Am heutigen Donnerstag, 22. Oktober 2026, wird in Schleswig-Holstein weiter über Straßen, Plätze und Stadtviertel gestritten, die nach historisch belasteten Persönlichkeiten benannt sind. Einige dieser Personen unterstützten vor oder während des Zweiten Weltkriegs den Nationalsozialismus oder profitierten von ihm. Die Debatte ist damit ziemlich konkret: Soll man solche Straßen und Plätze umbenennen?

Ein aktuelles Beispiel ist Heinrich Hecht, der frühere Chef der Kieler Firma ELAC. Mit der Frage beschäftigte sich die Sendung „Schleswig-Holstein 18:00“, die am Mittwoch, 21. Oktober 2026, von 18:00 bis 18:15 Uhr ausgestrahlt wurde. Befragt wurde der Historiker Prof. Oliver Auge von der Universität Kiel.

Vom Königsberger Forscher zum ELAC-Mitgründer

Heinrich Hecht, vollständig Dr. Dr. h. c. Heinrich Hecht, wurde als Wissenschaftler und Unternehmer bekannt. 1903 promovierte er an der Universität Königsberg. Danach arbeitete er mehrere Jahre als Assistent an der Universität Königsberg und bei Siemens, bevor er 1908 als leitender Physiker nach Kiel wechselte.

1926 gründete Hecht die Electroacustic GmbH in Kiel mit, die später unter dem Namen ELAC bekannt wurde. Als Geschäftsführer leitete er die wissenschaftliche und technische Forschung und Entwicklung. Bis zu seinem Tod war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Electroacustic GmbH.

Sein Fachgebiet war die technische Akustik: Hecht gilt als Pionier der deutschen Unterwasserschalltechnik und erwarb sich als Wissenschaftler und Praktiker internationales Ansehen. In zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen arbeitete er an den Grundlagen dieses Gebiets. Seine Bücher „Elektroakustische Wandler“ sowie „Schaltschemata und Differentialgleichungen elektrischer und mechanischer Schwingungsgebilde“ erschienen in mehreren Auflagen und wurden als Standardwerke bezeichnet.

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Ehrungen und die offene Namensfrage

Für seine Leistungen als Forscher und Unternehmer erhielt Hecht mehrere Auszeichnungen. Dazu gehörten die Ernennung zum Ehrenbürger der Christian-Albrechts-Universität Kiel, die Ehrendoktorwürde der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen und das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Hecht starb am 25. Oktober 1961 im Alter von 81 Jahren. Gleichzeitig steht heute nicht nur seine berufliche Bedeutung im Blick, sondern auch die historische Belastung von Persönlichkeiten, die mit Nationalsozialismus verbunden waren. Genau an diesem Punkt setzt die Diskussion über Straßen- und Platznamen an: Was bleibt von einer Ehrung im Stadtbild, wenn sich die Bewertung einer Biografie verändert?

Die Universität Kiel ist dabei nicht bloß Schauplatz am Rand. Mit Prof. Oliver Auge kommt ein Historiker zu Wort, während die Stadtgesellschaft über Erinnerung, Verantwortung und mögliche Umbenennungen ringt. Der gelieferte Text aus der dritten Quelle enthält ausschließlich rohe PDF- und Binärdaten und keinen auswertbaren Nachrichtenartikel; zusätzliche inhaltliche Aussagen daraus lassen sich daher nicht ableiten.