcel Müller-Marbach vom Europäischen Investitionsfonds und Rozalia Urbanek von PFR Ventures aus Polen. Polen gilt mit seinem staatlichen Fund-of-Funds-Modell als regionales Beispiel.

Österreich ist an dieser Stelle noch nicht am Ziel. Der „Startup & Scale-Up Fund“ ist weiterhin in Planung und soll beim Austria Wirtschaftsservice (aws) angesiedelt werden. Langfristig soll er ein Volumen von 500 Millionen Euro erreichen. Für die laufende Legislaturperiode sind bis 2029 bislang 23,23 Millionen Euro an Bundesmitteln vorgesehen. Viel Geld – und zugleich ein Hinweis darauf, dass der große Dachfonds erst noch wachsen muss.

Exits, Mittelstand und digitale Souveränität

Markus Wagner von i5invest spricht in der Keynote „Acquired by Giants“ über erfolgreiche Verkäufe europäischer Technologieunternehmen an internationale Konzerne. Als Beispiele nennt er Transaktionen mit Google, Bose und Salesforce. Ein weiterer Programmbereich behandelt Private Equity als Wachstumsmotor für den österreichischen Mittelstand – etwa bei Unternehmensnachfolgen und internationalen Buyouts.

Dennis Just vom französischen KI-Unternehmen Mistral spricht über die Zukunft der künstlichen Intelligenz und Europas digitale Souveränität. Die abschließenden Worte kommen von Staatssekretärin Elisabeth Zehetner vom BMWET. Sie ordnet die Bedeutung der Themen für den Wirtschaftsstandort Österreich ein.

Durch das Programm führt ORF-Moderator Stefan Lenglinger. Weitere angekündigte Speaker:innen sind Gerda Holzinger-Burgstaller von der Erste Bank, Barbara Eibinger-Miedl vom BMF, Stefan Haubner von APEX Ventures, Sarah Röhm von T-Capital und Bernd Pichlmayer von FTGG.

Auch die Vienna Business Agency kooperiert erneut mit invest.austria und ist mit einem Panel vertreten. Damit reicht der Blick über die reine Finanzierung hinaus bis zu Fragen, die für wachstumsorientierte Unternehmen ganz konkret werden: Woher kommt Kapital, wie gelingt die nächste Runde, und wie wird aus einer guten Idee ein Unternehmen, das auch international bestehen kann?

Schönbrunn als Treffpunkt für Kapital und Politik

Die invest.austria conference 2026 findet am 4. November 2026 im Apothekertrakt Schönbrunn in Wien statt. Erwartet werden Politikvertreter, Family Offices sowie Private-Equity-, Venture-Capital- und Angel-Investor:innen aus Österreich, dem DACH-Raum, Mittel- und Osteuropa und weiteren Regionen. Expert:innen und Entscheidungsträger:innen behandeln Finanzierungsmöglichkeiten für wachstumsorientierte Unternehmen.

Für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich ist das Treffen auch deshalb interessant, weil es mehrere Ebenen zusammenbringt: industrielle Resilienz, Unternehmensnachfolgen, KI und Robotik, geopolitische Veränderungen, digitale Zukunft und die Suche nach institutionellem Kapital. Die Veranstaltung will Österreich und die CEE-Region als Investitions- und Innovationsstandorte positionieren – nicht bloß als schöne Adresse zwischen West und Ost.

Informationen zu Programm und Tickets stehen auf der Website der Konferenz. Als weitere Informationsquellen werden die invest.austria conference 2026, die Vienna Business Agency und das Angebot „Starting a business in Vienna“ genannt. Eine vom BMWET bereitgestellte Studie zum Thema Dachfonds liegt als PDF-/Binärdatei vor und enthält in der hier verfügbaren Fassung keinen lesbaren Nachrichtenartikel.