Seifenblasen, Möbius-Bänder und überraschende Mathematik in der Kinder-Uni Hannover
Mathematik kann nach Seifenblasen aussehen, nach einem verdrehten Papierstreifen oder nach einem Experiment, bei dem plötzlich nichts mehr so ist, wie es eben noch war. Dr. Florian Leydecker nimmt Kinder am Dienstag, 17. November 2026, mit in genau diese Welt. Seine Kinder-Uni-Vorlesung an der Leibniz Universität Hannover beginnt um 17:15 Uhr, Einlass ist ab 16:45 Uhr.
Im Mittelpunkt stehen mathematische Experimente und Einblicke in aktuelle mathematische Forschung. Leydecker erklärt unter anderem, was Seifenblasen mit Mathematik zu tun haben, welche Eigenschaften ein Möbius-Band besitzt und was beim Zerschneiden dieses ungewöhnlichen Bandes passiert. Ein kleiner Schnitt – und schon kann die Sache ziemlich überraschend werden.
Vorlesung im Lichthof
Veranstaltungsort ist der Lichthof der Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover. Referent ist Dr. Florian Leydecker vom Institut für Angewandte Mathematik der Fakultät für Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover.
Die kostenlose Vorlesungsreihe richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen acht und zwölf Jahren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In den Veranstaltungssaal dürfen nur Kinder hinein. Eltern und andere erwachsene Begleitpersonen verfolgen die Vorlesung in einem benachbarten Hörsaal und können ihre Kinder danach im Foyer abholen.
Fragen beantwortet Andrea Wiese unter der Telefonnummer (0511) 762 19142 oder per E-Mail an andrea.wiese@zuv.uni-hannover.de. Weitere Informationen stehen unter www.kinderuni-hannover.de. Als Bildquelle ist „privat“ angegeben.
Fünf Hochschulen tragen die Kinder-Uni
Hinter der Kinder-Uni Hannover stehen fünf Hochschulen: die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Leibniz Universität Hannover (LUH), die Hochschule Hannover (HsH), die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH).
Im Veranstaltungskalender wird außerdem „Die Retter in Orange“ angekündigt. Am 10. November 2026 erläutert Dr. Bastian Ringe an der Medizinischen Hochschule Hannover, wann notärztliche Hilfe per Rettungshubschrauber Christoph 4 eingesetzt wird. Zwei Termine, zwei ziemlich verschiedene Blickwinkel auf Wissenschaft – einmal mit Papier und Seifenblasen, einmal aus der Luft.
Mathematik zum Anfassen
Wie Mathematik außerhalb eines Hörsaals knallen, wackeln und staunen lassen kann, zeigt das Mathematikum in Gießen. Es gilt als weltweit erstes mathematisches Mitmachmuseum. Mehr als 200 Experimente und interaktive Stationen laden dazu ein, selbst loszulegen; Vorkenntnisse braucht dort niemand.
Zu den Angeboten gehören Riesen-Seifenblasen, an denen sich natürliche Formen erkunden lassen, eine Kugelbahn zu Bewegung, Geschwindigkeit und Geometrie sowie der Bau einer Leonardo-Brücke aus Holzbalken. In der „Schatzkammer der Mathematik“ warten Logik- und Knobelaufgaben, das Spiel „Turm von Hanoi“ und optische Täuschungen, bei denen Zahlen und Muster plötzlich anders wirken. Verbindungen zu Kunst, Logik und menschlicher Wahrnehmung liegen dort direkt nebeneinander.
Der Bereich „Mathematik im Alltag“ führt außerdem in Natur, Technik und Architektur: zu geometrischen Formen in Pflanzen und Tieren, zur Funktionsweise einer Zahnraduhr und in die „Mathematische Küche“, wo Zutatenmengen berechnet werden. Das Museum setzt auf direktes Ausprobieren statt auf lange Texte oder komplizierte Formeln. Der Ansatz ist für Kinder und Erwachsene gedacht.
Gegründet wurde das Mathematikum vom Mathematikprofessor Albrecht Beutelspacher. Die Ausstellung wird regelmäßig um neue Experimente erweitert. Für Schulklassen aller Altersstufen gibt es lehrplanbezogene Programme und Führungen; Lehrkräfte erhalten Anregungen für einen anschaulichen Mathematikunterricht.
Das Mathematikum befindet sich in der Liebigstraße 8, 35390 Gießen. Mit dem Bus geht es bis zur Haltestelle „Liebigstraße“, die Linien 2, 5 und 24 fahren dorthin. Vom Gießener Hauptbahnhof sind es etwa zehn Minuten zu Fuß.
