Universität Freiburg kehrt nach 14 Jahren als Exzellenzuniversität zurück
In der Aula der Universität Freiburg fliegen Luftschlangen durch die Luft. Schon während der Videoübertragung brandet Jubel auf, als die Nennung „Albert-Ludwigs-Universität Freiburg“ beginnt. Nach 14 Jahren darf sich die Universität wieder „Exzellenzuniversität“ nennen.
Die Entscheidung fiel am Freitag in Bonn im Rahmen der Exzellenzinitiative. Eine Kommission hatte darüber entschieden, welche Universitäten einen der letzten verfügbaren Plätze in der höchsten Förder- und Leistungskategorie der deutschen Wissenschaft erhalten. In Freiburg wurde die Nachricht offenbar nicht nüchtern abgehakt, sondern mit ordentlich Lärm gefeiert.
Zurück in der höchsten Förderkategorie
Damit steht die Universität Freiburg wieder dort, wo wissenschaftliche Spitzenforschung in Deutschland besonders stark unterstützt werden soll. Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern ist das zentrale Programm zur Förderung universitärer Spitzenforschung und dauerhaft angelegt.
Sie besteht aus zwei Förderlinien: projektbezogenen Exzellenzclustern und der Förderung von Exzellenzuniversitäten. Während die Cluster einzelne Forschungsfelder stärken, soll die zweite Linie Universitäten als Institutionen weiterentwickeln und ihre internationale Spitzenstellung auf Grundlage erfolgreicher Exzellenzcluster dauerhaft ausbauen. Auch institutionelle Profilbildung und Kooperationen im Wissenschaftssystem gehören zu den Zielen.
Der Weg Freiburgs zurück an die Spitze war mit Hindernissen verbunden. Die Bewerbung der Universität und die dabei überwundenen Schwierigkeiten stehen im Mittelpunkt der angekündigten Darstellung; weitere Einzelheiten dazu liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Neun Universitäten bleiben im Programm
Bund und Länder haben über die Evaluation der seit 2019 geförderten Exzellenzuniversitäten entschieden. Neun Exzellenzuniversitäten und der Exzellenzverbund werden für weitere sieben Jahre gefördert. Grundlage ist das positive Evaluationsergebnis des wissenschaftlichen Gremiums Committee of Experts.
In der Förderung bleiben die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die Technische Universität Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die LMU München, die Technische Universität München und die Universität Tübingen. Ebenfalls weiter dabei ist der Verbund der Berliner Universitäten.
Die Universität Konstanz scheidet aus, weil sie nicht mehr über die formale Voraussetzung von mindestens zwei Exzellenzclustern verfügt. Für Freiburg bedeutet die aktuelle Entscheidung dagegen die Rückkehr in die höchste Förder- und Leistungskategorie.
Millionen für Spitzenforschung
Für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten investieren Bund und Länder derzeit jährlich 148 Millionen Euro. Das gesamte Fördervolumen der Exzellenzstrategie liegt bei 687 Millionen Euro pro Jahr. Der Bund übernimmt 75 Prozent der gesamten Programmkosten.
Parallel läuft das Verfahren für Neuanträge in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten. Die Förderentscheidung dazu ist für Oktober 2026 vorgesehen. Ab 2027 stellen Bund und Länder zusätzlich 60 Millionen Euro jährlich bereit.
Heute, am 4.10.2026, ist in Freiburg von diesen Summen zunächst wenig zu sehen: Luftschlangen in der Aula, Jubel vor einer Übertragung und eine Universität, die nach langer Pause wieder offiziell Exzellenzuniversität heißen darf.
