Dr. Daniel Habeck vom Mathematischen Institut der Universität Koblenz ist mit dem Lehrpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2026 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 29. September in Mainz statt. Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Wehner nahm ebenfalls teil.

Der Preis beruht maßgeblich auf dem Votum der Studierenden und ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Geld kann für dienstliche Zwecke und die weitere Lehrtätigkeit eingesetzt werden. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

Mathematik verständlich machen

Habeck arbeitet seit 2010 als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Mathematischen Institut der Universität Koblenz. Zu seinen Veranstaltungen gehören „Mathematik für Physiker 1–3“, die Mastervorlesung „Extremalprobleme“ für das Lehramt sowie der Übungsbetrieb in Analysis und Linearer Algebra.

In seiner Lehre vermittelt er mathematische Grundlagen fachlich präzise, anschaulich und anwendungsnah. Dabei bezieht er Studierende aktiv ein und richtet seine Veranstaltungen an unterschiedlichen Vorkenntnissen und Anforderungen aus. Gerade in der Mathematik, wo manche schon beim ersten Tafelbild innerlich aussteigen, ist das keine Kleinigkeit.

Der Lehrpreis wurde 2026 zum 13. Mal verliehen. Die Landesregierung zeichnet seit 2005 alle zwei Jahre herausragende Lehrleistungen an Hochschulen in Rheinland-Pfalz aus. Zuständig ist das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, das den Preis für besonderes Engagement in der Ausbildung von Studierenden vergibt.

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Studierende entscheiden mit

Das Auswahlverfahren läuft in zwei Stufen: Zunächst nominieren Fachbereiche und Fachschaften Dozentinnen und Dozenten. Danach bewerten Studierende die Lehrveranstaltungen der Nominierten anhand von Fragebögen. Für die Auswahl 2026 wurden Befragungen über drei Semester durchgeführt; 3.782 Studierende nahmen daran teil.

Insgesamt standen 94 Lehrbeauftragte auf der Vorschlagsliste, darunter 47 Frauen und 47 Männer. Die Lehrpreise werden nach Hochschulgruppen und Fächergruppen vergeben, damit unterschiedliche Hochschulgrößen und Hochschultypen berücksichtigt werden. Insgesamt gibt es zehn Preise: sechs für Lehrende an Universitäten und vier für Dozierende an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, jeweils in zwei Fächergruppen.

Auch die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau ist 2026 mit zwei Preisträgerinnen vertreten: Prof. Dr. Sabine Becker aus dem Fachbereich Chemie und Dr. Rahel Schowalter vom Institut für Sonderpädagogik. Beide wurden für herausragende Leistungen in der Lehre ausgezeichnet.

Von der Schule ins Labor

Wie breit das Feld der ausgezeichneten Lehre ist, zeigt der Blick nach Trier. Jürgen Kopp erhält den Landeslehrpreis Rheinland-Pfalz 2026 ebenfalls für herausragende Hochschullehre. Er ist einer von zehn Preisträgerinnen und Preisträgern im Land und seit 2023 als abgeordnete Lehrkraft im Bereich „Biologie und ihre Didaktik“ an der Universität Trier tätig. Gleichzeitig unterrichtet er am Gymnasium Konz.

Dort ist Kopp seit 2013 Studiendirektor und gibt unter anderem Biologie, Chemie und Naturwissenschaften. Seine Arbeit verbindet Fachwissenschaft, Fachdidaktik, schulische Praxis und die Ausbildung angehender Lehrkräfte. Gute Lehre versteht er als gemeinsamen Lernprozess von Studierenden und Lehrenden. Für Unterstützung dankt er Studierenden, Kollegium und Familie.

Der Vizepräsident der Universität Trier, Matthias Busch, hebt Kopps fachlichen Anspruch, seine Innovation und die Studierendenorientierung hervor. Kopp erhielt bereits 2015 den Deutschen Lehrkräftepreis. 2024 wurde ihm außerdem die Heinrich-Roessler-Medaille der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehen, unter anderem für sein Engagement in der naturwissenschaftlichen Bildung und der MINT-Förderung.

Am Gymnasium Konz war Kopp am Aufbau eines Umweltanalytiklabors beteiligt. Dazu kommen die Nachwuchsförderung, „Jugend forscht“, Umweltbildung und die Mitarbeit in fachlichen Kommissionen des rheinland-pfälzischen Bildungsbereichs. An der Universität Trier arbeitet er an Projekten zur Verbindung von Schule und Hochschule.

2026 erhielt ein gemeinsames Projekt mit Prof. Dr. Martin Remmele zur Bestimmung von Knochenfischarten mittels eDNA-Metabarcoding eine Landesförderung. Schülerinnen, Schüler und Studierende können dabei moderne molekularbiologische Verfahren praktisch kennenlernen. Ein ziemlich direkter Weg von der Schulbank ins Labor.

Auch bei Kopp können Fachbereiche und Fachschaften Lehrende für den Landeslehrpreis vorschlagen; anschließend werden unter anderem Studierende zu den Lehrveranstaltungen befragt. Das Preisgeld von 10.000 Euro ist für dienstliche Zwecke und die weitere Lehrtätigkeit vorgesehen.

Wissenschaftliche Informationen zu Daniel Habeck gibt das Mathematische Institut der Universität Koblenz. Kontakt: Dr. Daniel Habeck, dhabeck@uni-koblenz.de, 0261 287-2304.