Die Hochschule Ruhr West (HRW) bekommt eine neue Kanzlerin: Die Hochschulwahlversammlung wählte Barbara Bröker einstimmig. Das Gremium setzt sich aus stimmberechtigten Senatsmitgliedern und Mitgliedern des Hochschulrats zusammen.

Brökers achtjährige Amtszeit soll voraussichtlich am 1. Januar 2027 beginnen. Sie folgt auf Dr. Jörn Hohenhaus, der seit März 2021 Kanzler der HRW ist und zum 30. September 2026 an die Leibniz Universität Hannover wechselt.

Erfahrung aus Hagen

Barbara Bröker ist Volljuristin und bringt viel Erfahrung aus der Hochschulverwaltung mit. Seit 2008 arbeitete sie an der FernUniversität in Hagen, zunächst im Hochschul-, Vertrags- und Urheberrecht. Später verantwortete sie dort die Bereiche Akkreditierung und Qualitätsmanagement.

Ab 2020 leitete Bröker den Studierendenservice für rund 80.000 Studierende. Von Oktober 2024 bis November 2025 war sie kommissarische Kanzlerin der FernUniversität. Seit November 2025 ist sie ständige Vertreterin des Kanzlers.

HRW-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Staude hob Brökers Hochschulerfahrung und ihre Fähigkeit hervor, strategisches Denken mit einem klaren Fokus auf die Beschäftigten zu verbinden. Hochschulratsvorsitzender Arne Gillert verwies zudem auf ihre Kenntnisse in Haushalts-, Personal- und Transformationsfragen.

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Digitale Abläufe und gute Bedingungen

Bröker selbst kündigte an, den Servicebereich der HRW gemeinsam mit den Beschäftigten weiterentwickeln zu wollen. Im Mittelpunkt sollen klare digitale Prozesse, gute Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung sowie eine wertschätzende Führungskultur stehen. Das klingt nach Verwaltung, die im Hochschulalltag nicht im Weg stehen, sondern Arbeit leichter machen soll.

Mit ihrem Amtsantritt wird das Präsidium der Hochschule Ruhr West ab Januar 2027 mehrheitlich weiblich besetzt sein. In der Hochschullandschaft Nordrhein-Westfalens gilt das als Besonderheit.

Während Bröker in Mülheim an der Ruhr ihre neue Aufgabe vorbereitet, wechselt ihr Vorgänger zum 30. September 2026 nach Hannover. Dort ist die Leibniz Universität Hannover sein nächster beruflicher Wirkungsort. An der HRW beginnt damit zugleich die Übergangsphase zu einer Kanzlerin, die Hochschulrecht, Qualitätsmanagement, Studierendenservice und Leitungsverantwortung aus verschiedenen Stationen kennt.