Entdecken Sie die „WILDE Vielfalt“ im Botanischen Garten Konstanz!
Im Botanischen Garten der Universität Konstanz wird ab dem 15. Juni 2026 die Ausstellung „WILDE Vielfalt im Garten“ eröffnet. Sie zeigt die Biodiversität heimischer Gärten und bietet den Besuchern eine spannende Entdeckungsreise in die Geheimnisse der Natur. Die Veranstaltung wird vom Verband Botanischer Gärten organisiert und läuft bis zum 5. Juli 2026, bevor sie dann vom 6. bis 17. Juli 2026 ins Foyer der Universität wechselt. Der Eintritt ist kostenfrei, und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Rahmen der Eröffnung am 15. Juni um 17.30 Uhr wird Gregor Schmitz in die komplexen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Tieren einführen. Ein weiteres Highlight sind die monatlichen Führungen zur Biodiversität, die am 5. Juli um 10 und 11.30 Uhr stattfinden. Die Universität Konstanz setzt sich seit Jahren aktiv für die Förderung der biologischen Vielfalt ein, beispielsweise durch die Einführung von elf „Biodiversitätsmodulen“, die auch auf kleinem Raum vielfältige Lebensräume schaffen.
Warum biodiverse Gärten wichtig sind
Ein biologisch vielfältiger Garten ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Gewinn für die Umwelt. Solche Gärten bieten Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und tragen so zur Stärkung der Biodiversität bei. Ökologisch angelegte Gärten sind auf dem Vormarsch, da sie weniger Pflegeaufwand erfordern und gleichzeitig wichtige Nützlinge anlocken. Häufig jedoch sind Gärten aufgeräumt und setzen exotische Pflanzen ein, die für Insekten und Vögel kaum Nutzen bieten. Das führt dazu, dass viele wichtige Lebensräume schwinden.
Die Förderung von Wildbienen und anderen Bestäubern ist ein zentraler Aspekt, um den Rückgang von Arten zu stoppen. Ein abwechslungsreich gestalteter Garten, der vorwiegend heimische Pflanzen beinhaltet, bietet nicht nur Futter und Unterschlupf für Insekten, sondern zieht auch Vögel an, die zur natürlichen Schädlingsbekämpfung beitragen. Trockenmauern, Teiche und Reisighaufen sind zudem sinnvoll, um Tieren Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.
Tipps für einen vielfältigen Garten
Doch was macht einen biologisch vielfältigen Garten aus? Hier einige Merkmale, die sich leicht umsetzen lassen:
- Verwendung von vorwiegend heimischen Pflanzen.
- Reichlich Futter und Unterschlupf für Insekten, Vögel und andere Tiere sichern.
- Gestaltungselemente wie Trockenmauern und Teiche einfügen.
- Verzicht auf Pestizide und chemische Dünger.
- Schaffung einer „wilden Ecke“ mit Ruhezonen und Nahrungsquellen für Raupen und andere Tiere.
Die richtige Auswahl und Pflege der Pflanzen sorgt dafür, dass Gäste im Garten nicht nur über die verschiedenen Arten staunen, sondern auch von den positiven Effekten eines solchen Lebensraums profitieren können. Bei richtiger Umsetzung bietet der Garten nicht nur Schönheit, sondern auch ein Zuhause für viele Lebewesen. Ein vielfältiger Garten ist also ein aktiver Beitrag zum Erhalt der Natur.
Die Universität Konstanz und die Kampagne des NABU zur Förderung der biologischen Vielfalt stehen für ein positives Beispiel, wie Gartenpflege und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Man mag also sagen: Ein vielfältig angelegter Garten macht nicht nur Freude, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zur Umwelt, und jeder kann seinen Teil dazu beitragen.
