Heute, am 3. Oktober 2026, werden in Deutschland zahlreiche Menschenketten, Kundgebungen, Mahnwachen und weitere Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit erwartet. Auch an der Uni Freiburg ist der Tag eingebettet in ein dichtes bundesweites Programm. Die Angaben stammen aus laufend ergänzten Übersichten und können sich kurzfristig ändern; sie sind ohne Gewähr.

In Baden-Württemberg stehen heute Menschenketten unter anderem in Karlsruhe, Ludwigsburg, Stuttgart, Esslingen, Freiburg, Offenburg, Radolfzell, Schwäbisch Hall, Aalen, Konstanz, Ulm, Ravensburg, Riedlingen, Überlingen, Leinfelden-Echterdingen, Mannheim, Albstadt, Tübingen, Reutlingen, Stutensee und Kreßberg auf dem Plan. Weitere Veranstaltungen gibt es in Wiesloch, Mannheim und Ravensburg.

Menschenketten für Demokratie und Lebensgrundlagen

Der 3. Oktober ist dabei nicht nur ein Tag des Protests gegen rechte und demokratiefeindliche Kräfte. Unter dem Titel „Es brennt“ sind um 12 Uhr bundesweit Menschenketten für Klimaschutz, Demokratie und den Erhalt der Lebensgrundlagen geplant. Eine zentrale Verbindung soll in Teilabschnitten vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bis zum Bundeskanzleramt in Berlin reichen; weitere Ketten sind an vielen Orten im Land vorgesehen.

Als Anlass nennen die Veranstalter Hitzerekorde, Flächenbrände und Wasserkrisen. Gefordert werden die konsequente Einhaltung des Grundgesetzes, der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und eine Politik, die das Wohl aller vor den Profit weniger stellt. Außerdem soll erneuerbaren Energien konsequent Vorrang eingeräumt werden. Veränderungen in den Bereichen Mobilität, Ernährung, Wohnen und weiteren Lebensbereichen gehören ebenfalls zum Aufruf. Ein gutes Leben für alle – heute und in Zukunft – soll höchste Priorität erhalten.

Die Aktion richtet sich an alle, die sich friedlich für den Erhalt der Lebensgrundlagen einsetzen möchten. Organisationen können sich per E-Mail an info@esbrennt.com anmelden; für weitere Fragen gibt es einen FAQ-Bereich.

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In München soll sich die Kette ab 11:40 Uhr zwischen dem Reiterdenkmal am Odeonsplatz und dem Geschwister-Scholl-Platz bilden. Um 12 Uhr soll sie geschlossen sein, bis 12:30 Uhr ist eine gemeinsame Aktion für Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft geplant. Danach folgt am Geschwister-Scholl-Platz eine Abschlusskundgebung mit Reden und Musik. Eine offizielle Aktionsseite informiert über weitere teilnehmende Städte und die Münchner Aktion.

Was heute außerdem passiert

In Bayern sind Veranstaltungen in Deggendorf, Augsburg, München, Erlangen, Traunstein, Töpen/Mödlareuth, Würzburg, Nürnberg, Bayreuth, Amberg, Bamberg, Kempten, Forchheim, Starnberg, Pfaffenhofen, Reichling, Herrsching, Adelsdorf, Murnau und Schweinfurt angekündigt. In Aschaffenburg gibt es Menschenketten und eine Demokratiemeile.

Berlin plant Menschenketten an der Glienicker Brücke und am Platz der Republik. In Brandenburg sind Veranstaltungen und Menschenketten im Mühlenbecker Land, in Wandlitz, Strausberg und Fürstenwalde/Spree vorgesehen. Bremen beteiligt sich mit einer Menschenkette, Hamburg mit einer am Jungfernstieg. In Hessen finden Menschenketten in mehreren Städten statt, außerdem gibt es Veranstaltungen in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt, Kaufungen, Marburg, Fulda, Darmstadt, Gelnhausen, Friedberg, Homberg, Lorsch und Friedrichsdorf.

Auch Mecklenburg-Vorpommern nennt Menschenketten in Stralsund, Greifswald, Rostock und Schwerin. Niedersachsen führt mehrere Menschenketten auf; Veranstaltungen gibt es unter anderem in Herzberg, Hannover, Bad Bevensen, Oldenburg, Hitzacker, Göttingen, Braunschweig, Borkum, Bramsche, Wilhelmshaven, Hildesheim und Oderbrück.

In Nordrhein-Westfalen sind zahlreiche Menschenketten und Demonstrationen angekündigt. Veranstaltungen gibt es unter anderem in Siegen, Troisdorf, Kerpen, Bonn, Gummersbach, Düsseldorf, Witten, Köln, Dortmund, Paderborn, Freudenberg, Monheim, Aachen, Recklinghausen, Detmold und Dorsten. Rheinland-Pfalz nennt mehrere Menschenketten sowie Veranstaltungen in Landau, Betzdorf, Gauersheim, Trier, Mainz, Esthal, Bad Dürkheim, Alzey und Koblenz.

