Die Leuphana Universität Lüneburg und die Technische Universität Hamburg stehen im Rampenlicht, denn sie haben eine Förderung von rund 3,5 Millionen Euro für ihr gemeinsames Projekt „Impact Engineering for a Sustainable World“ erhalten. Diese finanzielle Unterstützung stammt aus der Initiative „Die Welt ist mein Campus“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre und hat das Ziel, einen neuen, transdisziplinären Bachelorstudiengang ins Leben zu rufen.

Der Studiengang soll im Wintersemester 2028/29 starten und kombiniert die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Leuphana mit der ingenieurwissenschaftlichen Expertise der TU Hamburg. Die Ausbildung der „Impact Engineers“ wird Technologien mit gesellschaftlicher Verantwortung und Gestaltungskompetenz verknüpfen, um Lösungen für einige der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.

Studieninhalte und Verantwortung

Künftige Studierende werden darauf vorbereitet, nachhaltige technologische Innovationen in Bereichen wie der Energie- und Mobilitätswende, der Circular Economy, der nachhaltigen Produktion sowie dem Erhalt der Biodiversität zu konzipieren, zu bewerten und umzusetzen. Hierbei liegt ein großer Fokus auf der Integration von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in die Veränderungsprozesse.

Die Fakultät Nachhaltigkeit der Leuphana wird die Projektleitung und die Entwicklung transdisziplinärer Formate übernehmen, während die Fakultät Management und Technologie der TU Hamburg für die curriculare Integration und die evidenzbasierte Wirkungsanalyse verantwortlich ist. Zudem wird die TU Hamburg ingenieurwissenschaftliche Fachmodule und „Open Labs“ zur Vermittlung gesellschaftlicher Technologie leiten.

Zusammenarbeit und zur Förderung von Nachhaltigkeit

Die Initiative zur Gründung dieses Studiengangs ist Bestandteil einer breiteren Bewegung hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Wissenschaft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat mit seiner Initiative „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ zum Ziel, eine Innovationskultur an Hochschulen zu fördern. Projekte wie „Senatra“, bei dem Studierende nachhaltige Schulwege entwickeln, zeigen, wie relevant diese Themen in der Bildungslandschaft sind. Die Einbindung von regionalen Akteuren stärkt hierbei die Verankerung von Nachhaltigkeitsstrategien in der Gesellschaft.

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In den letzten Jahren hat die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung erfreulicherweise an Bedeutung gewonnen. Diese wird als zentraler Ansatz zur Bewältigung ökologischer und sozialer Krisen angesehen und verlangt von Forschenden, in einem komplexen Zusammenspiel von Wissen, Werten und Verantwortlichkeiten zu operieren. Die Fokussierung auf transdisziplinäre Ansätze wird die Bildung zukünftiger Forscher:innen in Deutschland nachhaltig beeinflussen und bringt die Notwendigkeit mit sich, neue Narrative zu entwickeln, die die Herausforderungen unserer Zeit reflektieren.

Die Laufzeit des Vorhabens „Impact Engineering for a Sustainable World“ erstreckt sich von 01.07.2026 bis 30.06.2030, was eine langfristige Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Bildung und der gesellschaftlichen Verantwortung verspricht. Die damit verbundenen Herausforderungen werden spannend sein, und die Entwicklung dieser innovativen Bildungskonzepte ist ein Schritt in eine nachhaltigere Zukunft.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich dieser neue Studiengang entwickeln wird und welche Impulse er für die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland setzen kann. Die Kooperation der beiden Universitäten könnte wegweisend sein in einem Bereich, der so wichtig für unsere Gesellschaft ist.

Weitere Informationen finden Sie in den Beiträgen auf Leuphana.de, RIFS Potsdam und BMBF.