Die SG Uni Greifswald/Loitz hat in der Regionalliga bei Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 mit 36:34 gewonnen. Für die Mannschaft war es im vierten Saisonspiel der dritte Sieg. Zuvor hatte sie das Derby gegen Empor Rostock II mit 30:41 verloren.

Der Weg nach Berlin war allerdings ein ziemliches Durcheinander. Ein Autobahnstau und der Berlin-Marathon legten die Anreise lahm. Die Spieler mussten ein längeres Stück zu Fuß zur Halle zurücklegen und trafen erst kurz vor dem Anpfiff ein. Viel Zeit zum Durchatmen blieb da nicht.

Schwieriger Start, starke Wende

Die hektische Vorbereitung war zunächst deutlich zu spüren. Laut Trainer Jürgen Radloff startete die SG schlecht und traf häufig falsche Entscheidungen. Zur Halbzeit lag Greifswald/Loitz mit fünf Toren zurück – 15:20.

Ab der 45. Minute wurde die Mannschaft besser. Mit einem 5:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten drehte die SG das Spiel. Radloff bezeichnete den Auswärtssieg trotz der widrigen Umstände als verdient.

Die personelle Lage war ebenfalls angespannt. Lukasz Stefanicki und Diogo Teixeira spielten trotz angeschlagener Verfassung. Stefanicki erzielte fünf Tore, Teixeira sechs – zusammen also elf Treffer. Erfolgreichster Werfer war Finnegan Wittkopp mit 17 Toren. Außerdem trafen Stubbe dreimal, Schramm viermal, Correia dreimal und Granholm fünfmal.

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Das Spielprotokoll erzählt eine andere Partie

Im Spielbericht der Begegnung SG Uni Greifswald/Loitz gegen Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 ist ein Endstand von 31:28 und ein Halbzeitstand von 17:13 vermerkt. Die Partie begann mit einem schnellen 1:0 durch Florian Fink bei 00:52. Julian Schramm erhöhte bei 03:17 auf 2:0, ehe Blau-Weiß bei 03:53 die erste Auszeit nahm. Schramm traf bei 04:38 erneut zum 3:0, Til Granholm verwandelte bei 07:35 einen Siebenmeter zum 4:0.

Tim Krist erzielte bei 07:52 den ersten Treffer für Blau-Weiß. Greifswald/Loitz baute den Vorsprung bis zum 7:1 bei 10:38 aus, danach verkürzte Berlin auf 7:4. Die zweite Auszeit von Blau-Weiß folgte bei 17:30. Bis 21:46 kam die Mannschaft auf 9:8 heran. Kurz vor der Pause führte Greifswald/Loitz mit 17:12, ehe Bela Widczisk in der 27. Minute den Anschluss zum 17:13 herstellte.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Blau-Weiß zunächst auf 17:14. Bis zur 34. Minute zog Greifswald/Loitz auf 20:15 davon, doch drei Treffer in Folge brachten Berlin bei 36:47 wieder auf 20:19 heran. Die Gastgeber setzten sich anschließend erneut auf 23:20 ab. Nach weiteren Treffern beider Teams stand es in der 44. Minute 24:20; bei 45:00 nahm Blau-Weiß die nächste Auszeit.

Bis 47:52 wuchs der Vorsprung auf 27:22. Blau-Weiß kam bei 52:12 auf 27:25 heran, zuvor hatte Greifswald/Loitz bei 51:13 eine Auszeit genommen. Treffer von Granholm und Rasch stellten auf 30:25, danach verkürzte Blau-Weiß auf 30:27. Christoph Rasch erzielte bei 58:29 das 31:27. Der letzte Treffer der Partie fiel auf Berliner Seite – 31:28.

Torschützen und Personalien

Für Greifswald/Loitz traf Christoph Rasch achtmal, Til Granholm ebenfalls achtmal, davon viermal per Siebenmeter. Julian Schramm kam auf sieben Tore, Diogo Teixeira auf fünf. Florian Fink erzielte zwei Treffer, Hannes Naussed einen.

Bei Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 war Bela Widczisk mit fünf Toren erfolgreich, darunter zwei Siebenmeter. Otto Erdmann, Tim Krist und Janik Schewetzky trafen jeweils viermal. Kilian Stollenwerk erzielte zwei Tore, davon eines per Siebenmeter, ebenso kamen Nils Kern und Leo Heim auf zwei Treffer. Otto-Heinrich Rohrbeck, Nils Quente und Daniel Biernacki trafen jeweils einmal.

Greifswald/Loitz verwandelte alle vier Siebenmeter, Blau-Weiß dagegen drei von sieben. Die SG kassierte vier Zwei-Minuten-Strafen, Berlin sieben. Janik Schewetzky erhielt in der 58. Minute zwei Zwei-Minuten-Strafen und anschließend eine Disqualifikation ohne Bericht. In der Schlussminute wurden Alexander Einweg von Greifswald/Loitz und Nils Kern von Blau-Weiß hinausgeschickt; auch Kern wurde ohne Bericht disqualifiziert.

Geleitet wurde die Partie von Lukas Oestmann und Julian Burdack. Rolf-Dieter Sense war als Zeitnehmer eingesetzt, Jörg-Peter Antener als Sekretär. Heute, am 29.09.2026, bleibt damit vor allem ein Spiel mit zwei Gesichtern: eine Mannschaft, die nach einer chaotischen Anreise erst hinterherlief – und dann doch noch die Kurve bekam. In der Uni Halle dürfte der Schweiß inzwischen längst getrocknet sein.