290 neue Studierende starten an der BURG mit Tanz und Musik ins Studienjahr 2026/27
An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bleibt der Andrang groß: Zum Studienjahr 2026/27 beginnen 290 neue Studierende ihr Studium. Dafür gingen 1.452 Bewerbungen aus dem In- und Ausland ein – für Diplom-, Bachelor-, Master- und Lehramtsstudienplätze. Nach Angaben der Hochschule liegen die Bewerbungszahlen damit im Vergleich zu den Vorjahren auf stabilem Niveau. Ungefähr jeder fünfte Bewerber erhielt einen Studienplatz.
Die Eröffnung des neuen Studienjahres findet am Montag, 2. November 2026, um 18 Uhr im Großen Saal des Volksparks Halle statt. Heute, am 28.10.2026, laufen die Vorbereitungen also noch; der Schleifweg 8a in 06114 Halle (Saale) wird dann zum Treffpunkt für Angehörige und Mitglieder der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Neue Gesichter, Musik und Tanz
Das neue Rektorat eröffnet die Veranstaltung. Begrüßt werden vor allem die neuen Studierenden, außerdem stellt die Hochschule neue Lehrende und Mitarbeitende vor. Ein Grußwort spricht Prof. Dr. Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt.
Auf der Bühne steht die zeitgenössische Tanzperformance „Luminescene“. Dazu kommen experimentelle Klänge und Rhythmen: Lana Klemen, Tänzerin des Balletts der Bühnen Halle, trifft auf Ivo Nitschke an der Cristal Baschet sowie Ralf Schneider an den Drums – beide von der Staatskapelle Halle. Bei der Eröffnung des neuen Studienjahres wird „Luminescene“ aufgeführt; der Abend dürfte also eher schwingen als stillsitzen.
Lana Klemen ist seit 2024 Ensemblemitglied des Balletts Halle. Zuvor war sie Solistin am Staatstheater Nürnberg und trat mit dem English National Ballet auf. Ivo Nitschke gehört seit 1991 als Orchestermusiker zur Staatskapelle Halle und arbeitet unter anderem als Pauker sowie als Marimbafon-, Vibrafon- und Percussion-Solist. Ralf Schneider ist seit 1986 Schlagwerker der Staatskapelle Halle. Daneben ist er an Jazz- und Theaterprojekten beteiligt und arbeitet mit verschiedenen Ensembles und Bands.
Preise und Stipendien
Während der Eröffnung wird außerdem der DAAD-Preis für ausländische Studierende verliehen. Er würdigt besonderes gesellschaftliches Engagement und sehr gute akademische Leistungen. Preisträger 2026 ist Gue Hyun Lee aus Südkorea, der im Studiengang Kommunikationsdesign im Fachbereich Design studiert.
Erstmals vergibt die Hochschule drei Deutschlandstipendien: an Lisa Grinda im Studiengang Kunst (Lehramt), an Deren Gündoğdu für Design of Playing and Learning (MA) und an Elisabeth Wörn im Industriedesign (BA). Im Anschluss wird der Beginn des Studienjahres mit Musik und Tanz gefeiert.
Wer an der BURG studiert
Insgesamt sind 1.292 Studierende an der BURG immatrikuliert. 56 Prozent kommen aus Sachsen-Anhalt, 17 Prozent aus Sachsen, 7 Prozent aus Berlin und 4 Prozent aus Bayern. Weitere 12 Prozent stammen aus dem Ausland. Die meisten internationalen Studierenden kommen aus Südkorea, Österreich, Russland, China und der Ukraine.
Die endgültigen Zahlen liegen nach dem amtlichen Stichtag am 31. Oktober 2026 vor. Für die laufende Bewerbungsrunde ist die Richtung aber schon sichtbar: Die Hochschule zieht Menschen aus der Region ebenso an wie Studierende, die von deutlich weiter herkommen.
Einordnung im Hochschulvergleich
Passend dazu hat das CHE Centrum für Hochschulentwicklung am 14. Oktober 2026 den DatenCHECK „Kunsthochschulen in Deutschland: Ihre Besonderheiten auf einen Blick“ veröffentlicht. Autor*innen sind Cort-Denis Hachmeister und Luisa Weiser; erschienen ist die Untersuchung auf www.hochschuldaten.de.
Untersucht werden deutsche Kunst- und Musikhochschulen mit Blick auf Studierende, Zulassungsverfahren, Personalstruktur, Betreuungsrelationen und Drittmittelfinanzierung. Das CHE beschreibt Kunst- und Musikhochschulen als internationalste Hochschulart Deutschlands – sichtbar sowohl bei den Studierenden als auch bei den Lehrenden. Außerdem ist der Frauenanteil unter den Professuren überdurchschnittlich hoch, während sich das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden deutlich von dem anderer Hochschularten unterscheidet.
Für statistische Vergleiche berücksichtigt das CHE 52 Kunsthochschulen. Grundlage ist die Erfassung des Statistischen Bundesamtes im Wintersemester 2025/26 als eigenständige Einrichtungen dieser Hochschulart. Weitere Daten stammen aus dem Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz. An der Burg geht das neue Studienjahr derweil mit Tanz, Instrumenten und 290 neuen Gesichtern los.
