Jetzt wird es spannend für alle, die sich für nachhaltige Landwirtschaft interessieren! Am Sonntag, den 21. Juni 2026, öffnet die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) die Tore ihres Lehr- und Versuchsbetriebs Gladbacherhof in Villmar. Unter dem Motto „Agrarsysteme und Ressourcen“ sind von 10 bis 18 Uhr nicht nur Fachleute, sondern auch alle Interessierten herzlich eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der modernen Agrarforschung zu werfen.

Die Veranstaltung verspricht ein abwechslungsreiches Programm. Forschungsarbeiten zu ökologischer Landwirtschaft, Tierhaltung und Agroforstsystemen werden präsentiert, und die Besucher können sich über aktuelle wissenschaftliche Projekte sowie die verschiedenen Betriebszweige der hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof informieren. Führungen durch den Forschungsstall und über die Felder geben zudem praktische Einblicke in innovative Ansätze der nachhaltigen Landwirtschaft.

Ein Fest für die ganze Familie

Für ein kulturelles Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt. Spiel und Spaß für Kinder sowie Verpflegung mit Bio-Speisen runden das Angebot ab. Es werden zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Beratung, Praxis und Politik erwartet, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen.

Doch die JLU beschränkt sich nicht nur auf diesen Tag der offenen Tür. Sie hat kürzlich DFG-Förderung für eine neue Forschungsgruppe erhalten, die sich mit regenerativer Landnutzung beschäftigt. Die Gruppe „Agroforstwirtschaft für eine nachhaltige multifunktionale Landwirtschaft (FORMULA)“ widmet sich der Untersuchung von Synergien in Agroforstsystemen und der ökologischen Funktionen, die diese Systeme bieten. Dabei werden Themen wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust in den Blick genommen.

Agroforstsysteme – ein wirtschaftliches Multitalent – integrieren Bäume oder Sträucher in konventionelle Ackerkulturen und die Tierhaltung. Sie tragen nicht nur zur Erhöhung der Biodiversität bei, indem sie vielfältige Lebensräume schaffen, sondern bieten auch Schutz vor Dürre und vermindern Stickstoff- sowie Phosphorverluste. An der interdisziplinären Forschungsgruppe FORMULA werden modernste Technologien wie Drohnen und mobile Bodensensoren eingesetzt, um optimale Bewirtschaftungsoptionen für diese Systeme zu identifizieren.

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Diese wertvollen Erkenntnisse sollen dabei helfen, nachhaltige Landnutzungsstrategien zu entwickeln und somit zur Verwirklichung der UN-Nachhaltigkeitsziele beizutragen. Mehr Informationen zu diesen Projekten und dem Tag der offenen Tür sind auf der Webseite der JLU verfügbar.

Für Fragen stehen Prof. Dr. Andreas Gattinger, Telefon: 0641 99-37731, und Johannes Eisert, Telefon: 06474 710010, gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter uni-giessen.de sowie auf giessener-anzeiger.de.