Ein neuartiges Lehrprojekt der Universität Konstanz, bekannt als „Village Lab“, nimmt Fahrt auf. Dieses spannende Vorhaben wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) gefördert und gehört zu den 37 Projekten, die im Rahmen der Ausschreibung „Die Welt ist mein Campus“ ausgewählt wurden. Mit einer Fördersumme von bis zu 3,4 Millionen Euro soll das Projekt dazu beitragen, demokratische Handlungskompetenzen bei Studierenden zu stärken und diese auf die Mitgestaltung demokratischer Prozesse vorzubereiten.
Das „Village Lab“ wird sich über einen Zeitraum von vier Jahren erstrecken, mit einem geplanten Förderstart am 1. Juli 2026. Das Ziel ist ein fächerübergreifendes Studienangebot, das sich intensiv mit dem Thema „Demokratie in ländlichen Räumen“ auseinandersetzt. Studierende werden praxisnah mit Kommunen zusammenarbeiten, um Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten. Bei der Auswahl der Lernorte steht die Erfahrung demokratischer Aushandlungsprozesse im Vordergrund, was den Studierenden ermöglicht, die theoretischen Konzepte in der Praxis zu erleben.
Stärkung der Verantwortung
Im Fokus des Projekts steht die Verbindung von Theorie und Praxis, wobei Vorlesungen, Seminare, Kompetenzschulungen und Praxisphasen integrale Bestandteile des Studienangebots sind. So sollen die Teilnehmer:innen nicht nur Wissen erwerben, sondern auch ihre Verantwortungsfähigkeit in demokratischen Kontexten weiterentwickeln. Die Projektkoordination liegt in den Händen von Sibylle Mühleisen und Dr. Albert Kümmel-Schnur, die das Vorhaben mit großem Engagement vorantreiben.
Die Förderung der Bundesregierung und der Länder steht im Einklang mit den Zielen der Stiftung Innovation in der Hochschullehre, die seit 2021 innovative Lehrprojekte unterstützt. Darunter fallen nicht nur das „Village Lab“, sondern auch weitere Projekte, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit und KI im Future Engineering beschäftigen. Insgesamt umfasst das Fördervolumen der Ausschreibung rund 84 Millionen Euro.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Ausschreibung „Die Welt ist mein Campus“ zielt darauf ab, das Zusammenwirken von Studierenden, Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken. In diesem Rahmen können Hochschulen ihre Studiengangportfolios neu ausrichten, neue Programme entwickeln und bestehende reformieren. Experten unterstreichen die Bedeutung partizipativer und innovativer Konzepte in der Hochschulbildung, um die Studierenden als zukünftige Verantwortungsträger:innen zu unterstützen.
Ab dem 1. Juli 2026 wird das „Village Lab“ dazu beitragen, den gesellschaftlichen Dialog zwischen der Universität und ländlichen Regionen zu fördern, was sowohl für die studentische Ausbildung als auch für die betroffenen Gemeinden von großem Nutzen sein kann. Mit einem solchen Projekt könnte nicht nur das Studium bereichert werden, sondern auch die Zukunft der demokratischen Mitbestimmung in ländlichen Räumen entscheidend gefördert werden.