Im Saarland führt die Menschenkette an der Europagalerie in Saarbrücken zusammen. Sachsen nennt Veranstaltungen in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Hoyerswerda, Menschenketten in mehreren Städten sowie den „Markt der Demokratie“ in Dresden. In Sachsen-Anhalt sind Menschenketten und eine Demonstration gegen das Preußenfest von Hans-Thomas Tillschneider angekündigt. Schleswig-Holstein nennt Veranstaltungen in Lütjenburg, Ahrensburg, Husum, Lübeck, Kiel und Ratzeburg, darunter Menschenketten in Lübeck, Kiel und Ratzeburg.

In Thüringen laufen heute keine weiteren für den 3. Oktober genannten Einzeltermine aus der Übersicht auf; dort war am 2. Oktober die Lange Nacht der Demokratie in verschiedenen Städten angesetzt.

Der Oktober bleibt voll

Schon am 1. Oktober gab es Veranstaltungen und offene antifaschistische Treffen in Heidelberg, Stuttgart, Ravensburg und Karlsruhe. Am 2. Oktober standen in Baden-Württemberg eine Lange Nacht der Demokratie sowie Termine in Heidelberg, Freiburg, Esslingen, Tübingen und Müllheim auf dem Programm, dazu „Licht an für Demokratie“ in Freiburg. Im Saarland fand die Lange Nacht der Demokratie im Saarland statt, in Schleswig-Holstein gab es eine Lange Nacht der Demokratie in mehreren Städten sowie Veranstaltungen in Kropp, Meldorf und Brokstedt.

Bis zum 11. Oktober folgen in Baden-Württemberg Termine in Mannheim, Karlsruhe, Achern, Pfullendorf, Metzingen, Freiburg, Villingen-Schwenningen, Heidelberg, Pforzheim, Tübingen, Stuttgart und Ravensburg. Dazu gehören der Schülerinnenkongress „Our Future, Our Choice!“ und „PRÜF Baden-Württemberg“. Vom 12. bis 18. Oktober sind Veranstaltungen in Karlsruhe, Tübingen, Waiblingen, Schwäbisch Gmünd, Freiburg, Schwäbisch Hall, Stuttgart und Bühl geplant. Zwischen dem 19. und 25. Oktober gibt es regelmäßige Veranstaltungen in Heidelberg, „5 vor 12! AfD-Verbot jetzt prüfen!“ in Karlsruhe sowie Treffen in Freiburg, Tübingen, Schwäbisch Hall, Mannheim und Kraichtal. Weitere Termine folgen vom 26. bis 31. Oktober in Karlsruhe, Freiburg, Tübingen und Heidelberg.

In Bayern laufen vom 4. bis 12. Oktober Veranstaltungen in Altötting, Hofheim am Taunus, München, Moosburg, Kempten, Erlangen, Neustadt an der Aisch und Passau, darunter „PRÜF Bayern“. Vom 16. bis 24. Oktober gibt es regelmäßige Mahnwachen in Erlangen und München sowie weitere Termine in München und Pfaffenhofen. Ende des Monats stehen Veranstaltungen in Kempten, Erlangen und München an.

Berlin plant am 4. Oktober „Blankenburg für Demokratie und Menschlichkeit“. Vom 5. bis 28. Oktober folgen Aktionswochen gegen Antisemitismus, offene Plena der Studis gegen Rechts und weitere Termine. Am 8. Oktober gibt es am Oranienplatz eine Kundgebung zum siebten Jahrestag des rechtsextremistischen Anschlags von Halle, am 9. Oktober „Bass gegen Hass!“ am Michael-Brückner-Platz und am 10. Oktober „PRÜF Berlin“ am Brandenburger Tor. Am 13. Oktober ist im RuDi-Nachbarschaftshaus das Training „Werde Stammtischkämpferin!“ vorgesehen.

Brandenburg nennt am 1. Oktober den Stammtisch „Panketal ist bunt“, am 7. und 21. Oktober offene antifaschistische Treffen in Strausberg, am 10. Oktober „PRÜF Brandenburg“ in Potsdam, am 15. Oktober „Demokratien in Gefahr“ in Zeuthen, am 22. Oktober den offenen Stammtisch „Frankfurt bleibt bunt“, am 24. Oktober die Fahrrad Pride in Potsdam und am 29. Oktober einen solidarischen Stammtisch in Jüterbog.

In Bremen finden am 6., 13., 20. und 27. Oktober offene Plena der Studis gegen Rechts an der Universität statt. Am 7. Oktober gibt es ein offenes Antifa-Treffen, am 8. Oktober eine Veranstaltung gegen antifeministische und queerfeindliche Parolen, am 10. Oktober „PRÜF Bremen“ und am 11. Oktober ein öffentliches Plenum